Strecke Olten - Zürich

03. Juli 2015 07:55; Akt: 03.07.2015 15:34 Print

Fahrleitung soll am Mittag wieder repariert sein

Pendler brauchten am Vormittag auf der Strecke Olten - Zürich und in der Romandie viel Geduld. Passagiere sassen bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad in Zügen fest.

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Wegen einer defekten Fahrleitung kam es am Freitagmorgen auf der SBB-Strecke zwischen Olten und Zürich zu erheblichen Behinderungen. Die Fahrleitung lag teilweise auf dem Bahntrassee, sagte ein SBB-Sprecher auf Anfrage. Zwei Züge wurden mit einem Lösch- und Rettungszug nach Lenzburg via Othmarsingen abgeschleppt. Die wegen einer beschädigten Fahrleitung unterbrochene SBB-Strecke ist seit 10 Uhr wieder einspurig befahrbar. Bis am Mittag sollte auch die Fahrleitung wieder repariert sein, wie ein SBB-Sprecher auf Anfrage sagte.

Im RegioExpress, in dem die Passagiere über eine Stunde lang festsassen, herrschten schweisstreibende Verhältnisse, wie Leser-Reporter Fabio Cortesi (22) zu 20 Minuten sagt. «Es war bestimmt 30 bis 35 Grad warm, einigen Leuten ging es nicht mehr so gut.» Er habe deshalb anderen Fahrgästen vom Wasser angeboten, das er bei sich habe.

In Othmarsingen stieg ein grosser Teil der Passagiere aus, wie Cortesi berichtet. «Jemand sagte, er wolle nur noch raus aus diesem Horror-Zug.» Cortesi dagegen blieb mit einigen anderen Fahrgästen im RegioExpress. «Abgesehen davon, dass wir offenbar in jedem Bahnhof anhalten, läuft die Fahrt jetzt wieder normal, und auch die Klimaanlage funktioniert wieder.» Er hoffe, dass er es heute doch noch schaffe, an seinem Arbeitsplatz in der Stadt Zürich anzukommen.

Störung in Romandie

Fernverkehrszüge zwischen Olten und Zürich werden derzeit via Brugg umgeleitet, die IC zwischen Basel und Zürich werden via Bözberg geführt. Die S-Bahnen werden gewendet und durch Busse ersetzt.

Auch in der Westschweiz brauchen die Pendler Geduld. Eine Fahrleitungsstörung beeinträchtigt den Betrieb zwischen Renens VD und Allaman auf der Linie Lausanne - Genf. Mehrere Intercity, Interregio-Züge sowie die S-Bahnen S3 und S4 fallen aus. «Wir stehen seit 30 Minuten zwischen Rolle und Allaman. Es ist sehr heiss», sagt ein Leser-Reporter zur welschen Zeitungen «20 Minutes». «Aber glücklicherweise verteilen die Kondukteure Wasser, damit sich die Passagiere abkühlen können». Ebenfalls ist die Strecke zwischen Aigle VD und Les Diablerets unterbrochen. Wie lange die Störungen andauern, ist unklar. Dass es zu Fahrleitungsstörungen komme, habe keinen Zusammenhang mit der Hitze, heisst es bei den SBB.

Hitze verbog Gleis

Auch in den letzten Tagen gab es auf dem SBB-Schienennetz Störungen: Weil sich am Mittwoch ein Gleisstrang bei der Gluthitze von um die 35 Grad verbog, musste im Baselbieter Laufental der Bahnverkehr zeitweise eingestellt werden.

Ein Sicherheitsrisiko bestand laut einem SBB-Sprecher jedoch nicht. Das Schienennetz mit landesweit 7000 Kilometern Gleis werde «nahtlos» kontrolliert.

Am Donnerstag musste auch die Wengernalpbahn im Berner Oberland zwischen Grindelwald Grund und Kleiner Scheidegg wegen einer Gleisverwerfung dichtmachen. Die Touristinnen und Wanderer mussten in einen Ersatzbus umsteigen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Legolas am 03.07.2015 08:07 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte Bitte..

    ..Gebt dem Chef mehr Lohn, denn er hat jetzt ernorm viel zu tun, dass das alles behoben wird und bald wieder funktioniert!

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  • Werner am 03.07.2015 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GA

    Das ist ein Grund dass Herr Meier mehr Lohn bekommt.

  • Fahrgast am 03.07.2015 09:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine betroffene Familie auf dem Weg zum Flughafen

    Sind nun über Umleitung bereits bestens in ZH angekommen. Hat alles bestens geklappt und die Mitarbeiter haben gut informiert. Danke SBB!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dingo am 06.07.2015 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Gluthitze?

    Gluthitze bei 35°C? Wo gibt es denn sowas? Die Schienen sollten aus guten Stahl sein, der verbiegt sich nicht bei 35°C....

  • Arsene am 03.07.2015 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Windwiederstand zur Energiegewinnung

    Das was passiert ist normal. Das die SBB zu teuer ist muss man akzeptieren. Aber ich frage mich, weshalb eine elektrische Kühlung verwendet wird. Bei diesen Geschwindigkeiten kann doch der Windwiederstand für Energie verwendet werden. Dies löst nicht das Problem bei einem Zugstillstand, jedoch spart es Energie, die effizienter in passive Kühlung investiert werden kann. Damit liesse sich die Innentemperatur besser adaptieren um so bei einem Zugstillstand eine bessere Ausgangslage zu besitzen. Denkt nicht immer an was war sondern was optimiert werden kann.

  • Jeff am 03.07.2015 15:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wasser im zug

    Bin im zug von luzern nach olten und es ist sehr heiss Mir ist es schwindlig aber zum glück lauft das personal durch den zug und verkauft kleine wasser flaschen 0,5 liter bei dem wetter ist es eigentlich eine gute sache wenn es nicht 4.50fr kosten würde !!

  • Matthias D. am 03.07.2015 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Lieber im Stau

    Was man sich doch als Zugpendler nicht alles bieten lassen muss. Und dann noch zu diesen gesalzenen Preisen: Unfreundliche Kontrolleure, Zugausfälle, Verspätungen und neuerdings (nicht SBB), die unfreundlichen Trameinweiser(innen) im Bahnhof Bern. Bin ich froh, dass ich es mir leisten kann, mit dem Auto zu pendeln. Stehe lieber im Stau. Die Zugpendler tun mir aufrichtig leid.

    • Realist am 03.07.2015 14:59 Report Diesen Beitrag melden

      Schon mal daran gedacht?

      Die Fahrgäste haben es mit einem Lokführer und ein bis zwei Zugbegleiter zu tun. Der Lokführer und die Zugbegleiter müssen den Frust von hunderten Fahrgästen über sich ergehen lassen. Und können eigentlich nicht einmal etwas dafür

    • Herr Meier am 03.07.2015 15:03 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber im Stau ???

      Wieso? ich fahre sehr gerne ÖV. Mir tun die Leute leid die gaaaanz alleine in ihren Autos sitzen. Gesalzene Preise??? dann kannst du nicht rechnen. Wie teuer ist ein Auto? dann der Parkplatz,Versicherung, Benzin, Abschreibungen. Mein GA kostet mich CHF 9.60 pro Tag. Wie teuer ist nochmals dein Auto????

    • Matthias D. am 03.07.2015 15:23 Report Diesen Beitrag melden

      Sitzlüftung

      Das ist doch schön, dass es auch noch "Gernependler" gibt. Gesalzen sind die Preise (auch 9.60 CHF pro Tag) wenn man bedenkt, dass man dafür furzende und Kebab essende Sitznachbarn erhält oder man, wie heute gehabt, ohne Klimaanlage im Zug ausharren muss. Viel Spass dabei. Mir ist meine Bose Soundanlage und meine Sitzlüftung lieber.

    • Arsene am 03.07.2015 15:43 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber im Auto unterwegs

      Ich gebe Matthias recht. Lieber mehr bezahlen, jedoch Ledersitz, klimatisiert, flexibler, keine nervigen Nachbarn, garantierter Sitzplatz, Audioanlage, keine Verhaltensregeln und wenn jemand im Abteil (Auto) mitfährt, reduzieren sich die Kosten pro Mitfahrer. Diesen Luxus gönn ich mir! Ich bin deshalb froh, dass Herr Meier und gleichgesinnte mit der ÖV unterwegs ist. Ich fördere diesen Gedanken, damit wir weniger Stau haben!

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  • peter k am 03.07.2015 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Störungen

    Es ist schon sehr auffällig geworden, wie viele Störungen und Unfälle im schweizer Schienennetz zu verzeichnen sind

    • Stephan Maluck am 04.07.2015 06:57 Report Diesen Beitrag melden

      Für trägt den die Verantwortung?

      Es ist immer wieder erfreulich zu sehen, dass die SBB doch noch den einen oder anderen Mitarbeiter hat, der in solchen Krisensituationen für den Kunden handelt. Grossartig! Nur die Herren, welche für diese Zustände (immer wiederkehrende Ausfälle, schlechte Wartung, ...) zuständig sind gehören zur Verantwortung gezogen und das nicht zu wenig. Es grenzt an Körperverletzung für mehr als eine Stunde in einem Zug ohne Kühlung eingesperrt zu sein.

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