Terror in Sri Lanka

24. April 2019 19:37; Akt: 25.04.2019 08:34 Print

Familie aus Uster unter den Todesopfern

Bei den Selbstmordanschlägen auf Hotels und Kirchen in Sri Lanka kamen 359 Menschen ums Leben. Unter den Opfern befindet sich auch eine Familie aus dem zürcherischen Uster.

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Kunden, die nicht vorzeitig abreisen wollen, sollen eine sogenannten Enthaftungserklärung unterschreiben. Der Reiseveranstalter hat 24 Kunden vor Ort angeschrieben, um ihnen bei einer schnellen Rückreise zu helfen. Zwei Tage nach den Anschlägen in Sri Lanka hat die Terrororganisation Islamischer Staat die Tat für sich beansprucht. (23. April 2019) Erste Ermittlungsergebnisse der Behörden zeigen: Die Anschläge in Sri Lanka sollen ein Vergeltungsschlag für den Moscheen-Angriff im neuseeländischen Christchurch gewesen sein. Priester und Angehörige tragen einen Sarg vor der St.-Sebastian-Kirche in Negombo. Militärpatrouillen bewachen den Platz vor der St.-Anthony-Kirche. Sri Lanka hat den Notstand ausgerufen. Vor der St.-Sebastian-Kirche in Negombo häufen sich Schuhe von Opfern. Der dänische Milliardär Anders Holch Povlsen und seine Frau Anne trauern um drei ihrer Kinder. Einsatzkräfte am Tag nach der Explosion in der St.-Sebastian-Kirche in Negombo. (22. April 2019) Zwei Tage nach der Serie von Selbstmordanschlägen auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka ist die Zahl der Todesopfer auf 321 gestiegen. Das erklärte die Polizei am Dienstag. 550 weitere wurden verletzt. Eine beschädigte Statue in der St.-Sebastian-Kirche. Die Regierung hat am Dienstag den Notstand ausgerufen. Der Sicherheitsdienst hatte «Informationen»: Sri Lankas Premierminister Ranil Wickremesinghe. (21. April 2019) Polizisten und Bürger versammeln sich vor einer Kirche in Colombo, die Ziel eines Angriffs wurde. Eine verletzte Person wird ins Spital gebracht. Den Einsatzkräften bot sich vor Ort ein Bild des Schreckens. So sieht es nach der Explosion im Innern einer Kirche in Colombo aus. Auch das Luxus-Hotel Shangri-La wurde Ziel eines Angriffs. Sicherheitskräfte vor dem Hotel Shangri-La. Die Schäden lassen die Wucht der Explosion erahnen. In Sri Lanka kam es am Ostersonntag gleich zu mehreren Explosionen. Kirchen und Hotels waren betroffen. Dabei kam es zu vielen Verletzten und mehreren Toten. Kurz nach den Detonationen kursierten auf Twitter erste Bilder. Die Hintergründe sind noch unklar. Die Anzahl der Toten stieg im verlauf des Morgens stetig an. Unter den Opfern sind auch Ausländer. Am frühen Sonntagnachmittag sprach die Polizei von 207 Todesopfern. Betroffen waren ersten Berichten zufolge drei Kirchen in verschiedenen Teilen des Landes, in denen Ostergottesdienste stattfanden, ausserdem drei Luxushotels in der Hauptstadt Colombo. Der Polizei zufolge ereigneten sich die ersten Explosionen alle innerhalb einer halben Stunde. Ein Bild aus dem Innern einer Kirche zeigt die Wucht der Explosion. Zu dem Zeitpunkt feierten die Gläubigen gerade die Ostermesse. Ein Polizist vor der Kirche St. Antonius. Wer hinter den Anschlägen steckt ist noch unklar. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Sri Lanka sind Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten.

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Am Ostersonntag erschütterten mehrere Selbmordanschläge die bei Touristen beliebte Insel Sri Lanka. 359 Menschen wurden dabei getötet, über 500 verletzt. Unter den Opfern ist auch eine Familie aus Uster ZH.

Wie «Züriost» schreibt, hatte sie in Sri Lanka den Aufbau einer Schule für arme Kinder vorangetrieben. Nun wurde bekannt: Das Ehepaar sowie deren zwölfjährige Tochter kamen bei den Anschlägen ums Leben.

Tod im Luxushotel

Die Zeitung zitiert eine Meldung der holländischen Newsplattform AD. Wie diese aus dem Umfeld der Familie in Erfahrung bringen konnte, hielt sich die Familie in einem Luxushotel auf, als sich ein Selbstmordattentäter beim Frühstück in die Luft sprengte. Die Mutter soll sich schon seit längerer Zeit auf Sri Lanka befunden haben, sie sei in die Hauptstadt Colombo gereist, um ihren Mann und ihre Tochter zu empfangen, die nachgereist waren.

Wie «Züriost» weiter schreibt, war die verstorbenen Ende 70er-Jahre als 7-Jährige von einem in der Schweiz lebenden niederländischen Ehepaar adoptiert worden. Sie ging hier zur Schule und absolvierte eine Lehre als Floristin.

Wegen der Schule in Sri Lanka

Mit ihrem Engagement in Sri Lanka wollte sie den indischen Tamilen eine Ausbildung ermöglichen. Geplant hatte sie ein Internat für ca. 30 Kinder. So wurde im Frühjahr 2018 der Grundstein für die Sawariappa School in Gampola gelegt.

Während ihres jetzigen Besuchs wollte sie die Bauarbeiten mitverfolgen und vorantreiben. Wie es mit dem Projekt nach dem gewaltsamen Tod nun weitergeht, ist gemäss der Zeitung völlig offen.


++Update folgt...++

(bee)