Zürich

24. Februar 2011 15:39; Akt: 24.02.2011 16:12 Print

Fassade löste sich - Bauarbeiter verschüttet

Bei Bauarbeiten in Zürich wurde heute Donnerstag ein Arbeiter schwer verletzt. Der Mann wurde von der einstürzenden Fassade teilweise begraben.

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Bei dem Unfall löste sich ein Grossteil der Fassade und begrub einen Bauarbeiter unter sich. (Annette Hirschberg/20 Minuten Online)

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Das Unglück ereignete sich um zirka 13.30 Uhr. An der Freiestrasse 48 im Zürcher Kreis 7 war ein Bauarbeiter mit Vorbereitungsarbeiten in einem mehrstöckigen Haus beschäftigt, als sich plötzlich der Balkon des Gebäudes im dritten Obergeschoss löste. Der Mann stürzte darauf mit dem Balkon acht bis neun Meter in die Tiefe, wie die Stadtpolizei Zürich auf Anfrage sagte. Gleichzeitig lösten sich fast die gesamte Fassade dieser Hausseite und sackte in die Tiefe. Der 54-jährige Portugiese wurde unter vom den Fassadeteilen und dem Balkon teilweise verschüttet.

Laut einem Augenzeugen war der Mann bis über die Brust begraben. Es dauerte rund eine halbe Stunde, bis der Bauarbeiter aus seiner misslichen Lage befreit werden konnte. «Mit Hilfe von Hebekissen konnte er schliesslich aus dem Schutt geholt und ins Spital gebracht werden. Er erlitt zahlreiche Knochenbrüche», sagt Mediensprecher Marco Bisa. Die Verletzungen seien aber bis jetzt nicht lebensbedrohlich.

Der Mann zog sich laut Polizeiangaben Verletzungen an den Beinen zu. Er wurde ins Spital gebracht. Die Ursache für den Balkoneinsturz ist noch unklar. Das Haus ist derzeit unbewohnt. Die Baufirma hatte bereits mit dem Abbruch begonnen. «Im Moment können wir nicht sagen, was zum Abbruch geführt hat», sagt Bauführer Daniel Ramp. Man habe die Regeln der Statik eingehalten. «Das Haus war auch massiv gebaut. Die Untersuchungen müssen jetzt die Ursachen klären», so Ramp. Bis die Statiker die weitere Einsturzgefahr abgeklärt haben, bleibt die Freiestrasse beim Haus gesperrt.

(meg)