Wasserknappheit

12. Januar 2016 10:52; Akt: 12.01.2016 10:52 Print

Fehraltorfer sollen auf Vollbäder verzichten

In Fehraltorf ist das Trinkwasser wegen des Hitzesommers knapp. Es gibt weitere Zürcher Gemeinden mit diesem Problem.

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Die Gemeinde Fehraltorf ruft ihre Bürger zum Wassersparen auf. (Bild: Google Streetview )

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Auf Vollbäder und Autowaschen sollen die Bewohner von Fehraltorf ZH derzeit verzichten, bereits im Dezember hat die Gemeinde dazu aufgerufen. Zudem wurden alle öffentlichen Brunnen, die am Netz der öffentlichen Wasserversorgung hängen, abgeschaltet. Grund ist ein Engpass bei der Trinkwasserversorgung wegen des Hitzesommers, wie Bereichsleiter Werke Thomas Wylenmann zum «Zürcher Oberländer» sagt: «Durch die ausbleibenden Niederschläge stieg der Wasserverbrauch in Landwirtschaft und Privathaushalten.»

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Gleichzeitig seien durch den fehlenden Regen die Reserven nicht mehr aufgefüllt worden: «Viele Quellen lieferten kaum noch Wasser, und auch der Grundwasserspiegel ist markant niedriger als in den letzten Jahren», so Wylenmann. Die Gefahr, dass das Trinkwasser ganz ausgeht, habe aber niemals bestanden: «Wir sind mit anderen Gemeinden gut vernetzt und können notfalls auch auf Lieferungen von ausserhalb zurückgreifen.» Schon seit Dezember bezieht die Gemeinde Wasser vom benachbarten Gruppenwasserverbund. Es gehe derzeit vor allem darum, die eigenen Ressourcen zu schonen, vor allem im Hinblick auf den Winter.

Auch in Schlatt und Wildberg wurde das Wasser knapp

Denn wenn die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken, sickern die Niederschläge laut Wylenmann nicht mehr bis ins Grundwasser, sondern bleiben als Schnee an der Oberfläche liegen. Obwohl es in den letzten Tagen geregnet habe, löse sich das Problem nicht über Nacht: «Bis die Quellen wieder laufen, dauert es zwar nur etwa zwei Tage, aber die Einsickerzeit für Grundwasser beträgt rund einen Monat.»

Fehraltorf ist nicht die einzige Gemeinde im Kanton Zürich mit diesem Problem. So hat die Gemeinde Schlatt im letzten November gar den Notstand ausgerufen und sich mit einem Tankwagen Wasser anliefern lassen. Derzeit versiegen auch in Wildberg die Quellen. Immerhin konnte die Gemeinde Wasser aus dem Tösstal zukaufen.


(som)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Forster am 12.01.2016 11:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wasser sparen

    Man sollte doch grundsätzloch immer auf seinen Wasserverbrauch achten. Man sollte jedoch schon bei den Neubauten damit beginnen. Das Regenwasser sollte zwingend gesammelt werden und gefiltert als Spülwasser fürs WC gebraucht werden. Damit könnte man schon seh viel Wasser einsparen.

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  • arielle am 12.01.2016 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    unsere Zukunft

    wenn wir noch mehr Leute in unser Land hineinstopfen wird ALLES immer knapper werden.

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  • Damian am 12.01.2016 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Woran liegt es?

    Einwohnerzahl Fehraltdorf Dez. 2008= 5208. Dez. 2014 = 6309. Könnte dies eventuell das Problem erheblich verschärfen? Trockene Hitzesommer gab es auch früher schon. Wassermangel eher nicht!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bla Bla am 13.01.2016 01:38 Report Diesen Beitrag melden

    Da lenkt jemand uns von etwas ab

    Oh gibt bitte Nestle alle Vollmachten. Erst dann haben wir kein Wasser mehr. ^^

  • Mel S am 12.01.2016 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gibt es nichts Schlimmeres?

    Wir alle haben keine Ahnung was Wasser sparen wirklich heisst. Meckern hier über Pools, Vollbäder und Autowäsche. Das ist zum Schreien. Hatte hier einer mal Durst und keinen Zugang zu Wasser?

  • oja am 12.01.2016 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    beobachtet nur!

    ich möchte mal sagen das eifach dringend von den riesigen schwimmbeckis ein verbot ausgesprochen wird! ansonsten bei verstoss mit busen rechnen!

    • werner toblet am 12.01.2016 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @oja

      das wasser im schwimmbad wird einmal im jahr gewechselt. also so schlimm ist das wohl nicht.

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  • Silvia Bachofner am 12.01.2016 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist dss Problem

    Für Vollbäder liegt der Pfäffikersee in der Nähe, mit ÖV erreichbar.

  • Damian am 12.01.2016 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    Woran liegt es?

    Einwohnerzahl Fehraltdorf Dez. 2008= 5208. Dez. 2014 = 6309. Könnte dies eventuell das Problem erheblich verschärfen? Trockene Hitzesommer gab es auch früher schon. Wassermangel eher nicht!

    • ruth am 12.01.2016 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Damian

      Da hätte die gemeinde 6 jahre zeit gehabt, die infrastruktur anzupassen.

    • Verschiedene Faktoren am 12.01.2016 13:00 Report Diesen Beitrag melden

      Doch, gab es auch

      z.B. in den 70ern. Die Einwohnerzahl unseres Dorfes war knapp 900. Mit den schmelzenden Gletschern geht eben auch ein wichtiges Wasserreservoir verloren. Unter den Menschen gibt es leider auch richtige Wasserverschwender nach dem Moto: Es hat ja genug.

    • Werner Funke am 12.01.2016 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ruth

      Mehr Bewohner bringen halt nicht automatisch mehr Steuergelder, damit die Infrastruktur ausgebaut werden kann. Viele "Schutzbedürftige "werden Lebenslang auf unsere Kosten leben.

    • Gebühren am 13.01.2016 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Werner Funke

      Lieber Herr Funke. Eine Wasserversorgung wird immer über Gebühren und nie über Steuern finanziert.

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