Hauptbahnhof Zürich

19. September 2016 09:34; Akt: 19.09.2016 11:56 Print

Flüchtlinge betreiben die neue Velostation

Die Asylorganisation Zürich wird künftig die Velostation Süd am Hauptbahnhof betreiben. Sie hat sich als Einzige auf die Ausschreibung der Stadt beworben.

storybild

Ab Sommer 2017 werden Velos am HB unterirdisch parkiert. (Bild: Keystone/Petra Orosz)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Zwischen den Perrons und dem Sihlpostgebäude baut die SBB die unterirdische Velostation Süd: Sie wird 1700 Abstellplätze für Velos und E-Bikes bieten und soll nächsten Sommer eröffnet werden.

Umfrage
Stellen Sie Ihr Velo oft beim HB ab?
13 %
14 %
73 %
Insgesamt 390 Teilnehmer

Zur Suche eines geeigneten Betreibers hatte das Tiefbauamt der Stadt Zürich das Projekt Anfang Jahr öffentlich ausgeschrieben. Beworben hat sich laut der «NZZ» nur die Asylorganisation Zürich (AOZ): Sie wird sich bis zum Jahr 2022 um Betrieb und Unterhalt der Velostation kümmern.

Für Private unattraktiv

Dies an 365 Tagen während 24 Stunden – von 8 bis 20 Uhr wird jeweils Personal anwesend sein. Deshalb hätten sich höchstwahrscheinlich auch keine Privaten beworben, sagt AOZ-Projektleiter Florian Jenzer. Mit normal bezahltem Personal sei der Betrieb schlicht zu teuer.

Die AOZ plant den Einsatz von insgesamt 15 Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen oder vorläufig aufgenommenen Personen – angeleitet werden sie von zwei Fachleuten. Jenzer: «Der Einsatz dauert sechs bis zwölf Monate.» Zu den Aufgaben der Teilnehmer werden etwa der Verkauf von Abos oder kleinere Reparaturen gehören. Für die Programmkosten kommen die Sozialdienste der Wohngemeinden auf.

(ced)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mauro Traminn am 19.09.2016 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Bewerber

    .. Und die 2 Fachleute (wahrscheinlich hochbezahlte Sozialarbeiter) bekommen keinen Lohn? Bin mir sicher das diese Arbeit auch ein Schweizer/In , der vlt Lernschwach ist, diese Arbeit machen könnte. Aber eben, damit kann man halt nicht brillieren!

    einklappen einklappen
  • Bruno am 19.09.2016 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Scheinjobs

    Ich finde das schon Ok, wenn Sie so arbeiten können. Aber sind wir mal ehrlich das sind Männer auf einem Hof sehe ich Sie besser. Den Bauern würde das helfen.

    einklappen einklappen
  • No Bike am 19.09.2016 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    was soll das?

    was soll das? ist doch keine Aufgabe der Stadt den Betrieb eines Veloverleih zu bezahlen

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bäumi am 19.09.2016 14:15 Report Diesen Beitrag melden

    Genau so fängt es an

    Genau. Und das ist der Anfang von Billigarbeitskräften. Gewisse Firmen sind schon ganz scharf drauf.

  • René Bartli am 19.09.2016 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    ...irgendwie ist der Wurm drin.

    Jemand bietet ein Angebot/Produkt an, welches in der Theorie und Praxis unrentabel und deshalb nicht realisierbar ist. Aber... man kann ja Asylbewerber oder Flüchtlinge einsetzen... hmm. Ich denke das war von Anfang an schon so geplant. Die Sozi-Industrie hat sich in der Vergangenheit einen festen Platz in der Schweizer Wirtschaft "erarbeitet", d.h. sie ist auch ein "Player im Game" und Teil einer ökonomischen Strategie.

  • Mona am 19.09.2016 11:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich finds gut.

    Ich finde das ja göttlich, wie immer alle schreien, sie sollen was für die Gesellschaft tun und arbeiten, aber sobald sie arbeiten, heissts, sie nehmen uns die Jobs weg. Steht ja sogar klar und deutlich, dass niemand sonst sich dafür beworben hat, wo liegt also das Problem?

    • Peace am 19.09.2016 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mona

      Finde ich sehr schön. Ich persönlich hätte sogar sehr gerne mehr Aktivitäten, wo Flüchtlinge integriert wären. Oder Anlässe um sich mit Flüchtlinge auszutauschen. Wir haben Flüchtlinge als Nachbarn und habe absolut nichts negatives zu berichten. Sie benehmen sich sehr anständig. Leider werden sie vom Kanton geschützt und wir können nicht mal Kuchen vorbei bringen und einen schönen nachmittag verbringen.

    einklappen einklappen
  • marko 31 am 19.09.2016 11:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeit  

    Arbeit tut flüchtlingen gut

    • Seppetoni am 19.09.2016 12:15 Report Diesen Beitrag melden

      arbeit?

      naja ob man das als Arbeit bezeichnen kann? Wohl eher Beschäftigungstherapie innerhalb der Sozialindustrie. Schick sie die Landwirtschaft als Erntehelfer, oder zum Alpöhi in die Berge.

    einklappen einklappen
  • Sem Mann am 19.09.2016 11:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeitn ja! Aber,

    Asylbewerbern sollten nur gemeinnützige Arbeit verrichten dürfen. Also zum Beispiel solche Jobs die Zivildienstleistende verrichten. So wäre sicher keine Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.

    • Mina Burgener am 19.09.2016 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sem Mann

      Das ist ein Einsatzprogramm, sie verdienen kein Geld; trotz ehrlicher Arbeit!

    • Ehringer am 19.09.2016 13:44 Report Diesen Beitrag melden

      @Sem Mann

      Sie sind ja auch keine Konkurrenz. Hat sich ja offenbar kein anderer bewerben wollen, also damit wohl selber schuld.

    einklappen einklappen