Gebäude evakuiert

25. Februar 2012 16:04; Akt: 25.02.2012 16:04 Print

Flugpassagier löst Grossalarm in Zürich aus

Sein Verhalten bei der Sicherheitskontrolle war so auffällig, dass wegen des 52-Jährigen ein Alarm ausgelöst wurde. Das Terminal wurde sofort evakuiert, der Mann verhaftet.

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Die Passagiere von rund 20 Flügen mussten Verspätungen in Kauf nehmen. Laut dem Flughafen zeigten sie sich verständnisvoll. (Bild: Leser-Reporter)

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Ein Reisender hat am Samstagmittag mit seinem Verhalten bei einer Sicherheitskontrolle im Flughafen Zürich Grossalarm ausgelöst. Der 52-jährige Schweizer konnte kurze Zeit später verhaftet und überprüft werden.

Kurz nach 12 hatte der Mann die Sicherheitskontrolle im Sicherheitskontrollgebäude am Flughafen Zürich passiert, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte. Sein Gepäck wurde nach der Röntgenüberprüfung auf ein separates Förderband gelegt und sollte noch genauer kontrolliert werden. Von dort nahm der Mann sein Gepäckstück und entfernte sich in unbekannte Richtung.

In der Bar verhaftet

Das Sicherheitspersonal löste umgehend Alarm aus und leitete die Fahndung nach dem Unbekannten ein. Dieser konnte schliesslich bei einer Bar angetroffen und verhaftet werden. Der Inhalt des Reisegepäcks war ungefährlich, wie die Überprüfung zeigte.

In der polizeilichen Befragung konnte der 52-jährige Schweizer sein Verhalten nicht erklären. Er berief sich auf ein Missverständnis. Ob sein Verhalten strafrechtliche Konsequenzen haben wird, wird abgeklärt. Er wurde aus der Haft entlassen.

Verspätungen bei rund 20 Flügen

Flughafen-Sprecher Mark Zajfert sprach gegenüber 20 Minuten Online von einem Standardprozess. Man könne durchaus von einer Evakuierung reden, wie dies Leser-Reporter berichteten. Die Passagiere hätten sich verständnisvoll gezeigt: «Uns ist jedenfalls nichts Negativs zu Ohren gekommen», sagte Zajfert.

Vom Alarm waren rund 20 Flüge betroffen. Sie konnten erst mit leichten Verspätungen von zwischen fünf und 55 Minuten abheben.

(rme/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Benjamin Franklin am 26.02.2012 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Freiheit vs. Sicherheit

    "Diejenigen, die bereit sind grundlegende Freiheiten aufzugeben, um ein wenig kurzfristige Sicherheit zu erlangen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit."

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  • Hans meier am 25.02.2012 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Paranoid 

    Die Paranoia in diesem Land nimmt ja schon fast amerikanische Züge an.

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  • Tourist am 25.02.2012 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja ja ja

    so und bei wem liegt jetzt der Fehler? Bei dem Mann der seinen Koffer nach der Kontrolle genommen hat und dachte es sei alles in Ordnung oder beim Sicherheitspersonal das den Koffer nicht beobachtet hat?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • christine anliker am 27.02.2012 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit?

    Ich bin stets darauf bedacht mich nicht gegen die Regeln zu verhalten und mich kooperativ zu zeigen. Ich fahre damit gut und schnell! Ich wurde auch schon kontrolliert....... aber es ging wegen kooperation immer schnell. Das einzigemal aber als ich im Kinderwagen meiner Zwillinge einen Apfel hatte für den Zvieri und hein Haushaltsmesser welches ich ohne gross zu denken und und total gewohnheitsmässig einpackte, bin ich weder kontrolliert worden noch sonst was. der Kinderwagen pipt ja eh wegen des Metalles....... soviel zur Sicherheit!!

  • Mr. T am 27.02.2012 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    luege, lose, LAUFE

    also ich würde ALLEN hier (die das sicherheitspersonal verurteilen) raten, sich zuerst genau zu überlegen oder am besten zu INFORMIEREN warum und wieso, dass das sicherheitspersonal so arbeiten muss und welche gesetzt gelten (denn Hintergrund herausfinden). dann würden wir uns sicher einige Kommentare ersparen, die ein Schleudertrauma verursachen könnten...

  • Luci am 27.02.2012 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Ahnung...

    Lasst doch einfach das Kommentieren wenn ihr von der Sache keine Ahnung habt!!! Das Sicherheitspersonal leistet hervorragende Arbeit unter teilweise sehr schwierigen Bedingungen. Leider schalten die Passagiere wirklich das Hirn aus, sobald sie den Flughafen betreten. Ich hoffe der fehlbare Passagier wird entsprechend gebüsst.

  • Ervin Azirovic am 27.02.2012 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Also es war so...

    ...ein Mann ist einfach durch die Sicherheitskontrolle gerannt und die Sicherheitsleute der KAPO durften ihn nicht festhalten, da sie eben Sicherheitspersonal der KSPO sind und keine Polizisten. Die Sicherheitsleute besitzen allerdings auch keine Schusswaffen. Der Mann wurde kurz darauf in einer Sport-Bar verhaftet und im Umkreis von ca. 10 Metern wurde alles abgeriegelt. Ein Bomb-Squad war sogar da um sein Gepäck zu öffnen. Arbeite am Flughafen und habe alles von nähster nähe beobachtet ;)

  • Vielflieger am 26.02.2012 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaugliche Beiträge

    Jede Person, welche einigermassen klar zu denken vermag weiss, wenn ein Gepäckstück nach dem X-Ray auf dem normalen Förderband liegt, kann man es nehmen und weiter gehen. Wenn dieses aber durch das Sicherheitspersonal entfernt und woanders deponiert wird, hat man einfach zu warten. Klar ist es etwas befremdend, dass ein Passagier sein separiertes Gepäckstück einfach ungehindert mitnehmen kann. Dies entschuldigt bzw. legalisiert aber nicht das Verhalten des Passagiers. Er trägt die Hauptschuld.

    • ehem. Kunde in ZRH am 28.02.2012 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      das Personal trägt die Hauptschuld.

      Ja, viele Kommentare sind gelinde "daneben", richtig. ABER: das Personal separiert ein Gepäckstück; der Passagier kommt (ungehindert) da ran, kann es nehmen, und geht. In der ganzen Zeit kein einziger Kontrolleur, der erklärt "warten Sie - benötigt weitere Untersuchung"? Der merkt, wie der, der genauer untersucht werden soll, einfach geht?! ..VIELFLIEGER wissen wie die Kontrollen ablaufen; jemand der ev. alle 3/5 Jahre in den Urlaub fliegt, weis das nicht. DEM ein Fehlverhalten zu unterstellen weil die Kontrolleure gepennt (und nicht kommuniziert) haben ist ebenfalls: unglaublich!

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