Zürich

13. Mai 2018 18:28; Akt: 29.05.2018 10:23 Print

Formel-E-Rennen soll 14 Mio Franken kosten

Formel-E Fans blicken bereits gespannt auf den 10. Juni. Dann findet das erste Autorennen durch Zürich statt. Und das wird teuer: Der Anlass soll 14 Millionen Franken kosten.

Rauchende Reifen in der Innenstadt von Zürich: Sébastien Buemi fährt mit dem Formel-E-Boliden vom HB bis zur ETH. (Video: Tamedia / 20 Minuten / Goodmeat)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Motorsportfans sind jetzt schon aus dem Häuschen: Am 10. Juni findet das erste Autorennen durch die Zürcher Innenstadt statt. Aber bis die Elektroboliden auf der knapp 2,5 Kilometer langen Rennstrecke im Gebiet Mythenquai und Alfred-Escher-Strasse ihre Runden drehen können, müssen zunächst zahlreiche Vorkehrungen getroffen werden.

Umfrage
Werden Sie sich das Formel-E-Rennen am 10. Juni anschauen?

Neben den Verkehrsinseln, die auf der Rennstrecke entfernt werden müssen, wird auch der Asphaltbelag an gewissen Stellen um einige Zentimeter erhöht. Zudem werden aus Sicherheitsgründen 4,5 Meter hohe Wände die Strecke begrenzen. Auch der Bau von Tribünen, Zuschauerüberführungen und Fahrerlager erfordert viel Aufwand, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Es werden keine Steuergelder benötigt

Nun wurde bekannt, was der ganze Spass kosten soll: Satte 14 Millionen Franken müssen die Organisatoren zahlen – dazu gehöre auch Polizeiarbeit für die Sicherheit. Rennchef Pascal Derron wollte gegenüber der «NZZ am Sonntag» den genannten Betrag jedoch weder bestätigen noch dementieren.

Diese Aufwendungen würden zwar einen grossen Teil des Budgets ausmachen, aber man habe Sponsoren, die dafür aufkommen und es werden keine Steuergelder dafür verwendet. Zudem sei man darauf bedacht, «die Vorbereitungsarbeiten so ruhig und stadtverträglich wie möglich zu gestalten», so Derron. Die Bevölkerung soll erst zwei Wochen vor dem Rennen etwas von den Vorkehrungen mitbekommen.

«Ein Autorennen mitten in der Stadt zeitigt grosse Auswirkungen»

Kritischer sieht es Markus Knauss, grüner Gemeinderat und Co-Geschäftsführer des VCS Zürich: «Ein Autorennen mitten in der Stadt zeitigt grosse Auswirkungen.» Nicht nur, dass die Kulisse der Stadt missbraucht werde, mit solchen Events würden die Anwohner der Innenstadt noch mehr belastet. Es leuchte ihm nicht ein, «warum die Veranstaltung nicht auf dem Flugplatz Dübendorf durchgeführt wird», so Knauss.

Die Veranstalter lassen sich aber ihre Vorfreude nicht trüben. Sie sind zuversichtlich, dass der Event ein Erfolg wird und rechnen mit über 10'000 Zuschauern. Zwar sind schon alle Tribünentickets ausverkauft, aber es gibt am Renntag 10'000 weitere Stehplätze rund um die Strecke, die kostenlos angeboten werden.


(mon)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sandro S. am 13.05.2018 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grün..

    Hauptsache immer die Grünen die was zu bemängeln haben. E-Formula ist auch nicht gut. Ich frag mich was diese Partei für einen Mehrwert bringt. Anstatt immer nur zu reklamieren könnten Sie auch mal was für die Attraktivität der Schweiz bei steuern. Aber Hauptsache Velowege durch ganz zürich fordern.. Na super

    einklappen einklappen
  • Roger am 13.05.2018 19:05 Report Diesen Beitrag melden

    Positives

    An alle die sich darüber aufregen, es hat auch positives! Die Schlaglöcher etc werden ausgebessert und ganze Strassenteile neu asphaltiert und das mit keinem Franken Steuergeld.

    einklappen einklappen
  • alex schlachter am 13.05.2018 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sprachlos

    grün und etwas gegen e- mobilität . wie geht das?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel Ming am 09.06.2018 09:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu teuer

    Eintrittskarte viel zu teuer was soll das. Nur für Luxus Leute das ist eine Frechheit.

  • Thomas am 02.06.2018 02:47 Report Diesen Beitrag melden

    Hört sich doch gut an

    1 mal im Jahr ist doch ok und kostet auch nichts. Lasst uns lieber die Streetparade beerdigen die ist bestimmt umweltschädlicher, teurer und lauter als die Formel E.

  • Cavi33 am 14.05.2018 09:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Entweder baut man eine Rennstrecke in der Region von Grund auf neu oder man lässt das Ganze. Für die Stadt ist meiner Meinung kein Mehrwert zu sehen ausser viele Umbauten und Rückbauten, da bleibt immer was an Kosten bei der Stadt hängen.

  • A.a. am 14.05.2018 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Cool

    Im Bündnerland wäre der Aufwand bestimmt kleiner. Da keine "Grossstadt" abgeriegelt werden müsste. Aber wird bestimmt Super.:)

  • Marco am 14.05.2018 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Supper!

    Ich wohne in der Innenstadt und freue mich aufs Rennen!