Petition

04. Juli 2018 13:48; Akt: 04.07.2018 17:26 Print

Formel-E-Gegner sammeln fast 2500 Unterschriften

Der Widerstand gegen eine weiteres Formel-E-Rennen wird konkret. Die Gruppe «Formel E Ade» sammelte in drei Wochen fast 2500 Unterschriften.

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In drei Wochen kamen 2471 Unterschriften gegen ein weiteres Formel-E-Rennen in Zürich zusammen. Die Petition fordert, dass Autorennen auf dem ganzen Stadtgebiet verboten werden. Der grösste Teil der Unterschriften stamme von Anwohnern und Gewerblern aus dem Quartier Enge, teilte die Gruppierung «Formel E Ade» am Mittwoch mit.

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Die mehrwöchige Auf- und Abbauphase steht nach Ansicht der Anwohner in keinem Verhältnis zu einem eintägigen Anlass mit einstündigem Rennen, das am 10. Juni zum ersten Mal stattgefunden hat. Es gebe keinen Platz in der Enge für einen solchen Anlass, sagten Vertreter des Komitees vor der Übergabe bei einer Aussprache mit Stadträtin Karin Rykart (Grüne).

Knapp 2500 Unterschriften gesammelt

Ein Vertreter des Quartiervereins Enge gab an, bei einer Umfrage unter seinen Mitgliedern hätten sich 78 Prozent ablehnend geäussert. Andere wiesen darauf hin, dass die Menschen in der Enge bereits Silvesterfeuerwerk, Marathon, Triathlon, Ironman, Streetparade und das alle drei Jahre stattfindende Zürifäscht erdulden müssten.

Die Gruppierung der Anwohner gab die Unterschriftenzahl offiziell mit 2471 X an. Das X stehe für eine unbekannte Zahl an Unterschriften, die der Gruppe aus einem aufgebrochenen Briefkasten gestohlen worden seien.

Rückmeldungen sollen einfliessen

Rund 100'000 Besucherinnen und Besucher waren zum Formel-E-Rennen und dem dazugehörigen Rahmenprogramm im Enge-Quartier gekommen. Schon im Vorfeld war der Event umstritten.

Vor dem Entscheid über eine weitere Austragung wollen die Behörden den diesjährigen Anlass auswerten, wie sie nach dem Rennen ankündigten. Diese Auswertung soll im Herbst vorliegen. Berücksichtigt werden laut Stadtregierung auch die Quartierbelastung und die Rückmeldungen aus der direkt betroffenen Bevölkerung.

Die Organisatoren budgetierten für den Event rund 15 Millionen Franken. Darin waren auch Abgeltungen an die Stadt Zürich enthalten. Denn die Stadtregierung knüpfte die Bewilligung für die erste Austragung des Rennens unter anderem an die Bedingung, dass der Stadt keine Kosten entstehen dürfen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Andy am 04.07.2018 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Anlass gut, Ort schlecht

    Warum nicht den Flughafen Dübendorf zur Rennstrecke machen?

  • TommyM am 04.07.2018 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleiche Regeln für alle!

    Die Auflage dass der Stadt keine Kosten entstehen würde ich gerne an einer Fussball Veranstaltung sehen...

  • tttk am 04.07.2018 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf-/Abbau

    Der Auf- under Abbau muss schneller gehen. Natürlich plant man beim ersten Mal genügend Zeit ein. Nächstes Mal wird es schneller gehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • arno am 04.07.2018 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum Zürich?

    Warum muss dieses Rennen unbedingt in Zürich stattfinden, es gibt andere Städte und warum nicht ausserhalb der Stadt?

  • Mani Motz am 04.07.2018 18:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ziemlich wenig

    was sind schon 2500 Unterschriften zu den 100000-tausenden die daran Freude hatten.

  • Damorand am 04.07.2018 17:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spielverderber

    Diese Wutbürger wieder. Und nein, ich selbst hätte kein Problem mit einem Rennen vor meiner Haustür, denn ein wenig Offenheit und Publicity schadet der sonst so abgeschotteten und überpingeligen Schweiz auch nicht.

  • Detlef am 04.07.2018 17:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neinsager

    Zürich hat Anlässe die man durchaus absagen könnte. Formel E ist aber ein Bekenntnis zur Zukunft. Wie kann man da nur Nein sagen?

    • Jean110 am 04.07.2018 19:11 Report Diesen Beitrag melden

      @Neinsager/ Prinzip

      Formel-E oder X, Y, Zukunf oder nicht, für diese "Genossen" es sind AUTOS und nicht ÖV

    einklappen einklappen
  • Andy am 04.07.2018 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Anlass gut, Ort schlecht

    Warum nicht den Flughafen Dübendorf zur Rennstrecke machen?