Unispital Zürich

22. Juli 2019 10:28; Akt: 22.07.2019 17:06 Print

Fuchs attackiert schlafende Patientin

Ein Fuchs hat sich vergangene Woche ins Unispital Zürich geschlichen und eine Patientin attackiert. Die Frau kam mit leichten Bissverletzungen davon.

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Eine Patientin ist vergangene Woche im Universitätsspital Zürich von einem Fuchs überrascht worden. Der Fuchs gelangte in der Nacht über eine offene Balkontür ins Zimmer und attackierte die schlafende Patientin, wie Tele Top berichtet. Die Frau kam mit einer leichten Bissverletzung davon.

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Das Unispital Zürich bestätigt den Vorfall auf Anfrage der TV-Station. «Vor einigen Tagen konnte ein Fuchs in ein Zimmer gelangen und hat eine schlafende Patientin am Arm gepackt», sagt Sprecherin Cindy Mäder. Was genau passierte, ist unklar. Vermutlich sei ihr Arm über den Bettrand runter gehangen, sagt Mäder. Die Wunde sei desinfiziert worden und der Patientin wurden Antibiotika verabreicht. Diese sei mit einem Schrecken davongekommen. Mäder: «Es war aber wirklich ein unglücklicher Zufall».

Wildtiere nicht füttern

Man habe nach dem Vorfall den zuständigen Wildhüter informiert. Intern habe man darauf hingewiesen, dass die Fenster und Türen über Nacht geschlossen werden müssen. «Es gibt sehr viele Stadtfüchse», sagt Mäder.«Wir weisen Personen, die sich draussen verpflegen, deshalb darauf hin, dass sie die Tiere auf keinen Fall füttern sollen». Im Spitalpark seien deshalb auch ausschliesslich geschlossene Abfalleimer montiert.

Laut Lukas Handschin, Sprecher von Grün Stadt Zürich, verlieren die Tiere die Scheu vor Menschen, wenn sie gefüttert werden. Deshalb sollte man das unterlassen. Komme das Tier den Menschen wieder so nah, müsse man weitere Massnahmen in Erwägung ziehen. «Man versucht den Fuchs zu vergrämen, und wenn das nicht hilft, ist Schiessen die einzige Lösung – obwohl man das nicht gern macht», sagt Handschin zu Tele Top.

Fuchsbestand nimmt tendenziell ab

Sein Kollege Marc Werlen gibt gegenüber 20 Minuten an, dass man grundsätzlich bei Spitälern gegenüber von Häusern keine Häufung von Fuchs-Besuchen verzeichnet. «Füchse leben in der Stadt Zürich im Wald und im Siedlungsgebiet. Sie leben überall dort, wo sie Schutz und Futter, also einen Lebensraum finden».

Es bestehe jedoch die Gefahr, dass bei Spitälern, wo es mehr Menschen als an anderen Orten gibt, Wildtiere angefüttert werden. Dadurch würden die Tiere ihre natürliche Scheu verlieren und auffälliger werden. Eine Fuchsplage scheint der Stadt Zürich aber nicht bevorzustehen. «Aktuell nimmt der Bestand aufgrund der Fuchsräude tendenziell wohl eher ab», so Werlen.

Keine Vorfälle im Hirslanden

Gemäss Tele Top sind Füchse schon vor dem Vorfall den Unispital-Mitarbeitern bedrohlich nah gekommen. Im Hirslanden dagegen gab es bisher noch nie einen Vorfall mit Wildtieren, wie Sprecherin Martina Hirschi zu 20 Minuten sagt. Hirschi: «Dies kann unter anderem darauf zurückgeführt werden, dass wir keine Patientenzimmer direkt im Parterre haben».


(maz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dave74 am 22.07.2019 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Dilemma

    Ist das nicht das Spital, in dem man mit nächtlichem Lüften der Hitze entgegnen will?

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  • Legion am 22.07.2019 10:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit ?

    Wenn da schon ein Fuchs reinkommt möchte ich nicht wissen wie es mit Kriminellen aussieht, irgendwie gibts in diesem Spital keine Sicherheit ?

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  • Lurchi am 22.07.2019 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich

    Der Laden kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alternative für die Schweiz am 23.07.2019 20:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dachs im Kantonsspital Chur

    Unglaublich, das selbe, oder ähnliches hat sich im Kantonsspital Chur abgespielt, dort soll ein überdimensionierter Dachs, der sich via Eingangstor Zutritt verschafft haben, einen Arzt und eine Krankenschwester massiv bedroht haben, und wisst ihr wo?? Im Personen Lift! Das Personal hat versucht herauszufinden, wie dieser Frechdachs in den Lift gekommen sei. Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Überwachungskameras werden noch ausgewertet! Es soll verletzte gegeben haben, zu allem Übel kommt hinzu, daß der Dachs nicht gegen Tollwut geimpft war! :)

  • Matos am 23.07.2019 07:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ceko

    Macht das sin? Ein ausgewachsener mänsch ist etwa 1'65m-2'00m ein asgewachsener fuchs hingegen nur 55cm hahaha also bitte das ist schon etwas ganz anderes.

  • alexa am 22.07.2019 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gutenabend

    in der letzten Zeit habe ich Fuchs Kot auf Trottwars gesehen an verschiedenen orten.

  • Neumann am 22.07.2019 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finger zeig

    Wahrscheinlich wurde der Fuchs durch die Schlachtabfälle angelockt, die immer mal vor den OPs herumliegen können oder in den OPs und Stationszimmern liegengelassen wurden.

    • nicht dich Neumann! am 22.07.2019 23:34 Report Diesen Beitrag melden

      selbst Füchse sind Gourmets

      @Neumann: Wohl eher die Überbleibsel unserer Wohlstandsgesellschaft. Haben Sie eine Ahnung von unserer Wegwerfgesellschaft? Die macht auch bei den Patienten nicht halt.

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  • Füchsu vomLand am 22.07.2019 18:19 Report Diesen Beitrag melden

    So ein Süsser

    Ist doch normal, dass ist eben die Artenvielfalt. Wenn etwas gegen den Wolf geschrieben wird bekommen gewisse Regionen ihr fett weg. Aber ein armer alleine herumziehender Fuchs wo nur ein wenig Nähe sucht ist nicht geduldet. Ich verstehe das nicht.

    • Neumann am 22.07.2019 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Füchsu vomLand

      Jöööö. Streicheln, kuscheln, Wärme geben...

    • Friedlinde am 22.07.2019 19:43 Report Diesen Beitrag melden

      @Neumann

      Das ist den Schlaufüchsen vom Waldrand doch nicht unbekannt.

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