Pfäffikon ZH

29. Juni 2017 20:04; Akt: 29.06.2017 20:04 Print

Fuchs beisst schlafende Kinder

Ein Fuchs schlich in einen Garten und attackierte zwei Kinder. Laut der kantonalen Jagdverwaltung habe sich das Tier nur verteidigen wollen.

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Ein Fuchs schlich sich in Pfäffikon ZH in einen Garten und überraschte zwei Buben, die auf der Terrasse schliefen. (Bild: Keystone/AP/Sergei Grits (SYMBOLBILD))

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Zwei Buben im Alter von 12 und 14 Jahren schliefen am Samstag, 17. Juni, friedlich daheim auf der Terrasse, als es plötzlich ein schreckhaftes Erwachen gab. «Es ging alles ziemlich schnell. Ich konnte kaum glauben, was passiert war», sagt Vater Roger Kornmayer zu «Regio.ch».

Er vermutet, dass ein Fuchs, der immer wieder mal im Garten vorbeischaut, an der Hand seines älteren Sohnes geschnüffelt habe und dieser dann aufwachte. «Er bewegte die Hand, worauf der Fuchs erschrak und ihn biss», so Kronmayer. Der Fuchs sei danach aber nicht etwa verschwunden, sondern habe auch noch den jüngeren Sohn in die Hand und beidseitig in die Schulter gebissen. Anschliessend gelang es dem grossen Bruder, den Fuchs zu verscheuchen, und die Kinder rannten umgehend ins Haus.

Am nächsten Tag ins Kinderspital

«Die Wunden waren nicht tief, aber die Kinder hatten einen echten Schrecken», so der Vater. Er habe seine Söhne verarztet und ins Bett gebracht – danach rief er das Kinderspital an, wo man ihn beruhigte: «Sie sagten mir, dass Tollwut ausgestorben sei und die Bisse darum keine schlimmen Folgen haben könnten», sagt Kronmayer. Um auf Nummer sicher zu gehen, seien sie am nächsten Tag aber trotzdem im Spital vorbeigegangen, wo die Söhne eine Starrkrampf-Impfung erhalten hätten. Zudem informierte eine Nachbarin den Wildhüter.

Urs J. Philipp, Leiter der kantonalen Fisch- und Jagdverwaltung, glaubt nicht, dass es ein bewusster Angriff des Fuchses war: «Der Fuchs ist mindestens so erschrocken wie die Buben – er hat wohl gebissen, um sich zu verteidigen.» Füchse würden sich überhaupt nur in Siedlungsgebieten aufhalten, weil sie dort immer wieder Futter finden würden.

Letzte Massnahme: Der Griff zum Gartenschlauch

Wer einen Fuchs im Garten entdecke, solle ihn durch Rufen oder Klatschen verscheuchen. «Wenn das nicht hilft, sollte man ihn mit dem Gartenschlauch anspritzen», so Philipp zu «Regio.ch». Falls ein Fuchs immer wieder auftauche, empfiehlt er, den Wildhüter zu informieren.

(20M)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beobachter 73 am 29.06.2017 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohh Schreck Ohh Schreck

    Lieber ein Fuchs im Garten als ein Drachen in der Küche ;-))

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  • Anja Schüwig am 29.06.2017 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nofood

    hört mal auf, Eure Kehrichtsäcke hinter dem Haus zu deponieren und Lebensmittel im Freien zu lassen. Wenn die Füchse keine Nahrung mehr finden in besiedeltem Gebiet, verschwinden sie, wie sie gekommen sind.

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  • Mac am 29.06.2017 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Süss

    Keine Angst liebe Unterländer! Die Bären und Wölfe sind auch bald da! Liebe aus Grüsse aus den Bergen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heiner am 02.07.2017 10:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sachwissen

    Wenn man von einer Katze gebissen wird, sollte man wegen Infektionsgefahr zum Arzt, glaubte ich bisher. Beim Gebissenwerden von Wildtieren nicht? Da wünschte ich mir seriöse Aufklärung!

  • jane77 am 30.06.2017 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mensch

    er wurde ev noch gefüttert wen er im garten vorbeischaute. ich frage mich nur weshalb er die kinder in schultern biss....ausser sie waren so in aufregung das der fuchs sich bedrängt fühlte. sorry aber würde der mensch dem tier nicht den platz rauben und ihn mit futter an menschen gewöhnen , würde solches nicht passieren

  • Fraz am 30.06.2017 08:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht als sie schliefen!

    Irreführender Titel! Die Kinder schliefen nicht mehr als der Fuchs sie attakierte. Was den Fuchs wohl immer wieder in diesen Garten treibt? Irgend etwas spannendes muss es für ihn da wohl geben? Kinder sind es mit Sicherheit nicht.

  • Peter J. am 30.06.2017 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt?

    Der Lebensraum der Tiere wird immer mehr eingeschränkt. In den Abfallsäcken strotzt es nur so von Essensabfällen, kein Wunder sehen wir immer mehr Tiere in unsere nächsten Umgebung. De Fuchs ist wohl erschrocken und hat nach der Hand geschnappt. Mut hat er ja, da er dann noch geblieben ist.

  • Prof. Dr. Weiss. am 30.06.2017 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Fuchs ist mir 1000x sympathischer

    Als die Bestie Mensch.

    • Dr. Berger am 30.06.2017 08:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Prof. Dr. Weiss.

      Zwei kleine Jungs sind für Sie also Bestien? Vielleicht sollten wir Menschen einfach damit anfangen, Mensch und Tier zu respektieren und am besten fangen wir untereinander an.

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