Wahlerfolge der Grünen

28. März 2011 23:02; Akt: 28.03.2011 21:24 Print

Für Kägi wirds noch enger

von Roman Hodel - Markus Kägi muss nach den Wahlerfolgen der Grünen erst recht um seine Wiederwahl zittern. Doch der SVP-Baudirektor gibt sich zuversichtlich.

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Regierungsrat Markus Kägi (l.) und Kandidat Martin Graf. (Foto: Keystone)

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Grün ist definitiv im Hoch: Auch dank dem Fukushima-Effekt zieht die Partei erstmals in den Baselbieter Regierungsrat ein – auf Kosten eines SVPlers. Das könnte nächsten Sonntag auch im Kanton Zürich passieren: Laut einer Umfrage von letzter Woche droht Regierungsrat Markus Kägi (SVP) die Abwahl, stattdessen könnte es für Martin Graf (Grüne) reichen. «Ich bin zuversichtlich, dass die Stimmbürger weiter auf Wohlstand, Sicherheit, Wachstum und Arbeitsplätze setzen – und somit auf einen bürgerlichen Regierungsrat», so Kägi, der den «überstürzten Atomausstieg» etwa wegen der Versorgungssicherheit weiterhin für «verantwortungslos» hält. Fast schon vorsichtig äussert sich Graf: «Die Erfolge der Grünen in Baselland und in Deutschland geben uns Auftrieb – meine Wahlchancen sind dadurch weiterhin intakt.»

Laut Politologe Louis Perron nützen die jüngsten Ereignisse den Grünen «und vor allem auch den Grünliberalen». Er sagt: «Wahlen werden durch ein dominantes Thema wie diesmal Atom entschieden und da haben diese Parteien die Nase vorn.» Deshalb werde es für Kägi zwar enger als noch vor wenigen Wochen erwartet, «doch die Grünen schneiden am Wahltag häufig schlechter ab als in Umfragen». Für Perron ist fraglich, ob der Fuku­shima-Effekt bis zu den nationalen Wahlen im Herbst anhält: «Sobald zum Beispiel die Flüchtlingswelle aus Nordafrika Fukushima als Megathema in den Medien ablöst, profitiert wieder die SVP.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kudi am 29.03.2011 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Uetliberg

    Nicht nur Fukushima, sondern auch der Uetliberg könnte Markus Kägi den Sitz kosten. Ich bin sicher nicht der Einzige, der das Gefühl hat, das da der König vom Uetliberg Sonderrechte erhalten hat.

  • wurzel am 29.03.2011 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Nur nicht verunsichern lassen !

    Bei der ganzen Diskussion wird allzu leicht übergangen, dass die SVP in Baselland punkto Wähleranteil von allen Parteien am deutlichsten zugelegt hat. J. Krähenbühl wurde nur deswegen abgewählt, weil die BüZa nur einseitig funktionierte. Die momentane kopflose Atomangst wird bald wieder von anderen Dauerthemen eingeholt werden, die für unser Leben von nachhaltiger Bedeutung sind. Und zwar von Themen, bei denen Rotgrün nicht punkten kann.

  • Andreas B. am 29.03.2011 03:36 Report Diesen Beitrag melden

    Angspolitik auch hier, leider

    Zuerst die Rechte mit den Ausländern, jetzt die Linke mit den AKWs: Schon traurig, dass (wahl-)erfolgreiche Politik nur über Angstthemen gemacht werden kann! Angstpolitik bringt nur Verbote und Einschränkungen, aber keine Lösungen und damit keine Zukunft.

Die neusten Leser-Kommentare

  • wurzel am 29.03.2011 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Nur nicht verunsichern lassen !

    Bei der ganzen Diskussion wird allzu leicht übergangen, dass die SVP in Baselland punkto Wähleranteil von allen Parteien am deutlichsten zugelegt hat. J. Krähenbühl wurde nur deswegen abgewählt, weil die BüZa nur einseitig funktionierte. Die momentane kopflose Atomangst wird bald wieder von anderen Dauerthemen eingeholt werden, die für unser Leben von nachhaltiger Bedeutung sind. Und zwar von Themen, bei denen Rotgrün nicht punkten kann.

  • Kudi am 29.03.2011 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Uetliberg

    Nicht nur Fukushima, sondern auch der Uetliberg könnte Markus Kägi den Sitz kosten. Ich bin sicher nicht der Einzige, der das Gefühl hat, das da der König vom Uetliberg Sonderrechte erhalten hat.

  • Andreas B. am 29.03.2011 03:36 Report Diesen Beitrag melden

    Angspolitik auch hier, leider

    Zuerst die Rechte mit den Ausländern, jetzt die Linke mit den AKWs: Schon traurig, dass (wahl-)erfolgreiche Politik nur über Angstthemen gemacht werden kann! Angstpolitik bringt nur Verbote und Einschränkungen, aber keine Lösungen und damit keine Zukunft.