Zürcher Projekt

28. Juli 2014 09:14; Akt: 28.07.2014 09:24 Print

Fussgänger sollen am HB mehr Platz erhalten

Mit neuen Zebrastreifen, Stegen und autofreien Zonen will die Stadt Zürich rund um den Hauptbahnhof mehr Platz für Fussgänger schaffen. Auch Autofahrer kommen auf ihre Kosten.

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Vor allem in der unteren Bahnhofstrasse wird der Platz für Fussgänger knapp. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Bis zu einer halben Million Pendler drängen sich an einem Werktag auf den Perrons und Strassen in und rund um den Zürcher Hauptbahnhof. Vor allem am Bahnhofplatz und in der unteren Bahnhofstrasse sind die Platzverhältnisse für Fussgänger mittlerweile prekär. Die Stadt will die Situation deshalb mit verschiedenen baulichen Massnahmen entschärfen.

Geplant ist beispielsweise mehr Platz für die Fussgänger rund um den Taxi-Standplatz am Bahnhofplatz und ein durchgehendes Trottoir beim Shop-Ville-Aufgang Lintheschergasse. Überhaupt könnte man Letztere zur Fussgängerzone erklären und damit die untere Bahnhofstrasse entlasten, wie Markus Knauss, Grünen-Fraktionschef im Zürcher Gemeinderat, im «Tages-Anzeiger» erklärt. Hierfür müsse man bloss sieben Autoparkplätze opfern. Ein entsprechender Vorstoss ist beim Stadtrat hängig.

Aufschlussreiche Handydaten

Schliesslich ist ein Fussgängersteg über die Sihl geplant. Dieser soll Pendler vom Bahnhofplatz Richtung Europaallee schleusen. Auf der Nordseite des HB sind schliesslich neue Zebrastreifen über die Museumstrasse zum Landesmuseum sowie eine Fussgängerzone an der Zollstrasse beim Aufgang Halle Sihlquai vorgesehen. Bei der ganzen Planung vertraut die Stadt auf die Analyse der Pendlerströme durch Handydaten, erhoben zwischen Oktober 2012 und Januar 2013.

Aber nicht nur Fussgänger sollen von diesen Plänen profitieren. Velofahrer erhalten beispielsweise Hunderte neue Abstellplätze bei der Passage Sihlquai im sogenannten Stadttunnel sowie bei den Velostationen Nord und Süd. Und sogar Autofahrer können sich freuen: An der Kasernenstrasse sollen bis 2018 Kiss & Ride-Parkplätze entstehen. Das sind Kurzzeitparkplätze, um jemanden zum Bahnhof zu bringen oder dort abzuholen.

(rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M.Z am 28.07.2014 09:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    U-bahn zürich wäre mal angebracht

    Wie wäre es, wenn man diese Tram Linie unterirdisch verlegt? Dann hätten die Fußgänger in der Bahnhofsstrasse genug Platz. Allgemein fehlt der Stadt eine U-Bahn. Aber das will ja niemand. Lieber noch mehrere Linien, damit die Strassen noch mehr verstopft werden

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  • Markus W. am 28.07.2014 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Fahrverbote durchsetzen

    und dann soll jeden Tag die Polizei dafür sorgen, dass in den allgemeinen Fahrverboten auch keine Velofahrer mehr rumdüsen! Kann ja nicht sein, dass der Autofahrer immer mehr eingeschränkt wird und der Velofahrer sich dann über die Fahrverbote hinwegsetzt wie es heute in der Bahnhofstrasse (dort wo allgemeines Fahrverbot herrscht) täglich gang und gäbe ist..... Zürich mach weiter so: schränke den Autofahrer immer mehr ein und irgendwann ist Zürich autofrei weil keiner mehr hier fahren will oder kann.....

  • `Roger Zimmermann am 28.07.2014 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    und wie wird angeliefert?!

    es ist heute schon die reinste Katastrophe in diese linke möchte-gern öko-Stadt zu beliefern. mein Vorschlag: ausserhalb der Stadt grosse Umschlagsgebäude errichten und die Ware dort deponieren. Die können das Zeugs mit ihren Fahrräder abholen, so wäre allen geholfen.....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nachdenker am 29.07.2014 05:18 Report Diesen Beitrag melden

    Strasse unterirdisch

    @Joe "Wieso baut man keinen Tunnel " Der Tunnel ist vorhanden nur wird er nicht genutzt sondern als Veloparkplatz missbraucht.

  • Roger am 28.07.2014 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Schienen + Strassen-Verkehr

    unter den Boden verlegen, damit sich niemand in den Weg kommt. Die Stadt-Planer sollten endlich ihre Hirnzellen richtig aktivieren - schliesslich werden diese vom Steuernzahler bezahlt, und wenn sie nichts taugen, muss man sie eben entlassen / freistellen und nicht weiter wursteln lassen bis zur Pension.

    • Friedenreich am 28.07.2014 16:37 Report Diesen Beitrag melden

      O du liebes Tram

      Das Fahrgeräusch der Trams in den Bahnhofstrasse, verleiht ihr den Grossstadt-Kick. Ohne wäre es still wie auf einem Friedhof, denn die laufenden Leute, mögen es Tausende sein, verhalten sich stumm und ruhig. Das blaue Tram gehört zu Zürich wie das rote zu Bern und das grüne zu Basel. Für eine S-Bahn wäre Zürich noch zu klein, die Kosten im Grundwasser wären immens.

    • Nostalgiker am 29.07.2014 08:47 Report Diesen Beitrag melden

      Meine Tramshow

      Ich sitze manchmal am Paradeplatz und sehe dem Tramverkehr zu, der interessante Menschenflüsse generiert. Diese Show bietet kein Theater und keine Oper, man stelle sich den PP ohne unsere blauen Tramzüge vor? Dasselbe Schauspiel am Bellevue, ich bin als Zürcher stolz auf unsere Trams, sogar Cobras, die nicht zubeissen, sondern brav ihre Schleifen ziehen!

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  • Markus W. am 28.07.2014 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Fahrverbote durchsetzen

    und dann soll jeden Tag die Polizei dafür sorgen, dass in den allgemeinen Fahrverboten auch keine Velofahrer mehr rumdüsen! Kann ja nicht sein, dass der Autofahrer immer mehr eingeschränkt wird und der Velofahrer sich dann über die Fahrverbote hinwegsetzt wie es heute in der Bahnhofstrasse (dort wo allgemeines Fahrverbot herrscht) täglich gang und gäbe ist..... Zürich mach weiter so: schränke den Autofahrer immer mehr ein und irgendwann ist Zürich autofrei weil keiner mehr hier fahren will oder kann.....

  • Pirat2222 am 28.07.2014 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    malerisches Zürich

    was kann denn unsere Stadtregierung noch, ausser streichen? Strassen werden wild und willkürlich bunt bemalt und Parkplätze gestrichen. Wer von der Truppe hat denn in der Verwandt- oder Bekanntschaft den Laden, der die Markierungen im Auftrag der Stadt anbringt?

  • Mary_ZH am 28.07.2014 11:08 Report Diesen Beitrag melden

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    "Astronomisch hohe Kosten Zürcher U-Bahn-Träume"