13. März 2008 23:30; Akt: 13.03.2008 22:42 Print

Gamecenter: Umstrittenes «Counter Strike» schon ab 16

Morgen öffnet das erste Gamecenter der Schweiz. Bei Politikern sorgt es bereits für rote Köpfe.

Fehler gesehen?

Der typische Gamer sitzt alleine zu Hause und starrt auf den Bildschirm. Das muss nicht sein. Morgen eröffnet die Dell E-Sportsarena in Zürich-Affoltern. Hier können sich Gamer ab 16 Jahren treffen und mit imaginären Figuren gegeneinander antreten. Eine Stunde kostet 4 Franken. Der langjährige Gamer Reto Gloor (33) ist begeistert: «Ich finde die Idee super. Es macht viel mehr Spass, sich mit anderen in einem Gamecenter zu treffen und zu spielen.»

Weniger erfreut ist die SP-Nationalrätin Chantal Galladé. Grund für ihren Unmut: In der E-Sportsarena kann man das Ballerspiel «Counter Strike» spielen. Seit Dezember 2007 – als ein Rekrut eine Frau in Höngg erschoss – setzt sie sich für ein Verbot des Spiels ein. «Spiele mit Gewalt und Mord sind unnötig und gefährlich», findet die Politikerin. 16-Jährige sollten das Spiel laut Galladé schon gar nicht spielen, da ihre Psyche noch nicht gefestigt sei.

«Wir spielen ‹Counter Strike› und stehen dazu. Wir sind offen für Diskussionen», meint Mario Stettler vom Gamecenter. Das Spiel eigne sich für sportliche Wettkämpfe. Diese will das Gamecenter vermehrt fördern und damit auch das Image der Gamer aufbessern.

rry