Feier zum Cupsieg

26. April 2019 20:03; Akt: 26.04.2019 20:03 Print

Das sind die Strafen für die Pyro-Zünder vom FCZ

Weil zwei FCZ-Spieler eine Pyro-Fackel nach dem Cupsieg gezündet haben, wurden sie nun zu Geldstrafen verurteilt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Tausende FCZ-Fans feierten am 27. Mai 2018 den Cupsieg des FCZ auf dem Zürcher Helvetiaplatz. Während Spieler und Anhänger ausgelassen den Cupsieg feierten, zündeten zwei vermummte Personen auf dem Balkon des Volkshauses, auf dem sich die Spieler versammelt hatten, eine Fackel. Bei den beiden Personen handelte es sich um die Spieler Mirlind Kryeziu und Adrian Winter. Dafür wurden sie nun verurteilt, wie die «NZZ am Sonntag» kürzlich berichtete.

Dem «Tages-Anzeiger» liegen nun die Strafbefehle gegen Kryeziu (22) und Winter (32) vor. Während der Feier zündete Kryeziu die Fackel, die auf den Balkon geworfen wurde, und schwenkte diese über den Fans. Winter umklammerte sein Handgelenk, weswegen er wegen Gehilfenschaft verurteilt wurde. Beide trugen ausserdem während des Vorfalls Sturmmasken.

Adrian Winter war nur Gehilfe

Kryeziu als Haupttäter erhält eine Geldstrafe von insgesamt 5000 Franken, die auf 50 Tagessätze zu je 100 Franken verteilt ist. Die Busse wird zugunsten einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem leichten Vergehen aus – schwere Verstösse gegen das Sprengstoffgesetz können mit bis zu drei Jahren Freiheitsentzug bestraft werden.

Winter wurde wegen Gehilfenschaft zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 100 Franken verurteilt. Auch in diesem Fall wird die Strafe zugunsten einer Probezeit aufgeschoben. Die beiden Spieler werden ausserdem die Verfahrenskosten von je circa 1000 Franken tragen müssen.

Keine Strafe für Vermummung

Die Höhe der Strafen wurde aus der Härte der Vergehen und den finanziellen Verhältnissen der Angeklagten berechnet. Für die Vermummung der Gesichter wurden die beiden FCZ-Spieler nicht bestraft, dies würde das Straf- und Justizvollzugsgesetz des Kantons Zürich normalerweise vorsehen.

Ausserdem wurden die beiden Spieler vereinsintern jeweils mit «Geldstrafen im vierstelligen Bereich» bestraft, wie FCZ-Präsident Ancillo Canepa kurz nach dem Vorfall sagte.

(beh)