28. April 2005 04:46; Akt: 27.04.2005 22:32 Print

Gemälde wieder aufgetaucht

Von den über 2000 vermissten Werken aus der kantonalen Kunstsammlung sind inzwischen 18 Skulpturen und Gemälde auf seltsame Weise wieder aufgetaucht.

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Eine Skulptur stand in der Aula eines Gymnasiums, wurde aber im Inventar einer anderen Schule aufgeführt. Oder ein Angestellter einer psychiatrischen Klinik glaubte, die Marmorskulptur in seinem Büro sei ein Geschenk eines Patienten. So oder ähnlich tauchten 18 von den 30 in der Personalzeitung diagonal abgebildeten Werke wieder auf. Seit dem Inventar im vergangenen Jahr vermisst der Kanton Zürich 2053 der insgesamt rund 150 000 Objekte.

«Einige Werke wurden auch falsch gelagert und tauchten mit einer dicken Staubschicht wieder auf», erklärt Kathrin Frauenfelder, Konservatorin der kantonalen Kunstsammlung. Obwohl nur selten kriminelle Absichten für das spurlose Verschwinden verantwortlich zu sein scheinen, werden Massnahmen ergriffen: Künftig hängen wir die Orginale nur noch in öffentliche Räume – in Büros werden Druckgrafiken zu sehen sein, sagt Frauenfelder. Und: «Dank einem neuen Konzept werden wir regelmässig Inventar machen und einige der Gemälde absichern.»

Nico Menzato