Stadt Zürich

10. Januar 2019 09:09; Akt: 10.01.2019 09:16 Print

Gemeinderat stellt sich gegen das ZKB-See-Bähnli

Im Zürcher Stadtparlament wurde das ZKB-See-Bähnli am Mittwoch heiss diskutiert. Der Gemeinderat stellt sich gegen das Projekt.

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Weder innovativ noch nachhaltig: So beurteilt nach langer Debatte eine Mehrheit des Zürcher Stadtparlaments das Seilbahnprojekt der Zürcher Kantonalbank. Sinnvoller wäre ihrer Ansicht nach beispielsweise eine unbefristete Schiffsverbindung zwischen den zwei Seeufern.

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Deshalb solle sich der Stadtrat bei der ZKB dafür einsetzen, heisst es in einem Beschlussesantrag, der am Mittwochabend an den Stadtrat mit 71 zu 39 Stimmen überwiesen wurde. Ja zum Beschlussesantrag sagten SP (mit wenigen Ausnahmen), Grüne, AL und EVP, Nein dagten FDP und SVP. Die GLP hatte Stimmfreigabe beschlossen. Bei ihr bot sich ein durchzogenes Bild.

Stadtrat äusserte sich mehrfach positiv zum Projekt

Rechtlich bewirken wird dieser Antrag jedoch nichts. Er ermöglichte dem Parlament lediglich, das Thema im Rat zu bereden und dem Stadtrat seinen Unmut zu bekunden. Der Stadtrat hat sich bereits mehrfach positiv zum Projekt geäussert.

Im Jahr 2020 feiert die ZKB ihr 150-Jahr-Jubiläum. Die sogenannte ZüriBahn soll ab dann während fünf Jahren als Verbindung zwischen Landiwiese und Blatterwiese von Seeufer zu Seeufer verkehren. Die Seilbahn mit 18 Gondeln für je 24 Personen soll rund 2000 Fahrgäste pro Stunde und Weg transportieren. Die Investitionen liegen zwischen 50 bis 80 Millionen Franken.

«Ein Geschenk an den ganzen Kanton»

Die Argumente, welche im Stadtparlament vorgebracht wurden – nicht innovativ, nicht nachhaltig, nicht quartierverträglich, nicht landschaftsfreundlich –, waren nicht neu. Sie deckten sich grösstenteils mit den Anliegen der Gegner – etwa des Vereins Pro Badi Mythenquai –, der eine entsprechende Petition eingereicht hatte.

Die Befürworter der Seilbahn – FDP und SVP – wiesen vor allem darauf hin, dass es sich um ein Geschenk an den ganzen Kanton handle, nicht nur an die Stadt Zürich. Viele würden sich darüber freuen. Die ganze Debatte im Stadtparlament sei reine Zeitverschwendung und in keiner Art und Weise ein Zeichen an die ZKB, nochmals über die Bücher zu gehen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Singer am 10.01.2019 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Alles was Spass macht, gehört verboten

    Das konservativ-linke Stadtparlament hat ja auch schon das Formel-E-Rennen für dieses Jahr verboten, obwohl es im letzten Jahr sehr beliebt war bei der Bevölkerung. Als nächstes wird wohl das Sechseläuten und das Zürifest verboten, weil dort auch Leute Spass haben und man sowas nicht braucht. Beim Stadion war die SP auch dagegen, aber das Volk hat zum Glück Ja gesagt.

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  • Pascal am 10.01.2019 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    Seebähnli

    Da will man mal etwas machen was praktisch ist und die Stadt aufwertet... dann sind die Politiker dagegen? Naja Ich finde es toll

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  • Mario am 10.01.2019 09:24 Report Diesen Beitrag melden

    Tolles Projekt

    Ich verstehe nicht wieso man gegen so ein Tolles Projekt dagegen sein kann. Es ein Tolles Erlebnis für alt und Jung. Es ist an der Zeit für eine neue Attraktion in Zürich!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mr. Jister am 10.01.2019 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zählt schön eure Taler

    War bis jetzt auch dafür aber seit ich gelesen habe dass die Fahrt 14.- Franken kostet kann mir diese Seilbahn gestohlen bleiben. Ein Fünfliber hätte es auch getan. Typisch Schweiz, es darf ja nicht preiswert sein... Aber Hauptsache von einem Geschenk für den Kanton reden.

  • Mjriam am 10.01.2019 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Personal etwas abgeben

    80 Mio ist kein Klacks. Wie wäre es mal dem Fussvolk Personal ein paar Fränkli anzugeben. Die haben leider nichts von den grossen Bonizahlungen

  • Alset am 10.01.2019 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Ich finde die Seilbahn eine wirklich gute Idee. Einfach armselig, diese links-grünen.

  • gusti am 10.01.2019 16:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bin einverstanden

    Wenn die Stadt so was aufstellt habe ich kein problem. Aber eine bank will niemals der bevölerung etwas schenken. Einen der schönsten orte der Stadt sollte da nicht als werbeplattform hinhalten.

  • marko 33 am 10.01.2019 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Entscheidung

    Gute Entscheidung