Samstagern ZH

08. April 2019 18:54; Akt: 08.04.2019 18:54 Print

Grosseinsatz, weil Bub (1) Finger in Lift einklemmt

Ein Kleinkind stolpert beim Aussteigen aus einem Aufzug und bleibt mit einem Finger in einem Spalt stecken. Erst die Feuerwehr kann den Buben befreien.

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«Vier Feuerwehrautos, ein Krankenwagen und zwei Polizeiautos sind am Freitagnachmittag vor dem Wohnhaus gegenüber vorgefahren. Es sah nach einem etwas grösseren Einsatz im Quartier Hügsam aus», sagt eine Leser-Reporterin aus Samstagern ZH. Später habe sie erfahren, dass ein eineinhalbjähriges Kleinkind seinen Finger im Lift eingeklemmt habe. «Der Bruder meinte, es sei ein Stück ab.»

Martin Heer, Chef der Stadtpolizei Wädenswil, bestätigt den Einsatz. «Eine Nachbarin meldete den Vorfall. Vor Ort musste die Feuerwehr ein Bodenblech abschrauben, um das Kleinkind aus der misslichen Lage zu befreien.» Der Finger sei etwas gequetscht gewesen, ein Stück habe aber nicht gefehlt.

Aufzug blieb stehen

Laut Heer war das Kleinkind mit einem Bruder und seiner Mutter mit dem Aufzug gefahren. «Die Familie kam gerade vom Einkaufen zurück. Als das Kleinkind den Aufzug verlassen wollte, stolperte es und fiel mit dem Finger in den Spalt.» Glücklicherweise habe der Aufzug korrekt funktioniert und sei an Ort und Stelle stehen geblieben.

Das Grossaufgebot sei ein Standardprozedere: «Es war bereits im Vorfeld bekannt, dass es sich um ein ‹eingeklemmtes› Kind im Lift handelt, darum auch gleich das Aufgebot der Feuerwehr mit schweren Gerätschaften», sagt Heer. «Wir verstehen natürlich, dass der Einsatz in der Nachbarschaft für Aufsehen gesorgt hat, weil wir mit einem Grossaufgebot im Einsatz standen. Wir waren aber alle glücklich, dass dem Kind nichts Schlimmeres geschehen ist.»

(qll)