Kanton Zürich

19. Juni 2013 12:27; Akt: 19.06.2013 15:16 Print

Hagel richtet Millionenschaden an

Allein im Kanton Zürich belaufen sich die Kosten nach dem gestrigen Sturm auf rund 15 Millionen Franken. Unter anderem ist ein Haus in Nänikon völlig abgedeckt worden.

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Riesige Hagelkörner und phänomenale Himmelserscheinungen – das Wetter zog am 18. Juni 2013 eine tolle Show ab. Hagelkörner, so gross wie Pingpongbälle. Oder gar wie Schneebälle? Die User sind sich nicht einig. Ob im Zürcher Oberland (wie hier in Hinwil) oder in der Ostschweiz: Am Dienstagabend hagelt es in Teilen der Schweiz heftig. Ein Leser-Reporter aus Wetzikon findet, die Körner seien fast mit Eier zu verwechseln. Als Massstab dient einmal ein Feuerzeug ... ... und einmal eine Tube. Am genauesten zeigt's dann doch der Massstab. Die Hagelkörner aus Neftenbach ZH messen stolze vier Zentimeter im Durchmesser. Dieses Bild erreichte uns aus Aathal ZH. Wo eben noch die Sonne hinschien, ist plötzlich alles weiss gesprenkelt. Die Grillparty fällt zwar ins Wasser – dafür ist für reichlich Eis für die Getränke gesorgt. Auch in Dorf bei Andelfingen trinkt man «On the Rock». Nur knapp drei dieser Riesenhagelkörner passen auf eine menschliche Handfläche. Nicht wenige Leser lichteten die Hagelkörner auf diese Weise ab. Danke dafür! Und gleich noch einmal handfeste Tatsachen. Dazu hat es kräftig geblitzt – wie hier in Wängi TG. In der Region Wil-Frauenfeld wurden insgesamt über 500 Blitze verzeichnet. Diese Aufnahme stammt aus . Auch in gelang einem Leser ein eindrücklicher Schnappschuss. Ein schwebender Blitz zog zusammen mit einem rosa Wölkchen über . Ein wunderbares Schauspiel war auch über dem zu bewundern. Ein gespenstisch schöner Himmel über , ... ... der im Lauf des Abends immer krasser wurde. Pretty in Pink: Der Himmel in der Nähe von . «Sonnenuntergang und Wolkenspiel am Zugersee vom neuen Zunfthaus Kreuz in », schreibt der Leser-Reporter zu diesem himmlischen Anblick.. Und schliesslich die Ruhe nach dem Sturm bei .

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Der Hagelsturm von Dienstagabend hat im Kanton Zürich einen Schaden von rund 15 Millionen Franken angerichtet. Die kantonale Gebäudeversicherung (GVZ) rechnet mit 2000 bis 3000 Gebäudeschäden, wie Christian Caduff von der GVZ am Mittwoch auf Anfrage der SDA sagte.

Betroffen waren vom starken Gewitter vor allem die Regionen um Wetzikon, Hinwil, Seegräben und Andelfingen. Beschädigt wurden in erster Linie Dachfenster, Lamellenstoren und Sonnenkollektoren.

Das starke Gewitter hielt Feuerwehren und Seerettung auf Trab. Auf dem Greifensee gerieten fünf Segler und zwei Schwimmer in Seenot. Zahlreiche Keller liefen mit Wasser voll, mehrere Bäume knickten auf Strassen um. In Nänikon deckte der starke Wind ein Haus vollständig ab. Verletzt wurde niemand.

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(kmo/sda)