Zürich

17. März 2011 22:59; Akt: 17.03.2011 21:51 Print

Hanf-Ueli wurden die Hunde weggenommen

von Marco Lüssi - Schock für Hanf-Ueli: Das Veterinäramt hat die zwei Hunde des Zürcher Stadtoriginals beschlagnahmt. Von den Tieren gehe Gefahr aus.

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Hanf-Ueli im Gehege, in dem seine Hunde lebten – bis sie gestern beschlagnahmt wurden. Hündin Inka (oben rechts) und Rüde Obelix.

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Der Sozialhilfebezüger und Nationalratskandidat Hanf-Ueli (52) ist am Boden zerstört: Seine Hunde Inka (3) und Obelix (2) leben nicht mehr bei ihm, er hat keine Ahnung, wo sie sind. Es geschah am Donnerstag Vormittag: Polizisten erschienen beim Gelände am Stadtrand, wo Hanf-Ueli in einem Wohnwagen lebt, und beschlagnahmten die Tiere im Auftrag des Veterinäramts. «Ich konnte mich nicht einmal mehr von ihnen verabschieden», klagt Hanf-Ueli.

Wie aber kam es dazu? Die beiden Sennenhunde sind keine Unschuldslämmer. Mehrfach wurden sie aktenkundig, weil sie Menschen oder andere Hunde angegriffen hatten. Deshalb wollte das Veterinäramt genauer wissen, wie Hanf-Ueli seine Tiere hält. Am Mittwoch kam ein Kontrolleur zu Besuch. In den Gehegen der Vierbeiner stellte er Hygienemängel fest. Damit nicht genug: Vor den ­Augen des Kontrolleurs entkam Obelix seinem Herrchen und griff einen vorbeispazierenden Artgenossen an.

«Wenn von Hunden ein erheblich erhöhtes Sicherheits­risiko für Mensch und Tier ausgeht, müssen wir einschreiten», begründet die Zürcher Kantonstierärztin Regula Vogel die Beschlagnahmung. Inka und Obelix würden nun in einem Tierheim umfassend ­betreut. Vogel: «Wir prüfen jetzt, welche Massnahmen notwendig sind, damit kein er­höhtes Risiko mehr besteht.» Hanf-Ueli gibt sich derweil kämpferisch: «Wenn ich herausfinde, wo meine Hunde sind, gehe ich hin und befreie sie.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cerberus am 18.03.2011 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Recht und gut so!

    Dazu gibt es nur einen Kommentar: Recht so! Wer seine Tiere nicht richtig hält und nicht im Griff hat, dem muss man sie wegnehmen. Hoffe nur, dass sie resozialisiert und gut untergebracht werden können.

  • Kudi am 18.03.2011 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Name

    Wieso wird da von einem "Original" gesprochen: Kifft und hat die Hunde nicht im Griff. Dällebach Kari war ein Original aber nich Hanf-Ueli

  • Karin am 18.03.2011 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig gehandelt

    ich bin selbst Hundehalter eines Sennenhundes und nerve mich über Leute die ihre Hunde nicht im Griff haben. Und: Hunde gehören nicht in ein Gehege. Sie benötigen "Arbeit", Beschäftigung und viel Bewegung, dann sind sie ausgeglichen und zufrieden und greifen weder Menschen noch andere Hunde an. Ich hoffe die beiden Hunde finden einen guten Platz, wo ihnen das geboten wird...

Die neusten Leser-Kommentare

  • J. Müller am 20.03.2011 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Hundehalteverbot??

    Das ist nicht das erste mal, dass "seine Hunde" jemanden angreifen. Ich war selbst anwesend, als der Hund ( ein grosser braun weisser) den er damals bei sich hatte, auf Komando "Fass" meinen Kollegen angegriffen hat. Und auch den zwei Appenzellern wird es nicht besser ergehen. Dieser Mensch darf einfach keine Hunde mehr halten, Es wird immer wieder aufs selbe hinaus laufen. Arme Hunde

  • Felix am 19.03.2011 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Eigensrtig den als Original zu benennen

    Ein Original ist der Hanf-Ueli nicht. Aber so macht die Presse a) Schlagzeilen und b) vermeintliche 'Helden' oder 'Arme'.

  • Daniela Rinderknecht am 18.03.2011 12:57 Report Diesen Beitrag melden

    Schuld sind nicht die Hunde!

    Hoffentlich haben es die zwei Hunde jetzt besser! Kein Wunder, dass sie bei dieser schlechten Haltung ausgetickt sind. Mehr Angst als vor den Hunden musste man allerdings als Spaziergängerin (mit Hund) vor Hanfueli selbst haben. Wenn man auf der anderen Flussseite mit seinem Hund gespielt hat und seine zu bellen anfingen, hat er einem aufs Übelste beschimpft und bedroht. Wieder einmal müssen Hunde für menschliches Fehlverhalten büssen ...

  • Susanne am 18.03.2011 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Appenzellermischlinge? Kampfhunde?

    Diese Tiere haben eventuell eine Mischung, die sie nicht als Schosshündchen auszeichnen. Appenzeller-Mischlinge sind gute Hofhunde und würden gerne Jogger, Langläufer, Rehe und Katzen eintreiben. Auch unsere Hündin muss deswegen meist an der Leine geführt werden, ausser zum Herumtollen mit Hundefreunden. Zu Hause ist sie der andere Teil ihrer Mischung, eine liebe, knudelige Labradorhündin.

    • marko am 19.03.2011 08:53 Report Diesen Beitrag melden

      es gibt keine kampfhunderasse

      jeder hund kann zu einem kampfhund gemacht werden, wenn der besitzer sein tier nicht gut behandelt das ist keine rassen frage sonder der erziehung

    einklappen einklappen
  • Kudi am 18.03.2011 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Name

    Wieso wird da von einem "Original" gesprochen: Kifft und hat die Hunde nicht im Griff. Dällebach Kari war ein Original aber nich Hanf-Ueli