Zürich

07. Juli 2014 16:39; Akt: 07.07.2014 17:00 Print

Hardbrücke-Tram kommt vors Volk

Über die neue Tramverbindung über die Hardbrücke muss der kantonale Souverän entscheiden. Die SVP-Fraktion des Kantonsrats hat am Montag das Behördenreferendum gegen den Staatsbeitrag von 76,4 Mio. Franken eingereicht.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die SVP sei keineswegs gegen den öffentlichen Verkehr, schreibt die Fraktion in einer Mitteilung. Es brauche jedoch keine «vergoldeten Trams». Mit dem Referendum sorge die SVP dafür, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den «finanziellen und verkehrsplanerischen Unsinn» abstimmen können.

Bei der Verbindung über die Hardbrücke wollten Regierungsrat und Kantonsrat 130 Millionen Franken für 700 Meter Infrastruktur verlochen. Die Linienführung des Trams sei so geplant, dass auf der Hardbrücke zwei Fahrbahnquerungen mit insgesamt sechs Fahrstreifenquerungen vollzogen werden müssten und zusätzliche Lichtsignalanlagen nötig werden.

Autoverkehr wird unterbrochen

Damit werde der Autoverkehr – sozusagen nach Taktfahrplan – immer wieder unterbrochen. Hinzu kämen die fehlende Anbindung des Toni-Areals und die Schaffung eines Unfallschwerpunktes der geplanten Linienführung eingangs der Rampe bei der Ausfahrt Hardplatz.

Das gesamte Projekt für die neue Tramverbindung über die Hardbrücke kostet rund 130 Millionen Franken. Den Kantonsbeitrag von 76,4 Millionen Franken hatte der Kantonsrat vor einer Woche mit 119 gegen 51 Stimmen gutgeheissen. Für das Zustandekommen des Kantonsratsrefendums waren 45 Stimmen erforderlich. Die 54 Mitglieder umfassende SVP-Kantonsratsfraktion konnte das Referendum damit aus eigener Kraft ergreifen.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Diegu am 07.07.2014 21:10 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur noch schlimm.

    Es ist nur noch pervers. Es werden 170 Millionen für 700 Meter Individualverkehrbehinderung verschwendet. Die Absurdität bei Links-Grün kann wohl nicht mehr übertroffen werden - denkt man jedesmal' und wird immer wieder eines neuen belehrt.

    einklappen einklappen
  • Fritz Müller am 07.07.2014 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so!

    Das Tram ist absolut unnötig und der Individualverkehr über die Hardbrücke ist jetzt schon komplett am Anschlag. Wer das Tram will, nimmt den totalen Verkehrskollaps in Kauf. Das gilt dann auch für die Buslinien 33 und 72.

    einklappen einklappen
  • Henriette am 07.07.2014 19:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schnapsidee!

    Dann läuft am Rosengarten gar nichts mehr!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nathalie am 08.07.2014 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ähhm Nei

    Auf der Hardbrücke hat es auch sonst genug Stau wenn dann da noch ein Tram rumirrt und wenn zusätzlich noch Ampeln montiert werden müssen damit das tram auf die andere Seite kann laufe ich in zukunft lieber über die Brücke, bin dabei wahrschenlich noch schneller!

  • john tobler am 08.07.2014 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    sinnlosses projekt

    selbst wenn das ganze nur einen franken kosten würde. das projekt ist so sinnlos. vom wem stammt das?

  • kein Zürcher am 08.07.2014 06:51 Report Diesen Beitrag melden

    An alle Schreiber von "Wahnsinn"

    An alle Schreiberlinge, die jetzt von "Grössenwahnsinnigen" und "Presitgewahnsinn" und ähnlichem schreiben: Wenn Ihr Zürcher seid, geht stimmen und stimmt "NEIN"! Wetten, dass das Vorhaben vom Stimmvolk mit über 60% angenommen wird?

  • Gruss aus Bern am 08.07.2014 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Rot-grüner Tramwahn scheint ansteckend

    Dasselbe passiert praktisch zeitgleich auch in Bern, nur dass da die rot-grünen Regierungen von Kanton und Stadt Bern eine halbe Milliarde (offizielle Kosten) für das sog. Tram Region Bern ausgeben wollen, das mehr Probleme bringt als löst.

  • Ein Autolenker dems zu teuer wird. am 08.07.2014 00:56 Report Diesen Beitrag melden

    Busse sind genug!

    Bin auch der Meinung dass drei Busverbindungen während der Stosszeiten, zwei den ganzen Tag über, ausreichend sind. Alles läuft doch wieder mal darauf raus, dass man so dem Autoverkehr eine Spur stibitzen kann. Laut plänen des Bundes soll das Autofahren in den nächsten 20 Jahren so teuer werden, dass nur noch oberer Mittelstand und reiche Autofahren können. Und da der Mittelstand eh verschwindet ist klar, wer zu Schluss noch das Privileg geniesst ein Auto sein Eigen zu nennen.