Räumung

18. September 2011 22:52; Akt: 18.09.2011 22:52 Print

Hausbesetzer wurden aus Villa vertrieben

Die besetzte Villa eines kasachischen Oligarchen in Kilchberg ist geräumt. Bretter vor den Fenstern sollen offenbar eine erneute Besetzung verhindern.

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Die Villa des Oligarchen Alijan Ibragimov in Kilchberg ist nicht mehr besetzt. Die Gruppe, die das leerstehende Haus Mitte August in Beschlag genommen hatte (20 Minuten berichtete), ist kürzlich aus dem Anwesen mit 4000 Quadratmetern Fläche ausgezogen. Die Kantonspolizei Zürich bestätigt die Räumung: «Am letzten Freitagmorgen haben wir eine Kontrolle durchgeführt, nachdem vom Besitzer Anzeige erstattet worden war», sagt Sprecher Werner Schaub. Am Nachmittag hätten die Hausbesetzer das Grundstück bereits verlassen.

«Nachdem die Polizei auftauchte, ­haben wir gepackt und sind abgezogen», sagen die Hausbesetzer. Entsetzt seien sie darüber, dass das Haus kurz darauf unbewohnbar gemacht worden sei: «Alle Scheiben wurden eingeschlagen, die Küchengeräte und sanitären Einrichtungen zertrümmert.» Zuletzt hätten die vom Milliardär über seine Schweizer Bevollmächtigte gerufenen Arbeiter die Fenster mit Brettern zugenagelt. Dass die Villa demoliert worden sei, kann einer der Besetzer nicht verstehen: «Da wird lieber Wohnraum zerstört, als dass er einen sozialen Nutzen erhält – das ist Kapitalismus in Reinkultur!» Ibragimovs Bevollmächtigte war Am Sonntag für 20 Minuten nicht erreichbar.

Obwohl wegen Hausfriedensbruch angezeigt, lassen sich die jungen Aktivisten nicht entmutigen: «Leerstehende Villen am See gibt es noch mehr!» deborah sutter

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Gugur am 19.09.2011 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Zurück zum Faustrecht

    Wenn es ein Haus in der Stadt Zürich wäre, wäre die Polizei auch nach Monaten nicht aufgetaucht weil die Stadtregierung auf das Schlagwort 'De-eskalation' gesetzt hätte. In Kilchberg besteht zum Glück noch der politische Wille, Eigentum als solches wahrzunehmen und auch zu beschützen. Das ist eine Grundaufgabe des Staates. Wenn der Staat sich hier verweigert können wir gleich wieder zum Faustrecht übergehen.

  • Katja am 20.09.2011 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Stehlen

    So eine frechheit, einfach fremdes Besitz einzunehmen...ganz einfaches Stehlen, koennen sogar Kinder im Kindergarten erklären. Was die Diskussion hier gibt ist blödsinn.

  • 807687 am 18.09.2011 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    Statt Häuser zu besetzen,

    sollten sich dieses Leute besser in die Politik einbringen, damit solche Misstände angegangen werden können. Der Respekt vor dem Eigentum anderer, egal auf wie unanständige Art sie zu ihrem Besitz gekommen sind, scheint immer mehr zu schwinden. Worum geht es denn? Neid? Eifersucht? Man kann doch auch den legalen Weg gehen und den Besitzer fragen, ob man das Haus mieten darf. Auch Bescheidenheit scheint heutzutage nicht mehr opportun zu sein. Miete haben die ja nicht bezahlt. Und genau das ist nicht richtig. Dass der Vermieter mit Zerstörung reagiert, disqualifiziert ihn ebenso wie die Besetzer

Die neusten Leser-Kommentare

  • Katja am 20.09.2011 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Stehlen

    So eine frechheit, einfach fremdes Besitz einzunehmen...ganz einfaches Stehlen, koennen sogar Kinder im Kindergarten erklären. Was die Diskussion hier gibt ist blödsinn.

  • Herr Gugur am 19.09.2011 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Zurück zum Faustrecht

    Wenn es ein Haus in der Stadt Zürich wäre, wäre die Polizei auch nach Monaten nicht aufgetaucht weil die Stadtregierung auf das Schlagwort 'De-eskalation' gesetzt hätte. In Kilchberg besteht zum Glück noch der politische Wille, Eigentum als solches wahrzunehmen und auch zu beschützen. Das ist eine Grundaufgabe des Staates. Wenn der Staat sich hier verweigert können wir gleich wieder zum Faustrecht übergehen.

  • 807687 am 18.09.2011 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    Statt Häuser zu besetzen,

    sollten sich dieses Leute besser in die Politik einbringen, damit solche Misstände angegangen werden können. Der Respekt vor dem Eigentum anderer, egal auf wie unanständige Art sie zu ihrem Besitz gekommen sind, scheint immer mehr zu schwinden. Worum geht es denn? Neid? Eifersucht? Man kann doch auch den legalen Weg gehen und den Besitzer fragen, ob man das Haus mieten darf. Auch Bescheidenheit scheint heutzutage nicht mehr opportun zu sein. Miete haben die ja nicht bezahlt. Und genau das ist nicht richtig. Dass der Vermieter mit Zerstörung reagiert, disqualifiziert ihn ebenso wie die Besetzer