Früher Start zu 1.-Mai-Fest

15. März 2011 22:21; Akt: 15.03.2011 22:33 Print

Heftige Kritik an Stadtrat

von David Torcasso - Der Stadtrat bewilligt das 1.-Mai-Fest erstmals seit sechs Jahren bereits für 14 Uhr. Die SVP ist empört. Auch der Polizeibeamten-Verband übt Kritik am Entscheid.

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Zu vielen Pausen werden die Polizisten am 1. Mai kaum kommen. (key)

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Der Tag der Arbeit fällt dieses Jahr auf einen Sonntag. Der Stadtrat hat aus diesem Grund das Fest auf dem Kasernenareal bereits ab 14 Uhr bewilligt; der Anlass soll bis 22 Uhr dauern. «Ein späterer Beginn wäre einem Festverbot gleich gekommen», erklärt Reto Casanova, Sprecher des Polizeidepartements. Am 1. Mai 2010 durfte das Fest erst um 20 Uhr beginnen. Erfreut über den Entscheid des Stadtrats ist Anna Klieber vom 1.-Mai-Komitee: «Wir haben uns diese Anfangszeit vom Stadtrat gewünscht. Damit können wir gleich nach der Schlusskundgebung mit dem Fest anfangen.»

Mauro Tuena, Fraktionspräsident der Zürcher SVP, ist empört über die Bewilligung: «Polizeivorsteher Daniel Leupi beugt sich in einem regelrechten Kniefall dem 1.-Mai-Komitee.» Der Gemeinderat habe mehrere Vorstösse zum zeitgleichen Beginn von Schlusskundgebung und Fest abgelehnt. «Aus vergangenen Jahren ist bekannt, dass Chaoten den früheren Festbeginn ausnutzen, um aus der Menge ungehindert zu randalieren», so Tuena. «Leupi möchte lieber seiner Wählerschaft entgegenkommen als den Kreis 4 schützen.» Auch Werner Karlen, Präsident des städtischen Polizeibeamtenverbands, kritisiert den Entscheid des Stadtrats: «Weil so schon am frühen Nachmittag zahlreiche Menschen in den Kreis 4 kommen, kann es früher Scharmützel geben – das macht die Polizeiarbeit noch schwieriger.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • RL am 16.03.2011 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Militär anstatt Polizei aufbieten

    Unruhen dürfen auf keinen Fall aufkommen. Weltweit herrschen schon genug Unruhen.

    einklappen einklappen
  • oliver mueller am 17.03.2011 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    der richtige entscheid

    Wer schon jemals auf dem Fest war weiss, dass von dort keine Gewalt ausgeht. Im Gegenteil feiernde Teilnehmer sind nicht auf der Strasse und behindern somit nicht die Polizei. Problem ist nicht das 1.mai-komitee, sondern gelangweilte Jugendliche die den Kick suchen.

  • David am 16.03.2011 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Fest

    Ich habe nichts gegen einen frühen Fest beginn. Den fast 100% der Besucher wollen eine faire Welt und KEINEN Strassenkampf mit der Polizei.

Die neusten Leser-Kommentare

  • oliver mueller am 17.03.2011 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    der richtige entscheid

    Wer schon jemals auf dem Fest war weiss, dass von dort keine Gewalt ausgeht. Im Gegenteil feiernde Teilnehmer sind nicht auf der Strasse und behindern somit nicht die Polizei. Problem ist nicht das 1.mai-komitee, sondern gelangweilte Jugendliche die den Kick suchen.

  • David am 16.03.2011 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Fest

    Ich habe nichts gegen einen frühen Fest beginn. Den fast 100% der Besucher wollen eine faire Welt und KEINEN Strassenkampf mit der Polizei.

  • RL am 16.03.2011 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    Militär anstatt Polizei aufbieten

    Unruhen dürfen auf keinen Fall aufkommen. Weltweit herrschen schon genug Unruhen.

    • Marcel am 17.03.2011 10:19 Report Diesen Beitrag melden

      Wie bitte?

      So ein Unsinn: Militär statt Polizei? Die Armee ist weder für den unfriedlichen Ordnungsdienst ausgebildet geschweige denn dazu i irgend einer Weise dazu befähigt. Die im OD überaus erfahrene Zürcher Polizei hätte die Sache im Griff. Aber leider ist sie immer der verlängerte Arm einer -im vorliegenden Fall- unfähigen Politik.

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