Treffen in Gemeinschaftszentrum

11. Juni 2019 14:50; Akt: 11.06.2019 15:20 Print

Islamischer Zentralrat täuscht die Stadt Zürich

Der IZRS hat sich im Mai in einem Gemeinschaftszentrum der Stadt Zürich getroffen – auf Kosten der Steuerzahler.

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Der Islamische Zentralrat Schweiz (IZRS) hat Mitte Mai heimlich eine Veranstaltung in Zürich abgehalten. Fotos vom gemeinsamen Fastenbrechen mit Koranrezitation hat der IZRS auf Facebook veröffentlicht. Die Bilder wurden im GZ Wipkingen aufgenommen, wie die Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» bestätigt.

Der IZRS hatte den Anlass öffentlich angekündigt, allerdings ohne Angabe des genauen Veranstaltungsorts. Vom Treffen erfahren hat die Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren erst nachträglich von den Sicherheitsbehörden des Bundes.

GZ erhält Steuergelder

Die Stiftung ist der grösste Vertragspartner des stadtzürcherischen Sozialdepartements im Bereich Soziokultur. Diese erbringt im Auftrag der Stadt definierte Leistungen für die Bevölkerung der verschiedenen Quartiere, wie das Sozialdepartement schreibt. Dafür erhalten die Gemeinschaftszentren jedes Jahr vom Zürcher Steuerzahler millionenschwere Subventionen. Dass davon auch die Salafisten des IZRS profitieren, sei ein Schlag ins Gesicht der Zürcher Behörden und Steuerzahler, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Die Mietanfrage beim GZ Wipkingen sei völlig unverdächtig gewesen, und eine Verbindung zum Islamrat habe man zu keinem Zeitpunkt erkennen können, behauptet das Sozialdepartement. Hätte man vorab gewusst, dass der IZRS einen Anlass durchführen wolle, wären die Räume nicht vermietet und die Veranstaltung wäre wieder abgesagt worden.

Spenden für Syrien gesammelt

An der Veranstaltung wurden ausgiebig Suren auf Arabisch rezitiert. Die Rezitationen fanden unter Aufsicht eines syrischen Imams statt. Ebenfalls auf den Fotos zu erkennen ist ein Führungsmitglied des Islamrats, das mit seinem UBS-Konto Geld für die Hilfsaktionen des IZRS in der syrischen Unruheprovinz Idlib sammelt. Die Provinz Idlib wird inzwischen grösstenteils von Jihadisten kontrolliert.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der Islamrat in den letzten beiden Jahren in Zürich einnistet. Laut «Tages-Anzeiger» fanden die meisten Treffen in einem Fitnesszentrum in Altstetten statt, das dem IZRS nahestehende Personen vor zwei Jahren eröffnet hatten. Damals eingeladen wurde unter anderem der deutsche Hassprediger Abul Baraa, der sich öffentlich für die hierzulande verbotene Genitalverstümmelung von Mädchen starkmachte. Doch kurz vor der Veranstaltung in Wipkingen geriet das Fitnessstudio in finanzielle Schieflage.

Keine Säle für Salafisten

Die Sicherheitsdirektion appellierte damals, Salafisten und Rechtsradikalen keine Säle zur Verfügung zu stellen. Dies gilt auch heute noch, wie die Sicherheitsdirektion bestätigt: «An unserer Haltung zum IZRS hat sich nichts geändert. Wir dulden keine öffentlichen Veranstaltungen des IZRS und setzen alles daran, öffentliche Veranstaltungen von jeglichen extremistischen Gruppierungen im Kanton Zürich zu verhindern.»

(maz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • J.J. am 11.06.2019 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reise antreten

    Warum ziehen die nicht in ein islamisches Land; sie wollen uns nicht und wir wollen sie sowieso nicht.

  • Heinz am 11.06.2019 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    greift endlich hart durch!

    Es ist einfach nur noch unerhört. Ich erwarte von der Regierung, dass endlich der Riegel geschoben und im Interesse der (zahlenden!) Bevölkerung gehandelt wird!

  • Tell am 11.06.2019 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Persona non integrata

    Warum wird der IZRS in der Schweiz nicht endlich verboten? Wer sich an keine Gesetze und Regeln halten will ist hier unerwünscht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Donna am 11.06.2019 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Islamischer Zentralrat täuscht die Stadt Zürich

    Sofort den Saustall schliessen Supito und zwar für immer Die haben es nicht verdient für ein Gemeinschaftszentrum zu haben

  • Ein wachsamer am 11.06.2019 19:38 Report Diesen Beitrag melden

    Behördenschlaf

    Ja ja unsere Behörden. Wachen erst auf wenns "chlöpft".

  • J.J. am 11.06.2019 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reise antreten

    Warum ziehen die nicht in ein islamisches Land; sie wollen uns nicht und wir wollen sie sowieso nicht.

  • Insider am 11.06.2019 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja....

    Augen verschliessen, schön reden und verschweigen. Das ist alles, was die Schweizer Politiker können.

  • Auslandschweizer am 11.06.2019 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Witzig.

    Zum guten Glück bin ich schon lange weg aus der Schweiz. Das wird dort noch böse Entwicklungen geben...