Zoo Zürich

17. April 2019 19:34; Akt: 17.04.2019 19:34 Print

Herziger Nachwuchs bei seltenen Antilopen

Zwei junge Arabische Oryx zählen zu den neusten Bewohnern des Zoo Zürich. Sie heissen Thuraya und Tahani.

Bei den Arabischen Oryx im Zoo Zürich gab es Nachwuchs. Thuraya und Tahani heissen die beiden jungen Antilopen. (Video: SDA)
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Der Zoo Zürich hat gleich zwei neue Bewohner. Am 21. Januar und am 8. April kam je eine Arabische Oryx zur Welt. Thuraya und Tahani heissen die herzigen Neuankömmlinge. Die in der Freiheit eher seltenen Antilopen leben seit 1979 im Zoo Zürich.

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1972 galten die Arabischen Oryx praktisch als ausgerottet: «Damals wurde das letzte freilebende Tier in Oman gewildert», sagt Kurator Robert Zingg. Dank den Bemühungen der Zoos konnte der Bestand langsam wieder aufgebaut werden: «Sie gelten aber immer noch als gefährdet.»

Erste Lebenswochen im Stall

Bei den Baby-Oryx im Zoo Zürich handelt es sich mittlerweile um die Nummer 95 beziehungsweise 96. «Diese beiden Jungtiere sind die Urururenkel von Amine, einer der ersten Zürcher Arabischen Oryx», sagt Zingg.

Wegen der für Oryx-Verhältnisse doch etwas frischen Zürcher Temperaturen verbrachten die beiden Jungtiere ihre ersten Lebenswochen mit der Mutter im Stall. «Das liegt aber nicht nur am Wetter», so Zingg.

«Junge Oryx gehören zu den so genannten Abliegern und verbringen die ersten zwei Wochen ihrer Zeit lieber liegend an einem schattigen Platz.» Und das obwohl die Tiere schon wenige Minuten nach der Geburt auf eigenen Beinen stehen können.

Benötigen wenig Wasser

Nun aber erkunden sie ihre Anlage neugierig. Zusammen mit ihren Artgenossen leben sie im Antilopen-Gehege. Da bleiben sie auch im Winter: «Als Wüstenbewohner sind sie sich Temperaturschwankungen gewohnt. Wenn es richtig kalt ist, können sich die Tiere aber in den Stall zurück ziehen.»

Eine Oryx-Antilope ist in der Lage, ihre Körpertemperatur tagsüber auf deutlich über 40 Grad Celsius ansteigen zu lassen. In der kühleren Nacht senkt sie die Temperatur dann wieder ab, so Zingg. Die helle Fellfarbe reflektiert das Licht und schützt den Körper vor noch stärkerer Erwärmung.

Die Arabischen Oryx kommen zudem mit wenig Wasser aus. Ihr Kot ist trocken und der Harn sehr konzentriert. Breite Hufe schützen sie vor dem Einsinken im Sand.

Oryx-Jagd galt als männlich

Die Arabische Oryx gilt gemäss der Roten Liste der Internationalen Welt-Naturschutzunion IUCN immer noch als gefährdet. Der Bestand in Freiheit, womit bei der Oryx auch eingezäunte Schutzgebiete gemeint sind, wurde 2016 auf nur noch 850 erwachsene Tiere geschätzt.

Bis zu 7000 weitere Tiere leben weltweit in Menschenobhut, die meisten davon auf der Arabischen Halbinsel. Oryx wurden ab dem 19. Jahrhundert intensiv gejagt. Das Erlegen einer Oryx galt lange als Zeichen von Männlichkeit. Durch das Essen des Fleischs glaubten sich die Einheimischen zudem vor feindlichen Kugeln geschützt.

Nachwuchs im Zoo Zürich

(mon/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • HCTG am 17.04.2019 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selten?!

    Wieso sind die nicht in freier wildbahn?!

Die neusten Leser-Kommentare

  • HCTG am 17.04.2019 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selten?!

    Wieso sind die nicht in freier wildbahn?!