Zürich-Altstetten

16. Juli 2014 12:21; Akt: 16.07.2014 17:11 Print

Hochhaus-Trio begrüsst Reisende aus Bern/Basel

Als Tor zur Stadt Zürich sollen beim Bahnhof Altstetten drei optisch identische 80-Meter-Hochhäuser entstehen. Darin sind 299 Mietwohnungen mit Service und auch Büros vorgesehen.

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Wie ein Begrüssungskomitee für Zugreisende und Pendler aus der Richtung Bern/Basel sehen sie aus: die drei 80 Meter hohen Hochhäuser, die dem Gleisfeld entlang direkt beim Bahnhof Altstetten geplant sind. Vulcano heisst das Projekt von der CSA Real Estate Switzerland, einer Anlagegruppe der Credit-Suisse-Anlagestiftung und dem Generalunternehmer Steiner. Bis 2018 sollen in den drei miteinander verbundenen Türmen 299 Mietwohnungen mit Services wie beispielsweise einem Concierge, einer Kinderkrippe und einem Fitnesscenter entstehen.

In welchem Preissegment die Bauherrschaft die Wohnungen ansiedeln wird, ist laut Daniela Zulauf Brülhart, Leiterin Kommunikation Real Estate Asset Management der Credit Suisse, noch offen: «Denkbar sind unterschiedliche Typen, wie wir es bereits bei den Hochhäusern auf der Luzerner Allmend erfolgreich umgesetzt haben.» Dort können Interessenten zwischen den Ausbaustandards Style, Premium und Penthouse auswählen. Zudem gilt: Je höher die Wohnung liegt, desto höher auch der Ausbaustandard und der Mietzins.

Entwurf von Pariser Architekten

Dass die Vermietung von mittel- und hochpreisigen Neubauwohnungen in Zürich ins Stocken geraten ist, bereitet Zulauf Brülhart keine Sorgen: «Unser Angebot dürfte aufgrund der zentralen Lage direkt beim Bahnhof Altstetten auf grosses Interesse stossen – da sind wir sehr zuversichtlich.» Abgesehen davon wird in der Vulcano-Überbauung nicht nur gewohnt. In den ersten vier Geschossen sind Gewerbe- und Büroflächen vorgesehen. Mögliche Nutzer sind gemäss Zulauf Brülhart noch keine vorhanden.

Entworfen wird Vulcano vom Pariser Architektenteam Dominique Perrault, das sich in einem Wettbewerb gegen vier andere Büros durchgesetzt hat. «Ihr Projekt mit den drei filigranen Hochhäusern und Wohnungen ab dem 5. Stock hat uns überzeugt», sagt Zulauf Brülhart. Wie viel die Anlagestiftung in das Bauvorhaben investiert, konnte sie nicht beziffern. Im besten Fall können die Arbeiten nächstes Jahr beginnen – das entsprechende Baugesuch ist im «Tagblatt der Stadt Zürich» von heute Mittwoch publiziert.

Auf dem Areal der künftigen Überbauung neben dem IBM-Hauptsitz Schweiz befanden sich zuvor mehrere Gewerbegebäude mit verschiedenen Mietern. Der grösste Teil davon wurde bereits abgerissen.

(rom)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Brumm am 16.07.2014 14:49 Report Diesen Beitrag melden

    Das wollte ich schon immer

    Hochhäuser die mich grüssen

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  • Chris am 16.07.2014 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Endlich haben wir auch immer mehr Hochhäuser finde es toll Und sehr schön. Hoffe das es auch mehr Hochhäuser gibt mit Wohnungen für normale und ärmere Leute.

  • Charles K. am 16.07.2014 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Mittelstand?

    Ja, ja, wer glaubt in solchen Projekten gäbe es Platz für "normale" Mittelstands-Mieter, der glaubt auch an den Osterhasen. Erinnert mich an den letzten Präsidentenwahlkampf in den USA, da behaupteten die Republikaner auch mit 400'000 $ Einkommen pro Jahr sei eine Familie "Mittelschicht"...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sacha L. am 18.07.2014 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte etwas höher...

    Wie wäre es mal mit einem richtigen Wolkenkratzer? Richtige Hochhäuser sind das ja nicht. Als schlanke Silhouette würde ein Turm von 2oom sehr chic wirken!!!

  • Skyscraper am 17.07.2014 10:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Banale grande

    Einfach ein paar weitere, einfallslose Zürich-Klötze... In Zürich sehen 99 Prozent der "Hochhäuser" zum einschlafen aus. Ich befürworte ja Hochhäuser, aber sie sollten auch etwas Abwechslung ins Stadtbild bringen. Mit Mobimo, Letzibach, Connect, etc. haben wir schon genug uniforme Klötze. Die Architeckten sollten nochmals über die Bücher. Allmend Luzern sieht auf jeden Fall kreativer aus. Aber auch anderswo gibt es schöneres. Und wie oft gibts keine Balkone... :-( und sinnlose Ladenflächen. Bei mir stehen seit 5 Jahren 50% der Ladenflächen in den unteren Etagen leer...

  • Zack am 17.07.2014 07:05 Report Diesen Beitrag melden

    Grossstadtluft

    NYC lässt grüssen, mir gefällts. ;)

  • paris am 16.07.2014 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    paris?

    hat die Schweiz keine Architekten?

    • Berner Bär am 17.07.2014 10:12 Report Diesen Beitrag melden

      Qualität kennt keine Grenzen

      Natürlich. Nehme aber an, dass einfach für den Wettbewerb auch internationale Architekturbüros eingeladen wurden und da ist es einfach so, dass das beste Projekt in den Augen der Jury gewinnt. Besser ein gutes Projekt aus dem Ausland, als ein schlechteres aus der Schweiz. Des Weiteren ist Dominique Perrault kein unbekannter Architekt, sondern kann mit seinem Namen schon einen positiven Nebeneffekt für das Projekt generieren. (Bibliothèque nationale de france, Paris) Mir jedenfalls gefällt das Vulkan-Trio! :)

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  • Michel Muster am 16.07.2014 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hochhaus - 4 Eckig.

    Müssen in der Schweiz alle Häuser gleich aussehen? Es gibt sensationelle Neubauten, neuartige Formen und Materialien. Alte, landestypische Elemente mit Neuem verbunden. Hier nichts dergleichen. Man kann ein Bürohaus kaum von einem Wohnhaus unterscheiden. Profitoptimiert.