Tann ZH

16. Oktober 2019 04:54; Akt: 16.10.2019 07:51 Print

Hundehasser legt Köder mit 4-cm-Nägeln aus

Eine Hündin hat in Tann ZH bei Rüti offenbar einen mit Nägeln und Schrauben präparierten Köder gefressen. Ihr Frauchen warnt nun andere Hundebesitzer auf Facebook.

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16 Nägel und zwei Schrauben wurden im Magen einer Hündin gefunden. Laut der Besitzerin, die anonym bleiben möchte, soll dafür ein Hundehasser verantwortlich sein. Auf Facebook stellt sie in einem öffentlichen Post die Vermutung auf, dass ihr Vierbeiner auf einer Wiese bei der Allmenstrasse in Tann bei Rüti einen mit Nägeln und Schrauben präparierten Köder gefressen hat.

Die Hundebesitzerin hat ihren Vierbeiner sofort ins Tierspital gebracht. «Sie hat mehrfach erbrochen und nach dem Röntgen war klar, dass sie operiert werden muss», schreibt die Hundebesitzerin in einem öffentlichen Beitrag auf Facebook. Die Schrauben und Nägel hätten aus dem Magen der Hündin entfernt werden können. «Der längste Nagel war fast vier Zentimeter lang.» Inzwischen sei die Hündin zu Hause, erhole sich und sei auf dem Weg der Genesung.

Über 1500-mal geteilt

Die Hundebesitzerin hat den Vorfall auf Facebook geteilt, um andere Hundebesitzer zu warnen. «Passt auf eure Hunde auf und schickt gute Gedanken an unsere kleine Maus», schreibt sie. Über 1000 Leute reagieren auf den Post, rund 1500 teilen ihn und 400 User kommentieren den Eintrag. Sie wünschen der Hündin gute Besserung, schicken der Besitzerin viel Kraft oder berichten von ihren Erlebnissen mit Hundeködern.

Eine Userin schreibt: «Bei uns hat jemand mit Rasierklingen und Rattengift präparierte Köder ausgesetzt. Mehrere Hunde starben.» Eine andere Hundebesitzerin sagt: «Meine Hündin hat einen Giftköder erwischt. Sie hat vier Stunden eine Doppelinfusion bekommen. Gott sei Dank wurde sie wieder gesund.»

Viele Leute bekunden auf Facebook ihren Unmut über Leute, die präparierte Hundeköder aussetzen. «Ich hoffe, dass der Tierhasser, der den Köder gelegt hat, seine gerechte Strafe bekommt.» Ein anderer User meint: «Was sind das für Menschen, die solche Köder verbreiten. Echt schlimm, wozu diese Leute fähig sind. Die gehören eingesperrt.»

Wegen Vergiftungssymptomen behandelt

Die Kantonspolizei Zürich bestätigt den Eingang einer Anzeige in Zusammenhang mit einem Giftköder. «Entsprechende Ermittlungen wurden aufgenommen», sagt Sprecherin Carmen Surber. Sie sagt, dass durch eine unbekannte Täterschaft letzte Woche in Tann offenbar giftige Köder, die mit Nägel und Schauben versehen waren, ausgelegt worden seien.

«Zwei Hunde sind mit Vergiftungssymptomen tierärztlich behandelt worden», so Surber. Es sei wahrscheinlich, dass die Hunde einen Giftköder gefressen hatten. Weitere Meldungen gingen bislang bei der Kantonspolizei Zürich nicht ein.

Da Hunde Allesfresser sind, werde den Besitzern geraten, ein spezielles Augenmerk darauf zu richten, dass ihre Vierbeiner nichts vom Boden aufnehmen. Personen, die verdächtige Feststellungen machen, werden zudem gebeten, diese bei der örtlichen Polizeistation zu melden oder die Telefonnummer 117 zu wählen, so Surber.

(jen/mon)