Zürcher Jungpolitiker

13. Februar 2019 05:44; Akt: 13.02.2019 10:04 Print

«Ich wäre ein Döner – betrunken am besten»

Im März wird der Zürcher Kantonsrat gewählt. Auf den Listen stehen auch viele vielversprechende Jungpolitiker.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Unter den insgesamt 1734 Kandidaten, die sich am 24. März zur Wahl für den Kantonsrat stellen, sind über 200 Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren. Wir stellen Jungpolitiker der fünf wählerstärksten Zürcher Parteien vor.

SVP
Benjamin Fischer (27 – bisher)


Wahlkreis: Uster
Beruf: Betriebsökonom FH, Präsident Junge SVP
Lieblingsserie: Historische Dokus
Reiseziel: Da ich sehr bald Vater werde, habe ich derzeit keine Pläne.
Dieses Fast Food wäre ich: Ein richtig scharfes Curry.
Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?
Im Bereich Gesundheit und Soziales sehe ich Handlungsbedarf. Die Gesundheitskosten steigen ohne Ende, und die Zuwanderung kostet die Gemeinden viel Geld. Allgemein haben die Gemeinden immer weniger zu sagen und müssen trotzdem mehr Kosten tragen. Dagegen möchte ich mich einsetzen. Ein Anliegen sind mir auch weniger Bürokratie und mehr Freiheit. Unnötige Regeln sind zu verhindern.

SP
Hannah Pfalzgraf (22 – bisher)


Wahlkreis: Affoltern am Albis
Beruf: Projektleiterin, Studentin
Lieblingsserie: Der Bestatter
Reiseziel: Besuch der Endstationen aller Trams und S-Bahnen.
Dieses Fast Food wäre ich: Ein Döner – betrunken am besten.
Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?
Momentan wird besonders in ländlichen Gemeinden konsequent der Service Public abgebaut – etwa Poststellen oder ÖV-Verbindungen weggespart. Zusätzlich bürdet der Kanton den Gemeinden immer mehr finanzielle Lasten auf. Ich möchte mich für mehr Chancengleichheit einsetzen. Wir müssen es schaffen, dass alle die gleiche Chance auf Selbstverwirklichung und ein Leben in Würde haben.

FDP
Bettina Fahrni (24)


Wahlkreis: Zürich 3 und 9
Beruf: Teamleiterin Bank
Lieblingsserie: One Tree Hill
Reiseziel: Trip in die Bahamas und nach Las Vegas.
Dieses Fast-Food wäre ich: Hamburger – vielschichtig und gut.
Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?
Der befürchtete Linksrutsch wird zu höheren Staatsausgaben und mehr Bürokratie führen. Das Budget des Kantons sollte aber geschont und nicht ausgebaut werden. Eine Möglichkeit dazu bietet die Digitalisierung, deren Potenzial noch zu wenig genutzt wird. Zudem möchte ich die Stimme der Jungen sein – etwa im stark regulierten Bereich Nachtleben oder beim Taxigesetz mit der Regulierung von Uber.

GLP
Viviane Kägi (21)


Wahlkreis: Winterthur-Land
Beruf: Bankkauffrau
Lieblingsserie: Serien sind nicht so mein Ding, Talkshows schon.
Reiseziel: London mit dem Zug.
Dieses Fast Food wäre ich: Falafel-Wrap – Gemüse für den Körper und fettige Sauce für das Gemüt.
Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?
Man pfeift auf Umwelt- und Klimaschutz. Kapitalinteressen verhindern im Kantonsrat eine ökologische Wende. Ich möchte mich deshalb unter anderem für nachhaltige Ernährung und Sharing Economy einsetzen. Bisher rennt die Politik der Gegenwart hinterher. Die zukünftigen Herausforderungen lassen sich nicht mit dem Gedankengut der 1970er-Jahre angehen.

Grüne
Julian Croci (23)


Wahlkreis: Uster
Beruf: Informatikstudent
Lieblingsserie: Simpsons
Reiseziel: Städte, die mit dem Zug erreichbar sind.
Dieses Fast Food wäre ich: Momos sind lecker und sowohl vegan als auch mit Fleisch erhältlich.
Was bereitet dir im Kanton Zürich am meisten Bauchweh?
Die bürgerliche Mehrheit im Kantonsrat ist im Moment nicht gewillt, Massnahmen gegen den Klimawandel und für den Naturschutz zu ergreifen. Für mich ist ein ökologischer Kanton mit einem guten Velowegnetz, besseren ÖV-Verbindungen und sinnvollem Recycling wichtig. In Schulen soll der Erfolg nicht davon abhängen, wie viel Geld den Eltern zur Verfügung steht.

(tam)