Zürcher Kreis 4

27. März 2014 12:04; Akt: 01.04.2014 09:48 Print

Illegales Graffiti an der neuen Kalkbreite-Siedlung

von Roman Hodel - Auf dem Dach der neuen Kalkbreite-Siedlung in Zürich haben Sprayer ein riesiges Graffiti hinterlassen. Die Eigentümer störts nicht – es wird auf natürliche Weise verschwinden.

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Einen unfreiwilligen Farbtupfer hat der markante, im Bau befindliche Wohn- und Gewerbebau Kalkbreite im Kreis 4 erhalten. Auf dem Dach des Gebäudes prangt in Grossbuchstaben «True Love». «Wir haben dies nicht bestellt – die im Quartier sehr aktive Sprayer-Crew muss es vor etwa fünf Wochen realisiert haben», sagt Sabine Wolf, Sprecherin der Genossenschaft Kalkbreite.

Die Baustelle ist laut Wolf zwar bewacht, trotzdem hätten sich die Unbekannten Zutritt zum Gelände verschaffen können: «Das Graffiti stört uns nicht, im Gegenteil – das Gebäude verträgt so etwas.» Sie will dies aber nicht als Einladung für andere Sprayer verstanden haben. Abgesehen davon werde das Kunstwerk nicht ewig sichtbar sein. «Alle Dachaufbauten erhalten noch ein Gerüst, an dem dann Kletterpflanzen hochwachsen», sagt Wolf.

Wohnraum für 238 Menschen

Obwohl die Überbauung im Bereich Badenerstrasse derzeit noch eine grosse Baustelle ist, sind am vergangenen Wochenende auf der Seite Kalkbreitestrasse die ersten Wohnungsmieter eingezogen. Bis im August werden die 55 Wohnungen, die in 97 Wohneinheiten unterteilt sind, staffelweise bezogen. Ab dann leben 238 Personen hier, die durchschnittlich je 33 Quadratmeter Wohnfläche beanspruchen. Dies ist aus ökologischen Gründen bewusst weniger als in üblichen Neubauten. Wolf: «Mit den 33 Quadratmetern liegen wir sogar zwei tiefer als geplant.»

Auch im Gewerbeteil in den unteren Etagen kehrt bald Leben ein: Am 4. April wird mit Möbel Zürich der erste Laden eröffnet. In einer Woche folgt mit Hin & Weg das erste Gastrolokal, in einem Monat mit der Wohnzimmer-Bar ein zweites. Bis im August kommen unter anderem noch hinzu: Bachser Märt, Café Berlin, Kino Houdini, Geburtshaus Delphys, Greenpeace, eine Sans-Papiers-Anlaufstelle und viele mehr.

Eröffnungsfest im August

Gedulden muss man sich ebenfalls auf den öffentlich zugänglichen Innenhof. Zwar wurden dort bereits vier Hochstammbäume gepflanzt, doch eröffnet wird das Herz der Siedlung erst im August. Vom 22. bis zum 24. August findet ein grosses Eröffnungsfest statt. Der Wohn- und Gewerbebau Kalkbreite, der sich über das Tramdepot spannt, gehört der gleichnamigen Genossenschaft. Diese hat das Land von der Stadt im Baurecht für 95 Jahre übernommen. Die Investitionskosten betragen rund 60 Millionen Franken.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. Most am 01.04.2014 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Diagnose:

    Lackdose-Intoleranz.

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  • rm am 01.04.2014 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    medien wieder

    bravo. ihr medienleute macht es jetzt noch bekannter. für den sprayer hat es sich gelohnt, schweiz weit in der zeitung.

  • Chv am 01.04.2014 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahre Liebe vs kranke Welt

    Der Text hat was. Wo gibt es den noch heute so etwas? Heutzutage ist doch sogar die Liebe für manchen nur noch Konsum. Und der oder die Partner(in) nur noch austauschbares und mit allen teilbares Spielzeug.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Karl Loob am 01.04.2014 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Autismus in Beton

    Aussenansicht: Eine Blockrandbebauung im zürcherischen Stil. Autismus scheint bei Architekten weit verbreitet zu sein. Ein Block mehr der die Atmosphäre der Stadt kaputt macht.

  • Chv am 01.04.2014 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wahre Liebe vs kranke Welt

    Der Text hat was. Wo gibt es den noch heute so etwas? Heutzutage ist doch sogar die Liebe für manchen nur noch Konsum. Und der oder die Partner(in) nur noch austauschbares und mit allen teilbares Spielzeug.

  • pendler H. am 01.04.2014 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    OMG

    sind das hässliche Wohnungen! Als hätte man eine Zeitreise zurück in die 70er gemacht *kotz*

  • rm am 01.04.2014 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    medien wieder

    bravo. ihr medienleute macht es jetzt noch bekannter. für den sprayer hat es sich gelohnt, schweiz weit in der zeitung.

  • Mirjam Grossenbacher am 01.04.2014 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Würg

    Wie fast alle Graffity: Ideenlos, unkreativ, spastenhaft.

    • Wath am 01.04.2014 13:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Mach es doch besser...

      Schlicht und einfach, und das Gebäude sieht nicht mehr so kalt aus.

    • Peter Müller am 01.04.2014 15:10 Report Diesen Beitrag melden

      blabla

      Grafittis sind Geschmacksache. Jeder hat einen anderen Geschmack und als Kunst wird sowieso nur definiert, was man bezahlen kann/muss.

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