Kanton Aargau

27. Juli 2014 13:30; Akt: 28.07.2014 14:29 Print

Im Schlafzimmer von Einbrecher überrascht

Gleich bei drei Einbrüchen im Kanton Aargau erwachten die Bewohner erst, als die Täter im Schlafzimmer standen. Die Polizei spricht von einer ungewöhnlichen Häufung solcher Fälle.

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In Rupperswil bei Aarau betraten Einbrecher in einem Haus das Schlafzimmer, obwohl die Bewohner dort schliefen. (Bild: Google Earth)

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Der eine Einbruch ereignete sich übers Wochenende in Rupperswil. Dort erwachte ein Ehepaar, als sich plötzlich eine unbekannte Person in ihrem Schlafzimmer befand. Diese war über eine Leiter auf den Balkon im Hochparterre gestiegen und durch die offene Balkontüre in die Wohnung getreten. Die Person konnte flüchten, wie die Kantonspolizei Aargau am Sonntag mitteilte.

In Herznach bohrten unbekannte Täter ebenfalls am Wochenende die Türe einer Wohnung auf, drangen ein und durchsuchten die Räume. Der Besitzer erwachte, als er plötzlich eine unbekannte Frau im Schlafzimmer bemerkte. Die unbekannten Täter flüchteten. Bei beiden Fällen erbeuteten die Einbrecher Schmuck und Bargeld.

Vermehrt Personen mit verdächtigem Werkzeug

Bereits vergangene Woche waren in Aarau Einbrecher nachts dreist in ein Schlafzimmer geschlichen. Als die Hausbewohner erwachten, machten sie sich ohne Beute aus dem Staub. Neu ist das Phänomen laut Kapo-Sprecher Max Suter zwar nicht: «Es gibt immer wieder Täter, die einbrechen, obwohl sie damit rechnen müssen, dass jemand daheim ist.» Die Häufung sei jedoch ungewöhnlich. Ob zwischen den Taten ein Zusammenhang besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Auf ihren Patrouillen kontrolliere die Aargauer Kapo seit einigen Wochen vermehrt Personen mit verdächtigem Werkzeug. Meist handelt es sich laut Suter um Gruppen aus Osteuropa: «Allerdings kann ihnen die Polizei oft keine Straftaten nachweisen.» Er mahnt deshalb Bewohner zu erhöhter Wachsamkeit. Und: Wer verdächtige Geräusche in der Wohnung höre, solle Lärm machen. «Dann suchen die Einbrecher in der Regel das Weite», so Suter. Gefährlich werden könne es, wenn man sich ihnen in den Weg stelle: «Davon raten wir ab.»

Schlüssel unter der Fussmatte

Nicht zuletzt liegt es auch den Bewohnern selber, es den Kriminellen nicht allzu einfach zu machen. Das beweisen diese zwei Einschleichdiebstähle von diesem Wochenende im Aargau: In einem Fall gelangten die Diebe gemäss Polizeimitteilung durch eine unverschlossene Garagentüre ins Haus, im anderen durch den unter eine Fussmatte gelegten Schlüssel.

(rom)