Zürich

26. November 2013 10:20; Akt: 26.11.2013 22:46 Print

In 200 Tagen geht der Bahnhof Löwenstrasse auf

In einem halben Jahr wird der erste Teil der Zürcher Durchmesserlinie eröffnet. Am Dienstagvormittag gewährten SBB und Kanton Einblick in das Jahrhundertbauwerk.

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In gut einem halben Jahr wird ein Teil der Zürcher Durchmesserlinie eröffnet. Medienleute erhielten am Dienstagvormitttag, 26. November, Einblick in die Baustelle. Mit einem Lift gings beim Installationsplatz Brunnenhof in Oerlikon hinunter. Dieser Schacht wird nach Ende der Bauarbeiten zugeschüttet. Unten angekommen geht der Blick zunächst in den Weinbergtunnel. Und so sieht es aktuell im Weinbergtunnel aus. Dieser verbindet Oerlikon mit dem Hauptbahnhof. Die grossen Arbeiten im Tunnel sind fertig. Mit Details sind die Arbeiter in den nächsten Wochen aber noch beschäftigt. Und nochmals ein Schnappschuss vom Weinbergtunnel. Im Tunnel sind schon alle Gleise verlegt. Noch fehlt aber ein letztes Stück zum Anschluss an den Bahnhof in Oerlikon. Diese sollen in den nächsten Wochen noch verlegt werden. Auf dem Bild ist die künftige Linie von Zürich nach Oerlikon zu sehen. Damit die Züge von Oerlikon her überhaupt in den Weinbergtunnel gelangen können, musste diese Einfahrtsrampe gebaut werden. Auf dem Bild sind die Gleise der Linie nach Zürich zu sehen. Diese Gleise wurden mit spezieller, lärmdämpfender Technik verlegt, damit die Bewohner in den nahe an die Gleise gebauten Häuser nicht zu sehr beeinträchtigt sind. Beim Blick von oben auf die Baustelle sieht man, dass die nächsten Wohnhäuser nur wenige Meter daneben liegen - getrennt durch eine 36 Meter hohe Wand. Diese war übrigens eine technische Herausforderung und muss nun speziell entwässert werden, damit der Druck auf sie nicht zu gross wird. Zurück im Tunnel: Der Passagierzug begibt sich von Oerlikon auf den Weg in Richtung neuen Bahnhof Löwenstrasse. Rechts an der Tunnelwand ist der gelbe Handlauf mit den LED-Leuchten zu sehen. Er weist im Notfall den Weg nach draussen. Im Bahnhof Löwenstrasse stehen Regierungsrat Ernst Stocker und SBB-CEO Andreas Meyer. Sie wollen am 26. November 2013 den Countdown zu den letzten 200 Tagen der ersten Bauetappe eröffnen. Im neuen Bahnhofsteil ist die Infrastruktur praktisch vollständig fertig. Die Rolltreppen sind eingebaut, der Boden verlegt die Beleuchtung ist angebracht und sogar die Uhren hängen schon. Auch im neuen Shoppingteil geht es hauptsächlich noch um den Innenausbau. Der Rest steht und ist bald bereit für die Läden, die sich ab Februar hier einrichten werden. Noch 200 Tage warten, dann wird der Bahnhof Löwenstrasse eröffnet. SBB-CEO Andreas Meyer und Regierungsrat Ernst Stocker drücken den Knopf um den Countdown einzuleiten.

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Die Arbeiten an der Durchmesserlinie mit dem unterirdischen Bahnhof Löwenstrasse und dem Weinbergtunnel stehen kurz vor dem Abschluss. Bereits im Januar 2014 beginnt der Testbetrieb auf der Strecke zwischen Oerlikon und Hauptbahnhof. Ein Teil der Linie wird zusammen mit dem Bahnhof Löwenstrasse am 15. Juni eröffnet.

Um den Countdown zu starten, luden SBB-CEO Andreas Meyer und der Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker (SVP) Journalisten am Dienstagvormittag zur Begehung der Baustelle. Dazu gehörte auch eine Zugfahrt durch den Weinbergtunnel in den neuen Bahnhof Löwenstrasse.

Im Bahnhof Löwenstrasse geht es jetzt noch um Details

Im neuen Tunnel ist schon praktisch alles bereit für den Testbetrieb in den kommenden Wochen. Die Gleise sind fast bis zum Bahnhof Oerlikon verlegt. Die Notfall-Führung für Passagiere im Tunnel samt LED-beleuchtetem Geländer steht und bereits ist auch ein Teil der Stromleitungen gezogen. «Anfang Januar werden auch die letzten Arbeiten vollständig abgeschlossen sein», sagt Projektleiter Roland Kobel.

Doch nicht nur im Weinbergtunnel stehen die Arbeiten kurz vor dem Abschluss, auch der Bahnhof Löwenstrasse ist praktisch fertig. «Dort geht es nur noch um Details wie die Möblierung und die konkrete Passagierführung», so Kobel.

Im Zwischengeschoss, der neuen Einkaufspassage Gessnerallee, ist auch schon der grösste Teil fertig. Bereits sind die Glastüren eines grossen Teils der 37 neuen Läden eingebaut. Doch auch die Läden gehen erst im Juni auf. «Es gibt auch hier noch einiges zu tun. Im Februar aber können die Läden mit dem Innenausbau anfangen», so Kobel.

(ann/rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fotograf am 26.11.2013 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Quantität statt Qualität

    Ich sehe auf den Fotos viele Fotografen / Journalisten mit hochwertigem Equipment, aber der Qualität der Bilder nach zu urteilen war der 20min Fotograf nur mit der Handykamera mit einer beschlagenen Linse unterwegs :)

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  • Harry B am 26.11.2013 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Veekehrabgaben

    Aaah, da sind ja meine strassenverkehrsabgaben.

  • Martin am 26.11.2013 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    @"ah meine Strassenverkehrsabgaben" usw.

    Eure Strassenverkehrsabgaben gehen dahin: 2. Gotthard Strassentunnel. Da die meisten, die hier herumstänkern, wohl Zürcher sind: Eure Abgaben gehe in die Umfahrungstunnels, so dass man nicht immer durch Zürich fahren muss, wenn man in die Berge fahren will. Also, hört auf zu reklamieren, wenn ihr keine Ahnung habt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Skeptiker am 26.11.2013 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freude herrscht

    Wir dürfen der Steuererhöhung entgegenblicken

  • e.a. am 26.11.2013 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch

    Falsch, der Eingang am Brunnenhof gehört nicht zu Örlikon sondern zu Unterstrass!

  • Manu am 26.11.2013 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    Bevorzugung

    Wieso bekommt Zürich immer Milliarden vom Bund für Verkehrsprojekte, während andere Projekte in der Restschweiz nicht verwirklicht werden?

    • Bähnler am 27.11.2013 08:10 Report Diesen Beitrag melden

      Logisch

      Ist das eine Frage? Zürich ist das Herz ders nationalen und internationalen Bahnverkehrs. Zum Herzen führen nun ja bekanntlich die Blutgefässe! Kann Zürich atmen, dann geht es auch der restliche Schweiz gut, wenn Zürich als Motor unserer Wirtschaft stottert, dann schliessen viele in der Schweiz ihre Ventile. Das Geld soll dorthin fliessen, wo es am meisten Wirkung bringt, das ist in Zürich, Bern, Basel und Genf.

    • Erich Tobler am 27.11.2013 10:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Eiger, Mönch und Schisshas.

      Weil Zürich auch Geld hineinpumpt und das Volk nicht ständig aus Angs um Steuererhöhungen sämtliche Pläne stimmtechnisch Bodigt? Im Vergleich zu anderen Regionen hat Zürich es begriffen, dass die Wirtschaft um Zürich herum ohne den ÖV nicht mehr funktioniert, während Luzern, Bern und andere Orte alles haben wollen, aber Schiss habe auch mal richtig zu investieren.

    • Knut Knallmann am 27.11.2013 13:48 Report Diesen Beitrag melden

      Keine Bevorzugung

      Weil der Kanton Zürich Grosse Teile der Kosten für das Bauwerk selbst berappt hat und unter anderem 500 (!!!) Millionen Franken als Vorschuss für die schnelle Verwirklichung ausgegeben hat. Generell liegt die geringe Anzahl an Verkersprojekten (Schiene und Strasse) vielleicht an jenen politischen Kräften, welche ständig niedrigere Steuern fordern?

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  • Passagier am 26.11.2013 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Schneller durch Zürich

    Zum Glück sieht man von Zürich immer weniger!

    • DeBusli am 27.11.2013 08:15 Report Diesen Beitrag melden

      U - wie Untergrund

      Bist nicht weit herumgekommen. Von den meisten Weltmetropolen siehst du im Untergrund nichts. Kannst in London den ganzen Tag herumkreuzen und hast weder Big Ben noch das Riesenrad gesehen, vom Eiffelturm ganz zu schweigen.

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  • Martin am 26.11.2013 14:47 Report Diesen Beitrag melden

    @"ah meine Strassenverkehrsabgaben" usw.

    Eure Strassenverkehrsabgaben gehen dahin: 2. Gotthard Strassentunnel. Da die meisten, die hier herumstänkern, wohl Zürcher sind: Eure Abgaben gehe in die Umfahrungstunnels, so dass man nicht immer durch Zürich fahren muss, wenn man in die Berge fahren will. Also, hört auf zu reklamieren, wenn ihr keine Ahnung habt.