Eltern sind verzweifelt

19. Juli 2019 09:43; Akt: 19.07.2019 09:46 Print

Irisches Fitnessmodel (27) ertrinkt in der Limmat

Der 27-jährige Ire Lucky Ogbomor ist im Juni in der Limmat ertrunken. Seine Eltern sind verzweifelt und suchen nach Antworten.

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Lucky Ogbomor war erst im Januar nach Zürich gekommen, um seine Karriere als Fitnessmodel voranzutreiben. Doch dazu kam es nicht mehr. Im Juni wurde der 27-jährige Ire aus Tyrrelstown tot aus der Limmat geborgen. Laut der Zeitung «Herald» soll er Schwierigkeiten beim Schwimmen bekommen haben. Seitdem sind seine Eltern verzweifelt. Vater Barry und Mutter Judith suchen nach Antworten.

Als sie am Geburtstag ihres Sohnes nichts von ihm hörten, fingen sie an, sich Sorgen zu machen. Ein paar Tage später standen Polizisten vor ihrer Tür und überbrachten ihnen die traurige Nachricht. «Ich konnte es einfach nicht glauben. Nichts schien in diesem Moment real», so der Vater. «Die Polizisten sagten uns, dass unser Sohn bei einem Badeunfall ertrunken sei. Wir hatten aber so viele Fragen, die sie uns nicht beantworten konnten.»

«Wir sind in Tränen aufgelöst»

Letzte Woche wurde Luckys Leiche schliesslich nach Irland überführt und auf Wunsch der Eltern obduziert. Doch die Familie soll immer noch auf eine Antwort der Schweizer Behörden zu den genauen Todesumständen ihres Sohnes warten: «Wir haben versucht, sie zu kontaktieren. Sie konnten uns aber ohne einen Dolmetscher für Englisch keine genaue Auskunft geben.»

Auch der versprochene Rückruf sei ausgeblieben: «Wir sind in Tränen aufgelöst. Wir können nicht weitermachen, bis wir wissen, was genau passiert ist.» Der Vater appelliert nun an die irische Regierung, der Familie zu helfen, Informationen über die Ursache des Todes seines Sohnes von den Behörden in Zürich zu erhalten.

Stadtpolizei Zürich widerspricht Vorwürfen

Die Stadtpolizei Zürich widerspricht gegenüber dem «Blick» den Aussagen der Familie. Man habe den Eltern alle zur Verfügung stehenden Informationen weitergeleitet.

«In solchen Fällen läuft die Kommunikation immer über die zuständige Botschaft und via Interpol in Bern. Dort wurden auch alle Angaben übersetzt und dann an die Kollegen in Irland weitergeleitet. Die irischen Behörden haben die Familie informiert. Weitere Angaben zu den Umständen, die zum Tod des Mannes geführt haben, können wir keine machen», sagt Sprecherin Judith Hödl.

(mon)