Islamisches Gebetshaus

20. Mai 2018 11:53; Akt: 20.05.2018 11:53 Print

Schaffhausen bewilligt Bau von Grossmoschee

Mitte dieses Jahres beginnt der Bau eines Gebetshauses in Schaffhausen. Die Stadt hat dem Projekt zugestimmt.

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Die Stadt Schaffhausen hat den Bau einer türkischen Grossmoschee bewilligt. Das neue islamische Gebetshaus soll einem Bericht des «SonntagsBlicks» zufolge 1,5 Millionen Franken kosten und knapp 30 Meter lang, 16 Meter breit und 12 Meter hoch werden. Der Spatenstich erfolgt Mitte 2018.

Gemäss Unterlagen sind im geplanten Gebäude neben zwei geschlechtergetrennten prunkvollen Gebetsräumen auch ein Jugendlokal, ein Schulungsraum sowie eine muslimische Kinderkrippe geplant. Hinter dem Projekt der «Aksa-Moschee» steht der Türkisch-Islamische Verein Schaffhausen. Dieser beteuert, dass das Gebäude ausschliesslich mit eigenen Mitteln finanziert werde. Geld aus dem Ausland soll keines fliessen.

Das Grundstück gehört der Türkisch-Islamischen Stiftung für die Schweiz (TISS), einem direkten Ableger des Religionsministeriums Diyanet in Ankara. Vorsitzender der TISS ist laut Handelsregister Ali Erbas. Der islamische Theologe ist ein Vertrauter des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und amtet als Präsident der obersten türkischen Religionsbehörde. Die Imame, die in Schaffhausen predigen sollen, werden dem Bericht zufolge von Ankara entsandt. Der Türkisch-Islamische Verein distanziert sich von jeglichen politischen Ambitionen in dem Zusammenhang.

(sda)