Zürich-City

11. Juli 2014 08:32; Akt: 11.07.2014 08:32 Print

Jetsetterin verlässt günstige Stadt-Wohnung

An exklusiver Lage an der Zürcher Schipfe hat Jetsetterin Christine Vögeli ihre 1429 Franken günstige Stadt-Wohnung aufgegeben. Auslöser dafür ist der Fall Schlatter.

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1,5 Zimmer, 56 Quadratmeter Wohnfläche, einfacher Ausbau zwar, jedoch exklusiver Blick auf Limmat und Altstadt, und das alles für bloss 1429 Franken inklusive Nebenkosten – diese Wohnung in Besitz der Stadt Zürich an der Schipfe 39 ist zurzeit ausgeschrieben und kann am nächsten Dienstag besichtigt werden. Vormieterin war laut «Tages-Anzeiger» Jetsetterin Christine Vögeli, die seit der Heirat mit dem Promi-Zahnarzt John Schnell vor einem Jahr nun dessen Nachnamen trägt.

Dass sie die Wohnung aufgegeben hat, hängt mit dem Fall Hedy Schlatter zusammen, der Anfang Jahr für Aufsehen sorgte. Die damalige SVP-Gemeinderätin bewohnt in Wollishofen eine günstige städtische Wohnung, obschon sie mehrfache Millionärin ist und ihre Steuern in Uster bezahlt. Die Stadt hat inzwischen gehandelt und knöpft sich Mieter mit hohem Einkommen vor. Denn das Verhältnis vom Lohn zum Mietzins muss «angemessen» sein. Will heissen: Für die ausgeschriebene Schipfe-Wohnung darf jemand maximal 5700 Franken monatlich verdienen.

Riklin und Nadelmann als Nachbarn

Gemäss «Tages-Anzeiger» sei die städtische Liegenschaftenverwaltung in den letzten Monaten diesbezüglich sehr aktiv gewesen. Wie viele Mieter sie kontaktiert hat, ist nicht zu erfahren. Abgesehen davon fehlen ihr noch die nötigen neuen Mietrichtlinien, um sich auch wirklich durchsetzen zu können. Das Stadtparlament wird voraussichtlich im Spätherbst über die Vermietungspraxis befinden.

Schlatter wird ihre Wohnung in Wollishofen verlassen. Bereits umgezogen ist zudem Nationalrat Daniel Vischer (Grüne), der in der Riedtli-Siedlung lebte. Offenbar keine Umzugspläne haben bislang Nationalrätin Kathy Riklin (CVP) und Opernsängerin Noëmi Nadelmann, die beide in jenem Gebäudekomplex wohnen, in dem nun diese 1,5-Zimmer-Wohnung zu haben ist.

(rom)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jürg Greiff am 11.07.2014 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Geld

    Sog. "Jetsetterinnen" sind doch Frauen, welche sich mit fremden Geld wichtig machen wollen, oder verstehe ich das falsch?

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  • Michael Meier am 11.07.2014 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    So So die gute und nette Riklin

    Ja Frau Riklin und Frau Nadelmann, ihr wisst was zu tun ist. Vor allem Frau Riklin ist immer die erste die Ihr Maul aufreist. Jetzt ist Sie dran.

  • ¨Coldplayer am 11.07.2014 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur verachtenswert

    Riklin ist das typische Abbild der Mehrheit unserer heutigen Politiker : Macht- und Geldgeil! Wasser predigen und Wein trinken! Einfach nur verachtenswert!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • ein Mieter am 15.07.2014 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    1,5 Z für CHF 1500.- ... omg

    Als ob fast 1'500 pro Monat für eine kleine 1.5 Zimmer Wohnung günstig wäre! Leute, ich habe für 900 in einer 2.5 Zimmer mit zwei Balkonen (West & Ost), inkl. Bar & Hocker, Geschirrspühler, Waschmaschine, Dusche und Badewanne etc. gewohnt! Okay, es war definitiv nicht in Züri City! Aber wenn ich mir das Zimmer mit dem Fenster zum Keller so anschaue, war das ein super Entscheid.

  • Kirasti am 14.07.2014 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mehr Kontrollen

    Da gibt es aber noch viele mehr welche solch billigen Wohnungen besetzen. Die gehören rausgestellt. Kein Wunder kann jede Politikerin der Stadt Zürich mit dem Velo zu Arbeit pedalen.

  • Zürcherin am 12.07.2014 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ungerechtig

    1500.-Fr.sind zuviel für eine 1Zimmerwohnung.Aber für eine Jetsetterin eindeutig zu wenig.Ich weiss noch viele gut betuchte Leute die in "billigen" 4 Zimmerwohnungen alleine wohnen.Übrigens auch in Genossenschaften wohnen Leute die zum Teil eigene Geschäfte haben zur Miete von 1200.-Fr. Logieren auch zu zweit in Vierzimmerwohnung oder Reiheneinfamilienhäusern.

    • Terranova am 14.07.2014 06:35 Report Diesen Beitrag melden

      Namen melden, nicht nur behaupten

      Was Sie alles "wissen"! Gerüchte verbreiten sich schnell. Und es gibt Leute, die sich ungerecht behandelt und zu kurz gekommen fühlen. Diese Tragen dann gerne zum Rufmord bei.

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  • Hanne Rohrer am 12.07.2014 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    Günstig ist hier widerlicher Ausdruck

    Günstige Wohnung, dass ich nicht lache. Die Stadt Zürich weiss schon warum sie lange Zeit Begüterte beheimatete. Die Preise konnten so günstig in die Höhe geschraubt werden ohne murren der Begünstigten. Günstlingswirtschaft nennt man das. Günstig sind diese Wohnungen NICHT. Macht mal Umfrage was die Geschäfter für Miete zahlen müssen in den den städtischen Liegenschaften. Vom Exklusiv-Fashion-Shop bis zum Würstistand im Niederdorf ! Da sind viele eingesessene Handwerker und Geschäfte regelrecht ausgemerzt worden.

  • Jürg Greiff am 11.07.2014 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Geld

    Sog. "Jetsetterinnen" sind doch Frauen, welche sich mit fremden Geld wichtig machen wollen, oder verstehe ich das falsch?

    • Hans am 12.07.2014 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Nein, das trifft's :-)

    • Till Sitter am 12.07.2014 19:08 Report Diesen Beitrag melden

      @Jürg Greiff

      Ja Sie verstehen es falsch, denn Sie haben keinerlei Kenntnisse über die Vermögensverhältnisse dieser Personen. Sie stellen also nur Vermutungen auf, die auf nichts basieren.

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