Schlägerei in Embrach

05. April 2019 09:49; Akt: 05.04.2019 09:49 Print

Täter sagt, warum er Frau aufs Gleis schleuderte

Nachdem eine Frau am Bahnhof Embrach ZH zusammengeschlagen wurde, musste sie ins Spital. Der Schläger behauptet, sie habe den Streit angezettelt.

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Drei junge Männer und zwei Frauen waren dabei, als am vergangenen Samstag beim Bahnhof Embrach eine 38-jährige Passantin verprügelt wurde. Ihren Erzählungen nach hatte sie vorgehabt, beim Selecta-Automaten Beef Jerky zu kaufen, die Packung sei aber stecken geblieben. Die Gruppe junger Menschen habe anschliessend versucht, den Snack mit Gewalt aus dem Automaten zu holen, woraufhin die Frau eingeschritten ist. Sie wurde derart verprügelt, dass sie ins Spital eingeliefert werden musste.

Nun spricht zum ersten Mal der 17-Jährige Schläger mit dem «Blick». Er bestreitet die Tat nicht. Aber er sagt aus, dass die Frau zuerst begonnen habe, zu pöbeln. Sie sei völlig unvermittelt auf den Hals seiner Freundin losgegangen. Ausserdem habe sie ihr das Knie zwischen die Beine gerammt. «Ich musste eingreifen, um meine Freundin zu beschützen», sagt er.

Untersuchung eingeleitet

Er gibt auch zu, die Frau auf die Gleise geworfen zu haben: «Ich habe die Frau gepackt, um sie zu beruhigen. Sie wehrte sich. Dann schleuderte ich sie aufs Gleis.» Es tue ihm auch leid, dass sie sich derart verletzt habe. Aber sie habe den Streit nunmal begonnen.

Die 38-jährige Frau erinnert sich anders an den Vorfall. Laut ihren Erzählungen habe einer der Männer unvermittelt zugeschlagen, als sie sie zurechtweisen wollte. Der Mann habe auch nicht von ihr abgelassen, nachdem sie auf die Gleise gestürzt war. «Er zeigte keine Gnade, man sah es in seinem Blick», erzählt sie. Nach dem Angriff seien die fünf Jugendlichen geflüchtet. Nun untersucht die Jugendanwaltschaft des Kantons Zürich den Fall.

(doz)