Stapo Zürich ermittelt

20. März 2018 14:10; Akt: 20.03.2018 17:47 Print

Hier wird ein Blitzer demoliert

Am Wochenende haben zwei Jugendliche in Zürich einen Blitzkasten umgestossen. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Nach mehreren Versuchen kippte der Blitzkasten um.
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In der Nacht auf Freitag haben Jugendliche in Zürich einen Blitzkasten umgestossen und dabei einen Sachschaden von rund 10'000 Franken verursacht. Der Vorfall ereignete sich im Kreis 11 an der Friesstrasse 21 am frühen Morgen.

Im Internet kursiert ein Video, auf dem zu sehen ist, wie zwei junge Männer zuerst sich gegen den Kasten stemmen. Nach einigen Versuchen kippt der Kasten schliesslich um.

Der Blitzkasten wurde bei der Aktion schwer beschädigt und es lief Flüssigkeit aus, weshalb die Berufsfeuerwehr von Schutz und Rettung ausrücken musste. Sie konnten verhindern, dass die Flüssigkeit in das Gewässer geriet. Die Polizei musste in der Folge die Friessstrasse sperren.

«Wir haben Kenntnis von dem Video. Die Ermittlungen laufen in diese Richtung», sagt Judith Hödl von der Stadtpolizei Zürich gegenüber dem «Blick». Die Polizei habe wegen des Vorfalls die Ermittlungen aufgenommen.

Blitzkasten so teuer wie ein Luxusauto

Es ist nicht das erste Mal, dass Vandalen in Zürich einen Blitzkasten beschädigten. «In der Stadt Zürich belaufen sich die Schäden bei unseren Apparaten auf 5000 Franken jährlich», sagt die Polizei zu 20 Minuten.

Die in der Stadt Zürich eingesetzten Blitzkasten sind so teuer wie ein Luxusauto. 143'280 Franken zahlt die Stadt pro Anlage. Grund dafür sind die hohen Entwicklungskosten. Zudem muss jeder Radarkasten vom Eidgenössischen Institut für Metrologie zugelassen werden.

(fur)