Kanton Zürich

21. Juli 2016 12:08; Akt: 21.07.2016 12:08 Print

Jugendparlament steht auch Ausländern offen

Das geplante Jugendparlament im Kanton Zürich soll mindestens zweimal jährlich im Rathaus in Zürich zusammenkommen. Die neue Plattform steht auch Ausländern offen.

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Der Zürcher Kantonsrat hatte im November 2015 beschlossen, ein Jugendparlament einzuführen. Nun schickt die Direktion der Justiz und des Innern eine Verordnung in die Vernehmlassung, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst. Die Frist der Vernehmlassung dauert bis Oktober.

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Im Jugendparlament sollen aktuelle, politische Themen diskutiert werden, die Jugendliche betreffen oder interessieren. Es steht allen Jugendlichen im Alter von 12 bis 21 Jahren offen - unabhängig von Ausbildung, Geschlecht, regionaler Herkunft oder Nationalität.

Gemäss Verordnung soll hinter dem Jugendparlament ein selbständig organisierter privatrechtlicher Verein stehen. Interessierte Vereine müssen beim Regierungsrat ein Gesuch um Anerkennung einreichen. Die Anerkennung wird jeweils für zwei Jahre erteilt.

Reichen mehrere Vereine ein Gesuch ein, legt der Regierungsrat ein besonderes Augenmerk auf die Zusammensetzung der Vereinsmitglieder. Die repräsentative Vertretung der Jugendlichen des Kantons Zürich steht denn auch im Fokus, wie es weiter heisst. Das Jugendparlament soll zudem mindestens 20 Mitglieder haben, damit eine minimale Repräsentanz garantiert werden kann.

Wie echt politisieren

Damit das Jugendparlament möglichst wie echt politisieren kann, wird ihm zweimal jährlich das Rathaus für die Parlamentssitzungen zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an diese Sitzungen können die Jugendlichen Medienkonferenzen im Konferenzzentrum Walcheturm durchführen.

Die Jugendlichen sollen zudem das Fachwissen der kantonalen Verwaltung und der Parlamentsdienste bei der Vorbereitung der Sitzungen in Anspruch nehmen können. Dies soll die Staatskasse mit jährlich nicht mehr als 10'000 Franken belasten. Das Jugendparlament kann zudem für besondere Projekte Beiträge bis zu insgesamt 10'000 Franken beantragen.

Das Jugendparlament kann seine Beschlüsse in Form einer Petition beim Kantonsrat einreichen. Bei kantonalen Rechtsänderungen, die die Anliegen von Jugendlichen betreffen, soll das Jugendparlament eingeladen werden.

Verein will sich bewerben

Im Kanton Zürich gibt es bereits einen Verein Jugendparlament Kanton Zürich, der im März 2015 gegründet worden war. Der Verein mit etwas über 30 Mitgliedern will beim Regierungsrat ein Gesuch für Anerkennung einreichen, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte.

Sie seien erfreut, dass nun klar ist, wie die finanzielle Unterstützung geregelt wird. Nach wie vor Mühe habe der Verein mit der Altersobergrenze von 21 Jahren. Auch mit 25 Jahren sei man noch jugendlich. Sollte der Regierungsrat das Gesuch gutheissen, müsste der Verein die Altersobergrenze entsprechend herabsetzen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ChickenPie am 21.07.2016 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Na, immerhin...

    ... finanziert das Zürich selber - nicht wie andere Kantone, die grosse "Kunstprojekte" planen und dann die Kohle von den Zürchern holen wollen. Ob es etwas bringen wird? Wird man wohl in ein paar Jahren an der Stimmbeteiligung sehen...

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  • ZHerin am 21.07.2016 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Antworten?

    Wo bleibt die Antwort "Nein, der Schwachsinn kostet nur viel!"?

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  • Nicolas H am 21.07.2016 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pro Jugendparlament

    Super Sache! Wir Jungen sollten uns viel mehr für die Politik interessieren, denn es ehr auch um unsere Zukunft. Dieses Angebot ist eine gute Möglichkeit, einen Schritt in die Politik zu machen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • rolf lehner am 21.07.2016 23:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blaufahrer und Schläger ade

    Ist im Bild 4 nicht der Babini, welcher betrunken Auto fährt und Leute bedroht. Danke der SVP, dass sie ihn logischerweise gespeicht haben. Schade, dass man ihn trotzdem immer sieht.

  • ZHerin am 21.07.2016 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Antworten?

    Wo bleibt die Antwort "Nein, der Schwachsinn kostet nur viel!"?

    • Sabrina am 21.07.2016 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ZHerin: diese Antwort hätte ich auch angekreuzt

      ..braucht es nicht. Kommt nun noch ein rentnerparlament? Ein Familienparlament? Ein Hundeparlament? Ein Sportlerparlament? Etc. etc.

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  • ChickenPie am 21.07.2016 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Na, immerhin...

    ... finanziert das Zürich selber - nicht wie andere Kantone, die grosse "Kunstprojekte" planen und dann die Kohle von den Zürchern holen wollen. Ob es etwas bringen wird? Wird man wohl in ein paar Jahren an der Stimmbeteiligung sehen...

    • Nationless am 22.07.2016 00:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ChickenPie

      Nein Zürich holt es dann von den Zugern, Schwyzern, Nidwaldnern und den Zürchern selber welche die NFA alimentieren. Ironie off!

    • Peter Moser am 22.07.2016 07:27 Report Diesen Beitrag melden

      @ChickenPie

      Jaja der NFA. Der Kanton ZH ist wohl der grösste Bezüger den es gibt - nein nicht vom NFA aber von Ressourcen! Wer bietet denn keinen Platz für seine benötigten Arbeitskräfte? Wer sorgt mit dem Flughafen dafür, dass mindestens 5 Nachbarkantone auch Fluglärmgeplagt sind? Und das alles ohne einen Rappen zu zahlen. Würde wir umliegenden Kantone nur schon eine Gewinnbeteiligung am Flufhafen haben, so müsste der Kt. ZH weniger in den NFA einzahlen. Und noch eins: es gibt auch Kantone welche versuchen aus der Nehmer Situation herauszukommen.

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  • Nicolas H am 21.07.2016 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pro Jugendparlament

    Super Sache! Wir Jungen sollten uns viel mehr für die Politik interessieren, denn es ehr auch um unsere Zukunft. Dieses Angebot ist eine gute Möglichkeit, einen Schritt in die Politik zu machen.

    • Samira am 21.07.2016 18:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Nicolas H

      Naja, wenn dann solche Bundesräte/rätinnen daraus resultieren wie wie aktuell haben, ist es keinen Heller wert.

    • Glaedr . am 21.07.2016 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Samira

      unsere bundesräte kommen von den älteren und nicht von den jungen. daher müssten sie die idee ja unterstützen damit die nächsten es besser machen.

    • John am 22.07.2016 00:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Glaedr.

      "unsere bundesräte kommen von den älteren und nicht von den jungen." - das ist entweder ein Scherz, oder ein Armutszeugnis unseres Bildungswesens.

    • Nationless am 22.07.2016 00:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Nicolas H

      Komisch dass Ausländer bis ihren 22 Jahren mitmachen können und danach Schluss ist, obwohl sie dann Älter und länger hier leben. Das ist völlig irrational! Ausländerkinder haben da gar nix zu suchen und wenn schon sollte man ebenso das Stimm und Wahlrecht kantonal für Ausländer einführen.

    • Peter Moser am 22.07.2016 06:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Glaedr .

      Nein unsere Bundesräte sind schon als Gruftis zur Welt gekommen - oder? Wohl einen Fensterplatz in Bio erwischt.

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