12. August 2007 01:02; Akt: 12.08.2007 13:23 Print

Junger Mann an Street Parade erstochen

Wie die Stadtpolizei Zürich in der Nacht auf heute mitteilte, ereignete sich der Vorfall gegen 21.30 Uhr auf der Rathausbrücke im Festareal. Der Täter ist flüchtig. Bei einer weiteren Messerstecherei gab es zwei Verletzte.

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Die Messerstecherei hatte sich gegen 21.30 Uhr auf der Rathausbrücke ereignet. Dabei erlitt ein 18-jähriger Schweizer schwere Verletzungen im Brustbereich.

Trotz sofortiger Betreuung durch Rettungssanitäter verstarb der junge Mann noch am Tatort. Die unbekannte Täterschaft befindet sich noch immer auf der Flucht.

Motiv und Hergang der Messerstecherei sind laut Stadtpolizei noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Zwei Portugiesen verletzt

Bei einer weiteren Messerstecherei am Utoquai wurden kurz nach 23 Uhr zwei Portugiesen im Alter von 16 und 19 Jahren verletzt. Laut Communiqué gelang den Tätern auch in diesem Fall die Flucht.

Insgesamt musste die Polizei im Verlaufe des Abends und der Nacht rund zwei Dutzend Mal wegen Streitereien oder Schlägereien ausrücken. Dabei wurden fünf Personen festgenommen.

Gegen Abend vermehrt Schlägereien

Allgemein zieht die Stadtpolizei Zürich jedoch eine positive Bilanz der diesjährigen Street Parade, an der rund 800'000 Menschen teilgenommen haben. Der Umzug verlief lange Zeit problemlos und friedlich, wie die Polizei in einem Communiqué mitteilte. Im Verlaufe des Abends habe es dann immer mehr Schlägereien gegeben, bei welchen die Polizei eingreifen musste.

Im Laufe des Tages hatte die Stadtpolizei Zürich 11 Personen wegen Verdachts auf Drogenhandel verhaftet, rund 400 Dosen Ectasy und LSD sowie rund 4000 Franken Bargeld sichergestellt.

Gefordert waren auch die Sanitäter: Bis gegen 21 Uhr mussten sie insgesamt 411 Personen behandeln. Meistens handelte es sich um Fälle von Schnitt- und Schürfwunden sowie Insektenstiche, wie Patrick Mauron von Schutz & Rettung Zürich auf Anfrage sagte.

49 Personen wurden zur näheren medizinischen Abklärung in ein Spital transportiert. Bei 47 Personen bestand der Verdacht auf übermässigen Alkohol- oder Drogenkonsum. 63 Personen wurden zur Überwachung in eine vom Zivilschutz betreute Patientensammelstelle gebracht, im vergangenen Jahr waren es 79 gewesen.

(sda)