«Druck der Jugend wirkt»

13. Mai 2019 11:56; Akt: 13.05.2019 12:23 Print

Kantonsrat will Klima-Notstand ausrufen

Eine erste Hürde hat der Klimanotstand in Zürich knapp genommen. Die Regierung muss eine Vorlage ausarbeiten.

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Auch im Kanton Zürich soll der Klimanotstand ausgerufen werden: Der Kantonsrat hat am Montag entsprechende Vorstösse von linker und grüner Seite überwiesen. Die Regierung muss nun eine Vorlage ausarbeiten. Dafür hat sie allerdings ein Jahr Zeit.

Diese Vorlage der Regierung wird dann dem Kantonsrat vorgelegt. Erst dann entscheiden die Politiker definitiv, ob sie den Notstand ausrufen wollen oder nicht. Bis es so weit ist, werden Klima-Traktanden somit nicht prioritär behandelt – auch das eine der am Montag überwiesenen Forderungen.

GLP und Grüne gewählt

Vor zwei Wochen hätte die Forderung nach einem Klimanotstand im Zürcher Parlament noch keine Chance gehabt. Seit vergangener Woche tagt der Kantonsrat aber in neuer Zusammensetzung. Jetzt wurden die Vorstösse mit knappem Mehr überwiesen.

«Der Druck der Jugend wirkt», heisst es in einer Mitteilung der Jungen Grünliberalen Zürich. Jetzt gelte es dranzubleiben, damit Zürich in der Klimakrise seine Verantwortung wahrnehme und mit gutem Beispiel vorangehe.

GLP und Grüne gewannen bei den Wahlen im März Sitze, während die Bürgerlichen – vor allem die SVP – Sitze einbüsste. Die Forderung nach der Ausrufung des Klimanotstandes ist nun das erste Zeichen, welches die neuen Mehrheiten setzen.

Jugendliche demonstrieren vor Rathaus

Vor der Klima-Debatte, die den ganzen Vormittag in Anspruch nahm, demonstrierten einmal mehr Jugendliche vor dem Rathaus. Viele von ihnen verfolgten die Diskussion anschliessend auf der Tribüne mit, teilweise als Eisbären verkleidet.

Der Klimanotstand wurde bereits im Kanton Waadt, in der Stadt Basel, in Olten und in Delsberg JU ausgerufen. Keine Chance hatte dieses Symbol hingegen in Luzern und Basel-Land. Auch in anderen Kantonen und Städten sind entsprechende Vorstösse hängig.

Weltweit erklärten bereits über 300 Städte den Klimanotstand, darunter Los Angeles, Vancouver und London.

(20 Minuten/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Weltenbürger am 13.05.2019 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    unverständlich

    Was noch schlimmer ist das die Regierung bei der Heuchlerei mitmacht. Demonstriert mal gegen Palmöl.

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  • El perro am 13.05.2019 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Notstand?

    Und was soll das bewirken? Klimawandel gab es immer und wird es immer geben. Mal wird's wärmer, mal kälter.

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  • Alter Sack am 13.05.2019 12:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Volksverdreher

    Politiker wollen halt wieder gewählt werden... darum der Kniefall... ich schäme mich für sie

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 14.05.2019 22:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kantonsrat als Klimazauberer

    1. Prijorität CO2 Reduktion: max. 10 Atemzüge pro Minute, langsam laufen, wenig reden, Rauchen total verboten.

  • Tristan15 am 14.05.2019 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    Grüner Notstand

    Einen Notstand wurde seinerzeit in Tschernobyl ausgerufen. Was dieser "Notstand" bedeutet, weiss keiner!

  • normal denkender Mensch am 14.05.2019 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Umweltschutz

    Der grösste Umweltverschmutzer ist der Mensch, also weniger in die Welt setzen. Menschen begrenzen, dann könnte der Planet überleben.

  • Mani Motz am 14.05.2019 09:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schaumschläger

    Das Unnützendste was man machen kann. Aber es tönt gut.

  • Reni am 13.05.2019 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und jetzt??

    und was passiert jetzt? Fahren alle Grünen jetzt mit der Kutsche oder dem Velo vor? Tragen Bart, waschen die Wäsche von Hand und tragen nur noch Jute? Echt, das wirkt auf mich tatsächlich wie ein Notstand!