Schweiz und Deutschland

13. September 2011 12:45; Akt: 13.09.2011 13:50 Print

Kein Durchbruch im Fluglärmstreit

Die Gespräche im Fluglärmstreit zwischen der Schweiz und Deutschland dauern an. Ziel ist es, bis Ende Jahr Eckpunkte für eine Vertragslösung zu definieren.

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Die schweizerisch-deutsche Arbeitsgruppe ist am Montag zusammengekommen, teilte das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) am Dienstag mit. Ziel ist es, Lösungen im Fluglärmstreit zu finden.

Die Schweizer Delegation habe der deutschen Seite dargelegt, wie einzelne Betriebsabläufe am Zürcher Flughafen funktionierten. Beispielsweise sei erläutert worden, welche Flugzeugtypen Kloten anfliegen, sagte Daniel Göring, Mediensprecher beim BAZL, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Zudem seien noch einmal mögliche Ruhezeiten zur Diskussion gestellt worden. In diesen Zeiträumen dürften keine Anflüge über süddeutsches Gebiet stattfinden. Die Schweiz wolle so wenig Leute wie möglich mit Lärm belasten, aber dem Flughafen Zürich gleichzeitig seine Entwicklungsmöglichkeiten lassen, sagte Göring.

Leuthards Aussage kein Thema

Die Gespräche hätten in einer ausgesprochen konstruktiven Atmosphäre stattgefunden. Verschiedene politische Äusserungen, wie etwa jene von Bundesrätin Doris Leuthard (CVP), seien kein Thema gewesen. Die Verkehrsministerin hatte kürzlich mit der Aussage, süddeutsche «Taliban» blockierten eine Lösungsfindung im Fluglärmstreit, für Schlagzeilen gesorgt.

Es brauche nun weitere Gespräche zwischen der Schweiz und Deutschland, um bis Ende Jahr Eckpunkte für eine mögliche Vertragslösung zu definieren, sagte Göring weiter. Deshalb soll in der zweiten Herbsthälfte das nächste Treffen der Arbeitsgruppe stattfinden. Wo dieses sein wird, ist noch offen.

Schweizer wollen kein Bewegungs-Modell

Zu den strittigen Punkten zwischen der Schweiz und Deutschland zählen nach wie vor die Anflüge nach Zürich über süddeutsches Gebiet. Die Deutschen möchten deren Zahl reduzieren. Die Schweizer dagegen wollen keine Regelung über Bewegungen, sondern möchten Lärm-Obergrenzen definieren.

Die Arbeitsgruppe wird von BAZL-Direktor Peter Müller sowie Gerold Reichle geleitet. Reichle ist Chef der Abteilung Luft- und Raumfahrt im deutschen Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Der Schweizer Delegation gehören auch Vertreter des Kantons Zürich und der Flughafen Zürich AG an. Auf deutscher Seite nehmen Vertreter des Landes Baden-Württemberg und des Landkreises Waldshut an den Verhandlungen teil.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pius Frick am 13.09.2011 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach drüberfliegen und fertig!!!

    Die beste Lösung kommt, wenn man eisern daran festhält und es auch umsetzt. Die Flugzeuge am besten über Süddeutschland fliegen lassen. Die Deutschen haben uns im Steuerstreit auch nicht gefragt ob sie die CD kaufen wollen, sie haben es einfach getan. Also sollen wir es genau so machen!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pius Frick am 13.09.2011 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach drüberfliegen und fertig!!!

    Die beste Lösung kommt, wenn man eisern daran festhält und es auch umsetzt. Die Flugzeuge am besten über Süddeutschland fliegen lassen. Die Deutschen haben uns im Steuerstreit auch nicht gefragt ob sie die CD kaufen wollen, sie haben es einfach getan. Also sollen wir es genau so machen!!!