Predigerkirche

27. Dezember 2008 17:17; Akt: 27.12.2008 17:23 Print

Keine Einigung bei Kirchenbesetzung in Zürich

Auch nach den Weihnachtstagen ist in die Zürcher Kirchenbesetzung keine Bewegung gekommen. Ein Gespräch zwischen Vertretern der Besetzer und der reformierten Kirche vom Samstag brachte zumindest vorderhand kein Ergebnis.

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Den rund 150 Sans-Papiers, die seit dem 19. Dezember die Predigerkirche im Zürcher Niederdorf besetzt halten, schlug die Kirchenvertretung vor, in das Kirchgemeindehaus Neumünster zu zügeln, wie ein Sprecher der Besetzer auf Anfrage sagte. Vor einem Entscheid werde dieser Vorschlag noch im Plenum diskutiert. Es sei jedoch eine Ablehnung absehbar.

Wie die kirchliche Kommunikationsstelle am Samstag mitteilte, bekräftigten die Kirchenvertreter ihre bisherigen Angebote und machte neue Vorschläge. Nach wie vor gelte das Angebot von Regierungsrat Hans Hollenstein, am 5. Januar eine Delegation der Besetzer zu empfangen. Dies aber nur, wenn bis dahin die Besetzung beendet sei.

Neben der Bereitschaft einer anderen Kirchgemeinde, die Besetzerinnen und Besetzer aufzunehmen wollen sich laut Mitteilung auch mehrere Pfarrpersonen in den kommenden Wochen dafür einsetzen, dass die Problematik der Sans-Papiers stärker ins öffentliche Bewusstsein rückt. Die Landeskirche stellte ein verstärktes Engagement zu Gunsten von Betroffenen in Aussicht.

Die Sans-Papiers fordern vom Kanton konkrete Zusagen für bessere Lebensbedingungen. Vor allem die Behandlung von Härtefällen werde im Kanton Zürich allzu rigide gehandhabt, kritisieren sie.

(sda)