Bootswerft in Lachen zerstört

20. August 2019 05:21; Akt: 20.08.2019 16:48 Print

Kinder haben schulfrei wegen Grossbrand

In Lachen SZ hat es in einer Bootswerft gebrannt. Der Schaden sei sehr gross, sagt der Geschäftsführer.

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In einer Bootswerft an der Seestrasse in Lachen SZ ist in der Nacht auf Dienstag ein Feuer ausgebrochen. Eine Leser-Reporterin berichtet: «Es hat massiv gebrannt. Immer wieder habe ich Explosionen gehört.» Es sei auch viel schwarzer Rauch aufgestiegen. «Dieser stank stark und hat sich über dem ganzen Dorf verteilt.» Die Einsatzkräfte konnten den Brand erst am Dienstagmittag vollständig löschen.

Betroffen ist eine Firma, die in Lachen Liegeplätze anbietet und einen Werkstattbetrieb führt. Der Geschäftsführer ist in der Nacht benachrichtigt worden und war anschliessend vor Ort: «Es tut sehr weh, wenn man dem Brand zuschauen muss», sagt er. Da er noch nicht ins Gebäude durfte, kann er den Schaden noch nicht genau beziffern. Dieser sei aber sehr gross: «Es sieht gar nicht gut aus. Von den eingestellten Boote kann sicher keines mehr benutzt werden.» Wie viele Boote betroffen sind, weiss er noch nicht. Es handle sich um Boote in der guten Mittelklasse.

Schüler dürfen zu Hause bleiben

Wegen des Brandes hat ein Teil der Schulkinder am Dienstag schulfrei. Die Gemeinde begründet das mit dem starken Rauch und dem vielen Verkehr, den die Feuerwehr verursache. Wie die Gemeinde auf ihrer Homepage schreibt, fällt der Unterricht für die Klassen in den Provisorien und im Seefeld aus. Unterrichtet wird aber im Schulhaus 1936. Kinder, die nicht zu Hause betreut werden können, werden dort betreut.


(Video: Leser-Reporter)

Beim Brand wurde ein Kranführer von einer Baustelle unweit des Brandplatzes verletzt, wie die Kantonspolizei Schwyz mitteilt. Er musste wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung hospitalisiert werden, konnte das Spital aber bereits wieder verlassen.

Das Gebäude und die darin eingelagerten zehn Boote und drei Fahrzeuge wurden laut der Polizei vollständig zerstört. Die genaue Schadenshöhe ist noch nicht bekannt. Die Kantonspolizei ermittelt die Brandursache und wird dabei vom Forensischen Institut Zürich unterstützt.

Polizei warnte Bevölkerung

Aufgrund des beissenden Rauches und der Geruchsimmissionen bat die Kantonspolizei Schwyz die Bevölkerung von Lachen in der Nacht, die Türen und Fenster zu schliessen. Bereits am Dienstagmorgen gab sie allerdings Entwarnung: Der Brand konnte weitgehend eingedämmt werden und die durchgeführten Luftmessungen seien negativ verlaufen.

Beim Grossbrand im Einsatz standen insgesamt sechs Feuerwehren – jene von Lachen, Altendorf, Galgenen, Schübelbach sowie die Stützpunktfeuerwehren von Pfäffikon und Einsiedeln. Ebenfalls vor Ort waren mehrere Rettungsdienste, der Katastrophen-Stab Siebnen sowie das Amt für Umweltschutz.

(chk/vro/tam/sda)