Zürich

23. März 2016 10:37; Akt: 23.03.2016 18:36 Print

Kinderschänder (27) verhaftet und geständig

Seit November fahndete die Polizei nach einem Mann, der mehrere sexuelle Übergriffe auf Mädchen verübt hatte. Jetzt ging er der Polizei ins Netz.

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Er liess sich widerstandslos festnehmen: Dieses Phantombild hat die Stadtpolizei Zürich veröffentlicht.

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Die Stadtpolizei Zürich hat am Freitag einen 27-Jährigen verhaftet, der seit November 2015 in Zürich drei sexuelle Übergriffe auf Kinder verübt hat, einen davon in der Bäckeranlage. Die Opfer waren Mädchen zwischen acht und 13 Jahren. Der Täter ist geständig.

Den letzten Übergriff verübte der Mann am 11. März. Er verfolgte im Zürcher Kreis 3 ein 13-jähriges Mädchen, das aus einem VBZ-Bus ausgestiegen und zu Fuss auf dem Weg nach Hause war. Am Wohnort des Mädchens drängte er es in den Keller und missbrauchte es sexuell. Als das Kind um Hilfe schrie, flüchtete der Täter.

Übergriff in der Bäckeranlage

Die Stadtpolizei Zürich nahm sofort umfangreiche Ermittlungen auf und verstärkte die Präsenz im betroffenen Gebiet. Aufgrund der Aussagen des Opfers und den gesicherten Spuren sei rasch klar gewesen, dass der Täter auch für einen sexuellen Übergriff auf ein achtjähriges Mädchen in einer Toilette bei der Bäckeranlage im November 2015 dringend verdächtigt werde, teilte die Stadtpolizei Zürich am Mittwoch mit.

Der dritte Übergriff ereignete sich einige Tage früher. Ein Unbekannter drängte im Kreis 7 ein zehnjähriges Mädchen in das Untergeschoss einer Liegenschaft. Das Kind wehrte sich, begann zu schreien, riss sich los und konnte im Obergeschoss in die Wohnung eines Verwandten flüchten.

In U-Haft

Dem Täter gelang auch damals unerkannt die Flucht. Aufgrund des Aussehens des Täters und seiner Vorgehensweise lag jedoch der Verdacht nahe, dass es sich auch hier um denselben Täter handeln könnte.

Nach dem Vorfall im November 2015 hatte die Polizei ein Phantombild des Täters veröffentlicht. Wie gross die Übereinstimmung des Fahndungsbilds zum wahren Täter ist, dazu sagt Judith Hödl, Sprecherin der Stadtpolizei Zürich, nur soviel: «Das Phantombild war ein Teil des Puzzles, das zum Erfolg geführt hat.»

«Der Täter ist polizeilich bekannt»

Nebst des Phantombilds und anderen Hinweisen haben auch Bilder aus Überwachungskameras, unter anderem aus einem VBZ-Bus vom 11. März, zur Ergreifung des Täters beigetragen, so Hödl. Der Kinderschänder wurde am Freitag, 18. März, im Zürcher Quartier Friesenberg von der Polizei verhaftet. Ob der Täter dort wohnhaft ist, wollte Hödl nicht sagen.

Der 27-jährige Schweizer befindet sich in Untersuchungshaft:
«Der Täter ist polizeilich bekannt, stand aber bisher nicht in Zusammenhang mit Sexualverbrechen», sagt Hödl. Jetzt wird geprüft, ob er auch noch für weitere ähnliche Delikte in Frage kommt.

(woz/rad/sda)