«Bleibt auf dem Boden»

13. Juli 2019 16:49; Akt: 13.07.2019 23:03 Print

Klimaaktivisten streiken am Flughafen Zürich

Als klimaschädlichster Faktor des Personenverkehrs müsse der Flugverkehr sofort eingeschränkt werden, dies forderten am Samstag rund 70 Klimaaktivisten am Flughafen Zürich.

Mehrere Dutzend Klimaaktivisten legten sich für kurze Zeit auf den Boden. (Video: Leser-Reporter)
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Am Montagmorgen hatten mehrere Dutzend junge Klimaaktivisten nach Greenpeace-Vorbild mit weissen Overalls, Transparenten und symbolischen Requisiten die Eingänge des UBS-Baus beim Aeschenplatz – des früheren Basler Bankverein-Sitzes – besetzt, dies synchron mit einer grösseren ähnlichen Aktion auf dem Zürcher Paradeplatz.

Die Proteste der Aktion richteten sich gegen die Finanzierung klimaschädlicher Aktivitäten weltweit durch Schweizer Grossbanken. Auch kapitalismuskritische Parolen waren zu sehen.

Am Samstag – zum Beginn der Sommerferien – hat erneut eine Gruppe Klima-Aktivisten eine Streikaktion am Flughafen Zürich durchgeführt: Mehrere Dutzend Menschen legten sich für kurze Zeit auf den Boden und zogen dann durch die Shoppingmeile. Die Aktion blieb friedlich.

Wie Flughafensprecher Philipp Bircher auf Anfrage von Keystone-SDA sagte, hatte der Flughafen Kenntnis von der geplanten Aktion. Man habe sie toleriert, da sie den Flugbetrieb nicht gestört habe. Die Aktivistinnen und Aktivisten legten sich zunächst auf den Boden, dann zogen sie durch das Flughafenshopping und verteilten Flyer.

Rund 70 Personen nahmen an der Aktion teil

Laut Stefan Oberlin von der Kantonspolizei Zürich nahmen rund 70 Personen an der Aktion teil. Sie habe ziemlich genau um 14 Uhr begonnen und nur wenige Minuten gedauert. Alles sei friedlich und geordnet vor sich gegangen.

Klimaaktivisten streiken am Flughafen Zürich

Wie aus der Website flugstreik.earth hervorgeht, ist es das Ziel der Aktivisten, dass 2020 möglichst viele Menschen auf dem Boden bleiben. Um den ökologischen Kollaps zu verhindern, müsse die Gesellschaft die Mobilität umdenken. Als klimaschädlichster Faktor des Personenverkehrs müsse der Flugverkehr sofort eingeschränkt werden.

Mit über 100'000 Passagieren zu Beginn der Sommerferien herrschte am Samstag Grossandrang am Zürcher Flughafen.

(rab/sda)