05. April 2005 13:59; Akt: 05.04.2005 14:00 Print

Kloten mit Flughafen unzufrieden

Der Stadtrat von Kloten kritisiert das vorläufige Betriebsreglement für den Flughafen Zürich. Er will eine Einsprache dagegen «ersthaft» prüfen.

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Kloten fordert eine Rückkehr zum alten Flugregime und die rasche Einführung des gekröpften Nordanflugs.

Ein Dorn im Auge ist dem Klotener Stadtrat vor allem die im Reglement vorgesehene Möglichkeit, Landungen abwechselnd auf den Pisten 28 und 34 zuzulassen. Dies sei eine Untergrabung der geltenden morgendlichen Ruhezeit in Kloten, teilte er am Dienstag mit.

Der Stadtrat sei überzeugt, dass diese Massnahme für die Wirtschaftlichkeit des Flughafens nicht überlebenswichtig sei. Zudem stehe sie in keinem Verhältnis zur möglichen Mehrbelastung der Bevölkerung. Auch die um eine halbe Stunde auf 6.30 Uhr vorgeschobene Abflugbewilligung auf der Pist 10 lehnt der Stadtrat ab.

Kloten möchte, dass möglichst rasch der gekröpfte Nordanflug eingeführt wird. Damit würden der Osten und der Süden in den heiklen Randstunden vom Fluglärm etwas entlastet, heisst es im Communiqué. Weiter sei auf jeglichen Pistenausbau zu verzichten.

Positiv wertet der Stadtrat, dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) in seiner Bewilligung eine Nachtflugsperre von 23 Uhr bis 6 Uhr vorsieht. Zudem begrüsst er, dass das BAZL das Begehren von Unique ablehnt, bei eventuellen Verschärfungen der deutschen Einschränkungen das Reglement ohne vorgängige Bewilligung selbst anpassen zu können.

(sda)