Zürcher Kriminalstatistik

25. März 2019 14:25; Akt: 25.03.2019 14:46 Print

Gewalt im Ausgang und illegale Pornos nehmen zu

Die Kriminalstatistik 2018 zeigt, dass die Fälle von Körperverletzung angestiegen sind. Gewalttätige Auseinandersetzungen im Ausgang seien ein Grund dafür.

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Am Montag präsentierten die Kantons- und Stadtpolizei Zürich die Kriminalitätsentwicklung 2018. Gesamthaft bleibt die Zahl der gemäss Strafgesetzbuch festgestellten Delikte im Kanton Zürich seit Jahren stabil.

Mehr Gewalt im Ausgang

Wie Christiane Lentjes Meili, Chefin Kriminalpolizei der Kantonspolizei Zürich, erklärt, sind im vergangenen Jahr wieder die Straftaten gegen Leib und Leben gestiegen, und zwar um 5,8 Prozent. Die Zahl der Opfer von Tötungsdelikten blieb unverändert bei sieben Personen.

Insgesamt fällt hier der Anstieg von Tätlichkeiten (+3,4%), Körperverletzungen (+7,1%) und Beteiligung Angriff/Raufhandel (+10,9%) ins Gewicht. Mehr Anzeigen im Rahmen der häuslichen Gewalt gehören laut der Kantonspolizei Zürich ebenso dazu wie vermehrte Aggressionen und gewalttätige Auseinandersetzungen im Ausgang und Freizeitverhalten.

Auch in der Stadt Zürich gibt es ein Anstieg von Tätlichkeiten und Körperverletzung. Dabei ist die einfache Körperverletzung um 12 Prozent gestiegen. Die Zunahme von Partygästen führt auch zu mehr Polizeieinsätzen. Vor allem dort, wo die Partyszene sehr aktiv ist, wie zum Beispiel beim Bellevue, im Kreis 4 und Kreis 5.

Massiver Anstieg bei illegaler Pornografie

Bei der illegalen Pornografie gab es 2018 einen erneuten Anstieg um 46,1 Prozent. Nicht selten kursieren im Internet Bilder oder Videos, über deren Problematik sich die jugendlichen Surfer nicht bewusst sind. So betrug der Anteil jugendlicher Beschuldigter bei der illegalen Pornografie denn auch 25,5 Prozent. «Dies ist bedenklich», heisst es vonseiten der Zürcher Kantonspolizei.

Mehr Einbrüche

Bei den Einbruch- und Einschleichdiebstählen im Kanton Zürich gab es 2018 einen leichten Anstieg. In der Stadt Zürich gibt es bei den Wohnungseinbrüchen einen Rückgang – die Kellereinbrüche haben sich im Vergleich zu 2017 aber verdoppelt. Die Einbrüche in Fahrzeuge sind in der Stadt Zürich hingegen um mehr als 50 Prozent zurückgegangen und ist mit 236 Fällen auf dem absoluten Tiefstand.

Mehr Betrüger im Internet

Laut der Kantonspolizei Zürich sind eine Verlagerung von Straftaten im Internet und eine digitalisierte Kriminalität deutlich spürbar. Anzeigen wegen Internetbetrügern haben im Kanton um 16,1 Prozent zugenommen.

In der Stadt Zürich hat sich der digitale Betrug verdoppelt. Die Aufdeckung gestaltet sich hierbei sehr schwierig: «Die Spuren lassen sich besser verwischen.» So haben bei Warenbestellungen die Fälle um 100 zugenommen. Auch ist bei Romance-Scam ein Anstieg feststellbar – vor allem aus finanzieller Hinsicht: «In acht Fällen wurden 150'000 Franken erwirtschaftet.»

Weniger Beschuldigte im Jugendalter

2018 hat die Zahl ermittelter jugendlicher Beschuldigter von Delikten im Kanton Zürich wieder abgenommen (-1.4%) im Vergleich zum Vorjahr. Dabei waren Straftaten gegen Leib und Leben sowie Vermögensdelikte von Jugendlichen wieder leicht rückläufig.

(mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Selbst Denker am 25.03.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nanü?

    Die Gewalttaten nehmen doch immer mehr ab sagen uns einige gewisse Politiker, ja was denn nun entscheidet euch doch mal.

  • Realist am 25.03.2019 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Hmm..

    wieso dem so ist darf man ja nicht erwähnen. Wieso gehören wohl Island oder Portugal zu den viel sichereren Ländern als die Schweiz laut offizieller Statistik....

  • tinu am 25.03.2019 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Polizeistatistiken

    ...ohne die Nennung der ethnischen Herkunft sind das Papier nicht Wert. Weshalb? Weil wenn z.B. raus käme, dass Eskimos für 90% aller Gewalttaten verantwortlich sind, dann müsste man gezielt bei dieser Gruppe Aufklärung und Prävention betreiben. Und noch dazu gucken, dass keine mehr ins Land kommen. Aber wie will man das raus finden, wenn dies verschwiegen wird? Ich möchte mich hiermit bei allen Eskimos entschuldigen, es war nur ein Beispiel und ich weiss, dass ihr Naturnahe und friedliche Menschen seid, herzlich Willkommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Realist am 25.03.2019 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Hmm..

    wieso dem so ist darf man ja nicht erwähnen. Wieso gehören wohl Island oder Portugal zu den viel sichereren Ländern als die Schweiz laut offizieller Statistik....

  • tinu am 25.03.2019 19:43 Report Diesen Beitrag melden

    Polizeistatistiken

    ...ohne die Nennung der ethnischen Herkunft sind das Papier nicht Wert. Weshalb? Weil wenn z.B. raus käme, dass Eskimos für 90% aller Gewalttaten verantwortlich sind, dann müsste man gezielt bei dieser Gruppe Aufklärung und Prävention betreiben. Und noch dazu gucken, dass keine mehr ins Land kommen. Aber wie will man das raus finden, wenn dies verschwiegen wird? Ich möchte mich hiermit bei allen Eskimos entschuldigen, es war nur ein Beispiel und ich weiss, dass ihr Naturnahe und friedliche Menschen seid, herzlich Willkommen.

  • Selbst Denker am 25.03.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Nanü?

    Die Gewalttaten nehmen doch immer mehr ab sagen uns einige gewisse Politiker, ja was denn nun entscheidet euch doch mal.