Rote Fabrik in Zürich

11. Mai 2012 10:05; Akt: 12.05.2012 08:15 Print

Künstlerateliers ausgebrannt

Mottende Zwischenböden, starke Rauchentwicklung, verlorene Kunstwerke. Mehrere Stunden kämpften die Feuerwehrleute gegen den Brand in der Roten Fabrik. Die Ateliers sind grösstenteils zerstört.

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Ein Künstler steht fassungslos vor einem Haufen zerstörter Werke. Sein Atelier ist dem Brand in der Roten Fabrik zum Opfer gefallen. Zuvor kämpften die Feuerwehrleute mehrere Stunden gegen den Brand im Kulturzentrum in Zürich-Wollishofen. Doch die Löscharbeiten waren kompliziert. In zwei Stockwerken schwelte der Brand im Boden. Damit die Glutnester gelöscht werden konnten, mussten die Einsatzkräfte Teile des Bodens mit Kettensägen rausfräsen.

Nach rund drei Stunden konnten erste Löscherfolge verzeichnet werden. «Wir bauen die Einsatzkräfte langsam ab. Die Feuerwehr wird jedoch noch bis am Abend vor Ort sein», sagte Roland Portmann, Sprecher von Schutz und Rettung, um 13 Uhr. Den Feuerwehrleuten stand die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Mit einer 20 Kilo schweren Ausrüstung mussten sie in das brennende Haus steigen. Deshalb wurden die Einsatzkräfte nach jeweils 20 Minuten ausgewechselt.

Leute konnten sich retten

Gemäss Portmann brach das Feuer um 9.10 Uhr aus, worauf ein Grossaufgebot zum Kulturzentrum geschickt wurde. Es seien keine Personen verletzt worden. «Alle konnten sich rechtzeitig aus dem Gebäude retten.» Am Nachmittag öffnete die Polizei die Strasse stadtauswärts wieder. Die Partyräume der Roten Fabrik sind nicht betroffen - die für heute geplanten Veranstaltungen finden alle statt.


Videos des Brandes von Leser-Reportern.

(am/dwi/feb)