Bellevue ZH

28. Dezember 2010 22:50; Akt: 28.12.2010 22:09 Print

Legendärer Club Hey muss wegziehen

von Roman Hodel - Nach 34 Jahren zieht der Club Hey vom Zürcher Bellevue weg. Die Hauseigentümer wollen Platz schaffen für Läden.

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Club Hey: Zieht nach Oerlikon. (Rom)

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Sie galt einst als wildeste Disco der Stadt, war zunächst Treffpunkt der Schwulen, später von Punks. Heute tanzen dort vor allem Schwarze zu Afro/Reggae und es finden diverse Konzerte statt. Doch Ende März gehen im Club Hey beim Bellevue die Lichter aus – nach über 34 Jahren. «Der Vertrag ist ausgelaufen und die Miete war mir mit fast 13 000 Franken für das Kellerlokal längst zu hoch», sagt Erwin Scheiwiller, seit 1976 Leiter des Clubs. «Zudem wollen die Eigentümer diesen Teil des Gebäudes umbauen.»

Die denkmalgeschützte Liegenschaft Rämistrasse 6 gehört einer Firma mit Sitz auf den British Virgin Islands, verwaltet wird sie von City Town Management. Deren Geschäftsführerin Christine ­Aegerter sagt: «Wir haben ein Baugesuch eingereicht, weil wir Parterre, Keller und Innenhof besser nutzen wollen.» Vorgesehen seien Verkaufslokale. «Die Nachfrage dafür ist gross», so Aegerter. Das Projekt verzögere sich jedoch wegen Denkmalschutzauflagen. Von den Plänen betroffen sind neben dem Hey noch zwei weitere Betriebe: Die Galerie Jungi bleibt laut Inhaber Rudolph Jungi zwar, aber auf verkleinerter Fläche. Und das Cabaret Tabaris verhandelt gemäss Geschäftsführerin Marion Trivella im Januar über eine Verlängerung des Mietvertrags.

Sicher ist: Der Club Hey macht nächsten Frühling in Oerlikon weiter: «Wir übernehmen den Franklin-Club, der künftig Hey City of Music heisst», sagt Scheiwiller. Der 64-Jährige wird sich aber zurückziehen: «Ich schenke alles meinen Mitarbeitern – vom Clubbing habe ich genug.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani am 29.12.2010 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Schade drum..

    Schade, ich werde das Schauspiel am Sonntag Morgen jeweils vermissen, wenn die blonden Ü40ig ladies mit den Taxis ankommen um dann Schlange zu stehen vor dem Hey-Club..

  • Bono am 29.12.2010 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ein Jammer, dass schon wieder Kulturfläche aus reiner Profitgier an den Stadtrand verdrängt wird. Viel Glück am neuen Ort und danke für alles Erwin.

  • Heinz am 29.12.2010 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenklich

    Mir sind solche Lokale wie der Club Hey sehr wichtig! Läden gibt es doch schon zur genüge in der Stadt! Ist wohl Gemütlichkeit bei gewissen Leuten nicht mehr gefragt?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinz am 29.12.2010 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Nachdenklich

    Mir sind solche Lokale wie der Club Hey sehr wichtig! Läden gibt es doch schon zur genüge in der Stadt! Ist wohl Gemütlichkeit bei gewissen Leuten nicht mehr gefragt?

    • Martin Wettstein am 02.05.2011 16:10 Report Diesen Beitrag melden

      Einheitsbrei statt individuelle Klasse

      Es muss halt nur noch alles Einheitsbrei sein in Zürich....schade!

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  • Bono am 29.12.2010 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ein Jammer, dass schon wieder Kulturfläche aus reiner Profitgier an den Stadtrand verdrängt wird. Viel Glück am neuen Ort und danke für alles Erwin.

  • Dani am 29.12.2010 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Schade drum..

    Schade, ich werde das Schauspiel am Sonntag Morgen jeweils vermissen, wenn die blonden Ü40ig ladies mit den Taxis ankommen um dann Schlange zu stehen vor dem Hey-Club..