Zürich

24. Januar 2011 23:01; Akt: 24.01.2011 21:29 Print

Leupi verurteilt Attacke auf Fehr

von Roman Hodel - Der Stadtzürcher Polizeivorsteher Daniel Leupi verurteilt die Prügelattacke auf Hans Fehr scharf. Doch Fragen dazu wollte er nicht beantworten.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Erstmals nahm Polizeivorsteher Daniel Leupi (Grüne) gestern Stellung zur Prügelattacke auf SVP-Nationalrat Hans Fehr im Vorfeld der Albisgüetli-Tagung: «Ich verurteile den tätlichen Angriff scharf – das Vorgehen der Linksextremisten ist undemokratisch», teilte Leupi mit.

Er lehne jede Gewaltanwendung ab und appelliere zudem an alle politischen Kräfte, die politische Debatte sachlich zu führen. Am Telefon allerdings gab sich Leupi nicht mehr sehr auskunftsfreudig: «Weitere Fragen zum Vorfall beantworte ich nicht», sagte er zu 20 Minuten. Weder zum Polizeieinsatz noch zu Fehrs Verhalten, das von Stapo-Kommandant Philipp Hotzenköcherle kritisiert wurde. Einzig auf die Frage, wieso er sich erst gestern zu Wort meldete, sagte Leupi: «Am Samstag war es klar Aufgabe des Kommandanten, sich zu äussern – und am Sonntag will ein Polizeivorsteher vielleicht auch mal etwas mit der Familie unternehmen.» Kommunikationsexperte Marcus Knill schüttelt den Kopf: «Herr Leupi hat zu spät reagiert – alle warten auf seine Stimme nach einem solchen Vorfall.» Gar kein Verständnis hat er für sein Schweigen: «Das ist unprofessionell.»

Derweil hat Prügelopfer Fehr gestern Anzeige gegen unbekannt erstattet. «Damit will ich die Sache abschliessen», sagt er. Für seine Partei hingegen ist noch lange nicht Schluss: In einer Erklärung im Kantonsrat erwartet die SVP-Fraktion vom links-grünen Stadtrat «endlich ein entschiedenes Vorgehen» gegen Chaoten. Sonst müsse der Kanton die Sache «an die Hand nehmen».

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christian am 26.01.2011 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wir brauchen nicht nur Worte - jetze

    muss auch gehandelt werden - sonst muss die Armee aufgeboten werden, damit Ruhe und Ordnung hergestellt werden kann.

  • Brigitte am 26.01.2011 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gewaltproblem

    Die Polizei muss durchgreifen. Vermummte dürfen nicht mehr toleriert werden.

  • Thomas Sempach am 25.01.2011 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Adieu

    Das kommt davon, wenn überall links/grüne Regieren! Wer hat die eigentlich gewählt?? Unglaublich sowas!!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Brigitte am 26.01.2011 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gewaltproblem

    Die Polizei muss durchgreifen. Vermummte dürfen nicht mehr toleriert werden.

  • Christian am 26.01.2011 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wir brauchen nicht nur Worte - jetze

    muss auch gehandelt werden - sonst muss die Armee aufgeboten werden, damit Ruhe und Ordnung hergestellt werden kann.

  • B.Kerzenmacher am 25.01.2011 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Selber erleben angesagt?

    Verurteilen ist das eine, der Polizei und Jusitz den politischen Rückhalt verschaffen das andere. Und im politischen Rückhalt geben leuchtet die Partei von Herr Leupi leider sehr schwach. Wird sich anscheinend erst ändern wenn die ersten SP-Leute unter die Räder kommen. Möchte man das wirklich? Das kann ja nicht in deren Interessen liegen.

  • eduinho18 am 25.01.2011 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Worthülsen

    Herr Leupi ist gar kein Richter. Wie kann er die Täter verurteilen?? Zu was werden sie verurteilt - das sind nur Worte - wo sind die Taten Herr POLIZEI-Vorsteher???

    • Ronaldinho15 am 26.01.2011 15:16 Report Diesen Beitrag melden

      Taten sind gefragt

      Ja er hätte sie verhaften sollen, damit das die Richter dann machen können. Nulltoleranz bei Gewalt!

    einklappen einklappen
  • loopback am 25.01.2011 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Die Sternstunde sogenannter "Experten"

    Ich würde als Polizevorstand meine Polizei auch nicht ständig bevormunden und das Maul reinhängen. Hans Fehr ist ein Bürger wie jeder andere auch. Da muss der Polizeivorsteher nicht extra kommentieren. Gute Frage, was Kommunikationsexperte Knill für ein "Experte" ist. Aber der Fall Fehr ist ja eine Sternstunde für sogenannte "Experten" aller Art, die sich nun mit ihren "Expertisen" profilieren können, während Fehr selbst sich in Zurückhaltung übt...