Viel gelernt

28. April 2009 18:41; Akt: 29.04.2009 08:30 Print

Management-Studenten gehen mit Pub Konkurs

Im Winterthurer «Break Even»-Pub wird bald das letzte Bier gezapft. Das von angehenden Betriebsökonomen der ZHAW geführte Pub hat Konkurs angemeldet. Vom Breakeven-Punkt waren die Studenten stets meilenweit entfernt, wie es scheint.

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Wie aus einer E- Mail an die Studenten hervorgeht, wird das Pub nur noch bis Semester-Ende weitergeführt. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) wollte ihren Studierenden die Möglichkeit geben, selber ein Pub zu führen, inklusive Businessplan mit Erfolgsrechnung und Budget. Damit hätten sie theoretische Kenntnisse in einem praktischen Umfeld anwenden sollen.

Die Lernziele wurden aber offenbar weit verfehlt: Nur ein Jahr nach der Eröffnung im Jahr 2007 hatten die angehenden Betriebsökonomen bereits einen Verlust von 150 000 Franken eingefahren. Jetzt, ein weiteres Jahr später, musste die Break Even AG die Bilanz deponieren.

Es sei trotz aller Anstrengungen nicht gelungen, die Ertragskraft genügend zu steigern und die Altlasten abzubauen, schreibt Heinz Knecht, Leiter des Institutes für Banking and Finance, in der E-Mail vom Dienstag.

Für die Studierenden sei das Projekt aber trotz des Konkurses sehr lehrreich gewesen. Sie hätten gelernt, was es heisst, ein Start-up-Unternehmen auf die Beine zu stellen und zu führen. Dabei hätten sie die Dynamik und Komplexität des Wirtschaftslebens hautnah erfahren.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger am 28.04.2009 23:44 Report Diesen Beitrag melden

    Wirtschaft...

    tja, wie soll auch unsere Wirtschaft funkionieren wenn es angehende Manager nicht einmal hinkriegen, ein Pub zu führen...

  • Andi am 29.04.2009 00:27 Report Diesen Beitrag melden

    wen wundert's

    Anstelle von Leuten mit Erfahrung holt man heute "Studierte". Die haben zwar keine Praxis, aber sie haben studiert. Das muss reichen. Nein, das reicht eben nicht. Hier haben wir den Beweis. Es ist die Erfahrung, die's ausmacht. Aber lieber stellen Firmen Studierte ein. Glück auf!

  • VeMeth am 28.04.2009 23:22 Report Diesen Beitrag melden

    Der Unterschied zwischen....

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, dass es in der Theorie keinen gibt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Currywurstfreak am 04.05.2009 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    versagen des Systems

    ich bin selber an der zhaw...manchmal habe ich das gefühl da wird nur schrott den studenten beigebracht...hsg, zürich, bern ist dergleichen Es sollte ein Zeichen gesetzt werden und zwar im BUNDESHAUS bern.

  • Thomas Meier am 01.05.2009 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    ganz klar

    Das ist ja klar, wenn Studenten diesen Job nur als Wahlpflichtfach gewählt haben...d.h. dass es theoretisch nur etwa 4 Stunden in der Woche aufgewendet hätten werden müssen. Jedoch wenn die ZHAW'ler auf den Arbeitsmarkt kommen und sich den Aufgaben voll und ganz widmen können, sieht dies ander aus!

  • Stefan am 01.05.2009 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Birchler

    Wenn ich mir die Studenten ansehen, welche das Modul "Break Even" besuchen, dann stelle ich fest, dass diese nicht die fleissigsten sind. Motto: mit möglichst wenig Aufwand ein paar ECTS einsacken. Andererseits ist der zu verarbeitende Lernstoff der neben dem Break Even enorm. Da bleibt wenig Zeit

  • Hobby am 01.05.2009 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Und zu FH und Uni SG

    Die Arroganz der HSG zeigt sich nur schon darin, dass es in ganz Europa möglich ist nach dem FH-Abschluss direkt einen Master zu machen, ausser an den Unis SG und ZH müssen 40-60 ECTS nachgeholt werden. Absolut lächerlich...

  • hobby am 01.05.2009 12:27 Report Diesen Beitrag melden

    Soviel Unwahres

    Tatsache ist, dass das Break-Even seit Beginn nie funktioniert hat, dies liegt vorallem am schlechten Standort und der miesen Einrichtung. Dazu kam, dass zu jederzeit absolut unfähige Barchefs am Werk waren, welche KEINE Studenten waren. Der letzte Chef war nur die Spitze des Eisberges!!!