21 Monate Freiheitsstrafe

08. Juni 2011 20:12; Akt: 08.06.2011 20:26 Print

Manager prellt Arbeitgeber um zwei Millionen

Mit dem Geld, das ein 50-jähriger Schweizer in die eigene Tasche fliessen liess, finanzierte er sich u.a. ein Haus in Deutschland. Nun muss er einen Teil zurück bezahlen.

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Beim Prozess in Meilen kam es zu einem seltenen Ereignis: Weil der Schweizer vollumfänglich geständig war, mussten die Parteien gar nicht erst plädieren. Das Urteil stand bereits vor Verhandlungsbeginn als Vorschlag fest und wurde auch so gefällt.

Der Schweizer Kadermann wurde vom Bezirksgericht Meilen hat am Mittwoch zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt. Der 50-Jährige hatte von seinem Arbeitgeber, einer Technologie-Firma, rund zwei Millionen Euro in die eigene Tasche abgezweigt.

Der Angeklagte muss 1,5 Millionen zurückzahlen

Das Gericht verurteilte den Manager wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, Veruntreuung und Urkundenfälschung. Die Probezeit beträgt zwei Jahre. Der Angeklagte muss der geschädigten Firma zudem fast 1,5 Millionen Euro zurückzahlen.

Der 50-jährige Manager war bis vor drei Jahren operativer Leiter einer Technologie-Firma mit Sitz in Cham ZG. Als die Firma im Sommer 2008 unter finanziellen Engpässen litt, geriet er selber auf Abwege und zweigte immer wieder Beträge ab.

Die zwei Millionen Euro, die er insgesamt in die eigene Tasche fliessen liess, verwendete der Stäfner für andere Geschäfte oder sein Haus in Deutschland.

(sda)